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Größte Gewerkschaft: IG Metall fordert 30-Stunden-Woche für Familien

Zentrale der IG Metall in Frankfurt: Nächste Tarifrunde findet 2015 statt Zur Großansicht
picture-alliance / dpa/dpaweb

Zentrale der IG Metall in Frankfurt: Nächste Tarifrunde findet 2015 statt

Die IG Metall startet einen Vorstoß für familienfreundlichere Arbeitszeiten: Die größte Gewerkschaft Deutschlands will eine 30-Stunden-Woche durchsetzen, berichtet die "Welt".

Hamburg - Gerade erst ist Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig mit ihrem Vorstoß nach einer 32-Stunden-Woche für Eltern bei der Kanzlerin abgeblitzt, nun greift die mächtige IG Metall den Vorstoß auf: Die größte Gewerkschaft des Landes will eine reduzierte Arbeitszeit für junge Familien durchsetzen, berichtet die "Welt".

Viele Eltern würden gern einen Tag weniger in der Woche arbeiten, sagte der stellvertretende Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, der Zeitung. Grundlage sei eine Beschäftigtenbefragung der Gewerkschaft unter mehr als einer halben Million Arbeitnehmern, davon ein Drittel Nicht-Mitglieder. "Auffällig ist der deutliche Wunsch nach leicht abgesenkten Arbeitszeiten von 30 Stunden in der Woche, nach reduzierter Vollzeit." Viele Frauen und auch Männer wünschten sich solche Arbeitszeitmodelle.

"Wir brauchen eine neue Debatte über Arbeitszeit", forderte Hofmann. Die IG Metall wolle solche Arbeitszeitmodelle auch zu einem Thema der Tarifpolitik machen. Die nächste Tarifrunde findet 2015 statt. Wichtig sei, dass die reduzierte Arbeitszeit nicht als Teilzeit, sondern weiterhin als Vollzeit gelte. "Sonst wird es schwierig, wieder zur Vollzeit zurückzukehren." Ob dafür auch ein Lohnausgleich gefordert werden soll, sei noch offen, sagte Hofmann.

Im Koalitionsvertrag ist ein Passus für das sogenannte "ElterngeldPlus" enthalten. Dieses sieht einen "Partnerschaftsbonus" in Höhe von zehn Prozent des Elterngeldes vor, wenn Vater und Mutter während des Elterngeld-Bezugs parallel 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten. Zudem soll das Elterngeld künftig über 28 statt bisher 14 Monate bezogen werden können, wenn die Partner in Teilzeit weiterarbeiten. Familienministerin Schwesig war mit ihrer Forderung nach einer 32-Stunden-Woche ohne Lohneinbußen noch einen Schritt weiter gegangen.

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insgesamt 253 Beiträge
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1. Super!
eimsbusher 27.01.2014
Das ist dann das Modell "Frankreich plus". Von französischen Gewerkschaften lernen heißt eindeutig siegen lernen. Au bien tôt!
2. Umfrage unter Gewerkschaftsmitgliedern
fredadrett 27.01.2014
Das da eine vernünftige Arbeitsmoral eher unterrepräsentiert ist sollte man noch erwähnen. Abesehen davon hat die befragte Gruppe keine Aussagekraft. Wahrscheinlich soll es dafür noch 130 % Lohn geben.
3.
silberstern 27.01.2014
Hrhr wenn das kommt wird D 1. Einen Geburtenboom bekommen und kurz darauf 2. Die Wirtschaft zusammen brechen.
4. Gilt das auch fuer die IG Metall
herbert 27.01.2014
Zitat von sysoppicture-alliance / dpa/dpawebDie IG Metall startet einen Vorstoß für familienfreundlichere Arbeitszeiten: Die größte Gewerkschaft Deutschlands will eine 30-Stunden-Woche durchsetzen, berichtet die "Welt". Wichtig sei, dass die reduzierte Arbeitszeit nicht als Teilzeit, sondern weiterhin als Vollzeit gelte. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ig-metall-fordert-30-stunden-woche-fuer-familien-a-945672.html
und deren Mitarbeiter ? Die Gewerkschaften haben jahrelang gepennt und den sozialen Absturz mit Gas Gerd sprich Schroeder zusammen gemacht. Sie sollen mal erklaeren, wer das alles bezahlen soll?
5. optional
thomas_gr 27.01.2014
Mir würde eine Erweiterung der Home Office Zeiten genügen. Dieses Modell ist aber nachwievor unbeliebt bei deutschen Firmen. Hier gilt immernoch Anwesenheit > Leistung.
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Die Gewerkschaft IG Metall
Die Organisation
Mit rund 2,3 Millionen Mitgliedern ist die Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) die größte deutsche Gewerkschaft vor Ver.di (2,1 Millionen).
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Obwohl sich die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder seit 1991 fast halbiert hat, ist ihre Zahl um ein Vielfaches größer als bei den politischen Parteien.
Der Bundeskongress
Der DGB-Bundeskongress findet alle vier Jahre statt. Er ist das höchste Beschlussorgan und legt die Richtlinien der Gewerkschaftspolitik fest.


Die Delegierten werden von den DGB-Gewerkschaften gemäß ihrer Stärke entsandt: IG Metall und Ver.di stellen demnach die meisten Delegierten, die Polizeigewerkschaft die wenigsten. dpa

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