Bürgermeisterin in Frankreich 4000 Ikea-Jobs? Leider nur ein schlechter Aprilscherz

Eine Politikerin in Nordfrankreich hat viele Bürger ihrer Stadt mit einem Aprilscherz aufgebracht. Sie hatte die Eröffnung eines Ikea-Möbelhauses angekündigt - mit 4000 neuen Arbeitsplätzen.

(Wirklich existierende) Ikea-Filiale im nordfranzösischen Lomme
AFP

(Wirklich existierende) Ikea-Filiale im nordfranzösischen Lomme


Es ist eine seltsame Art von Humor, die Caroline Cayeux am Ostersonntag zeigte - und sie hat es inzwischen wortreich bedauert. Cayeux ist Bürgermeisterin von Beauvais, einer Stadt mit etwas mehr als 50.000 Einwohnern rund 80 Kilometer nördlich von Paris. Wovon es in Beauvais zu wenig gibt: Arbeitsplätze.

Und was es in Beauvais gar nicht gibt: ein Ikea-Möbelhaus.

Daher ist die Freude nachvollziehbar, die viele Bürger von Beauvais am Sonntag empfanden. Um 8.31 Uhr verkündete ihre Bürgermeisterin auf Facebook, dass der schwedische Möbelkonzern demnächst eine neue Filiale in der Kleinstadt eröffnen würde - und 4000 neue Arbeitsplätze entstünden. Rund eine Stunde später veröffentlichte Cayeux eine solche Meldung auch auf Twitter:

Diese Freude hielt jedoch nicht lange an. Am frühen Nachmittag meldete Cayeux sich erneut auf Facebook und Twitter zu Wort: Die Meldung sei ein Aprilscherz gewesen. Amüsieren wollte sich darüber jedoch kaum jemand so recht. Kein Wunder, der Meldung fehlte die groteske Übertreibung, die andere Aprilscherze von offiziellen Stellen oft kennzeichnet. Obwohl es der 1. April war, brachten das wohl nur wenige Bürger mit dieser guten Nachricht in Verbindung.

Entsprechend harsch waren die Reaktionen in den sozialen Netzwerken. Es sei sehr lustig, Arbeitsplätze zu versprechen, die es gar nicht geben werde, merkte ein Nutzer ironisch an. Ein anderer schrieb an Cayeux gerichtet: "Wir werden alle bei der nächsten Wahl für Sie stimmen - Scherz!" Laut der britischen BBC und dem "Evening Standard" hat sich die Bürgermeisterin inzwischen für "eine Art von Humor, die nicht von jedem geteilt wird", entschuldigt.

Sie habe es nicht böse gemeint, erklärte Cayeux. Sie habe Ikea einen Wink geben wollen, was sie sich für Beauvais wünsche. Es sei ein Fehler gewesen, man werde sich für das kommende Jahr einen besseren Aprilscherz ausdenken.

Allzu schwierig dürfte das nicht werden.

fdi



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