Prognose für 2018 Mieten sollen um fünf Prozent steigen

Der Deutsche Mieterbund rechnet für 2018 mit deutlich höheren Mieten. Hart trifft es die Großstädte.

Wohnhäuser in Leipzig
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Wohnhäuser in Leipzig


Auch im neuen Jahr ist kein Ende des Mietanstiegs in Deutschland in Sicht. Der Deutsche Mieterbund erwartet weitere Zuwächse von im Schnitt rund fünf Prozent. In Großstädten könnten die Steigerungen sogar noch höher sein: Hier erwartet der Mieterbund Steigerungen im Schnitt von zehn Prozent.

Für Stadtbewohner, die kein Wohneigentum besitzen, ist das eine beunruhigende Entwicklung: Denn die Mieten steigen nicht nur bei neuen Verträgen, auch die Bestandsmieten legen mit beschleunigter Dynamik zu.

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Auch bei der Nebenkostenabrechnung, die viele Verbraucher im Laufe des neuen Jahres für 2017 erhalten, erwartet der Mieterbund höhere Kosten - gerade wegen teurerer Energie. "Für Öl und Gas dürften Mieter rund zehn Prozent mehr zahlen müssen und für Fernwärme rund zwei Prozent", sagte Lukas Siebenkotten, Bundesdirektor beim Mieterbund, der Deutschen Presse-Agentur. Die übrigen Nebenkosten, etwa für Wasser, Abwasser, Schornsteinfeger oder Straßenreinigung dürften nur leicht um ein Prozent steigen. In den vergangenen Jahren waren die Nebenkosten stärker gestiegen als die Mieten.

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Um soziale Spannungen wegen des Mietanstiegs zu vermeiden, forderte der Mieterbund mehr Einsatz von der Politik, etwa für Sozialwohnungen. Denn Wohnen wird in deutschen Großstädten zum Armutsrisiko. Viele Menschen zahlen inzwischen mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Miete.

hej/dpa



insgesamt 150 Beiträge
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kevinschmied704 24.12.2017
1. 5% mehr miete...
na dann gibt es bestimmt dieses Jahr ein Lohn Zuwachs von 8%, ich freu mir!
jackohnereacher 24.12.2017
2. Na da hat sich
die Mietpreisbremse ja bewährt.
wintersommer 24.12.2017
3. Beim Thema Wohnen sind unsere Politiker total unfähig
Spekulationen mit Wohneigentum gehört verboten, und wenn dann wenigstens stark kontroliert!
jumbing 24.12.2017
4.
Erst verkaufen die Kommunen in großem Stil Wohnungen an profitgierige Investoren und jetzt wundert man sich, daß bezahlbarer Wohnraum praktisch nicht mehr vorhanden ist.
UnitedEurope 24.12.2017
5.
Wer außer Superreichen kann sich das denn noch leisten??? In den Städten sind die Arbeitsplätze, die Infrastruktur. Es schließen immer mehr Kliniken etc. also müssen auch viele in die Städte, durch das Dauerverkehrschaos kann man aber auch nicht mehr wirklich pendeln, selbst mit den Öffentlichen. Und die niedrigen Zinsen, welche die Regierung braucht um ihre heilige schwarze Null zu behalten, befeuern das auch noch.
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