Ifo-Index Manager blicken skeptischer in die Zukunft

Noch arbeitet die deutsche Wirtschaft auf Hochtouren, für 2018 erwarten Ökonomen sogar noch ein zusätzliches Wachstumsplus. Trotzdem mehren sich die Anzeichen, dass die Party bald vorbei sein könnte.

Rohöl-Raffinerie in Schwedt
DPA

Rohöl-Raffinerie in Schwedt


Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im März weiter verschlechtert. Das Geschäftsklima fiel um 0,7 Punkte auf 114,7 Zähler, wie das Ifo-Institut am Donnerstag in München mitteilte. Immerhin fiel das Ergebnis weniger deutlich aus als Analysten erwartet hatten. Sie waren im Schnitt von einem Rückgang auf 114,6 Punkte ausgegangen.

Die Daten des Geschäftsklimaindexes basieren auf der Umfrage unter rund 7000 Managern. Im Januar hatte Deutschlands bedeutendster konjunktureller Frühindikator auf einem Rekordstand gelegen. "Der drohende Protektionismus drückt auf die Stimmung", kommentierte Ifo-Chef Clemens Fuest. Die Manager beurteilten ihre Geschäftslage und auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate weniger optimistisch als zuletzt.

Entwicklung des Geschäftsklimas

Hinweis: Seit April 2018 gilt ein neues Grundniveau beim ifo-Index, das ifo Geschäftsklima Deutschland löst den bisherigen Index für die Gewerbliche Wirtschaft ab. Die wichtigste Änderung: Neben dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Bauhauptgewerbe und den beiden Handelsstufen ist nun auch der Dienstleistungssektor integriert.
In unserer Grafik sehen Sie die die an das neue Grundniveau angepassten Werte umgerechnet bis zurück zum Dezember 2016 und die alten, vorigen Werte zunächst weiterhin zum Vergleich in einem zweiten Graphen.

Trotz verschiedener Risiken - dazu zählt auch der mögliche Handelskrieg mit den USA - beurteilen viele Ökonomen die aktuelle Konjunkturlage noch positiv. Dank florierender Exporte erhöhten die Wirtschaftsweisen diese Woche ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes 2018 von 2,2 auf 2,3 Prozent. Es wäre das größte Plus seit 2011. Viele Fachleute gehen aber davon aus, dass der Aufschwung bald seinen Höhepunkt erreicht hat.

mik/Reuters



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