Größte Gewerkschaft IG-Metall-Chef Huber schlägt neues Führungsteam vor

Die Älteren machen Platz für etwas Jüngere: Berthold Huber hat Detlef Wetzel als künftigen IG-Metall-Chef vorgeschlagen. Auch die restliche Führungsmannschaft wird ausgetauscht.

Detlef Wetzel (links) und Berthold Huber: Außerordentliche Wahl im November
DPA

Detlef Wetzel (links) und Berthold Huber: Außerordentliche Wahl im November


Frankfurt am Main - IG-Metall-Chef Berthold Huber hat nun auch offiziell seinen Vize Detlef Wetzel als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Der 63 Jahre alte Huber selbst will wie bereits angekündigt im November abtreten. Nach seinem am Dienstag in Frankfurt vorgestellten Personaltableau sollen auch der 60-jährige Hauptkassierer Bertin Eichler und die 62-jährige Tarifexpertin Helga Schwitzer ihre Vorstandsämter verlieren.

An Wetzels (60) Stelle soll der bisherige Stuttgarter Bezirkschef Jörg Hofmann dessen Posten als Zweiter Vorsitzender einnehmen. Der 57-Jährige wäre damit der nächste designierte IG-Metall-Chef. Als neuer Hauptkassierer ist Jürgen Kerner (44) vorgesehen, der bereits dem siebenköpfigen Kernvorstand angehört.

Die neue Führungsmannschaft wird Ende November bei einem außerordentlichen Gewerkschaftstag in Frankfurt von rund 500 Delegierten bestimmt. Der Vorstand ist dann nur noch knapp zwei Jahre bis zum Ablauf der regulären Wahlperiode im Herbst 2015 im Amt, wie eine Gewerkschaftssprecherin erläuterte.

Neue geschäftsführende Vorstände sollen dem Huber-Vorschlag zufolge die Bezirkssekretärin aus Berlin-Brandenburg-Sachsen, Irene Schulz, sowie der Erfurter Bevollmächtigte Wolfgang Lemb werden. Die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder Christiane Benner und Hans-Jürgen Urban bleiben im Amt. Damit wäre weiterhin kein CDU-naher Vertreter in der Gewerkschaftsspitze vertreten.

yes/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
guentherprien, 02.07.2013
1. Gewerkschaftslogik, die Masse der Mitglieder wählt CDU,
im Vorstand ist kein CDU-naher Vertreter. Soviel zur Unabhaengigkeit der Gewerkschaften. IG-Metall hat wie die Sozen von der SPD nur noch einen Platz in den Geschichtsbüchern und Märchen...Die deutschen Arbeiter sind von der SPD und den Gewerkschaften verraten worden. Die Verräter führen ein schönes Leben auf Kosten der Arbeit von vielen Millionen.
Modest 02.07.2013
2. Hallo ihr Gewerkschaftler,
die Neue Internationale Soziale Marktwirtschaft hat sich selbst verraten und an die globale Finanzwelt einbinden lassen. Herr Huber dieses Prädikat voll mit zu verantworten, für mich ist dieser Mann gefährlich, weil er für die Mittelstandsentlechtung westentlich mit verantwortlich ist und auch der Urheber der Rente 67 ist.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.