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Indien: Regierung führt Bankkonto für Jedermann ein

Inder bei der Eröffnung eines Bankkontos in Neu Delhi: Ein Konto für jedermann Zur Großansicht
AP/dpa

Inder bei der Eröffnung eines Bankkontos in Neu Delhi: Ein Konto für jedermann

Die indische Regierung hat ein ehrgeiziges Projekt begonnen: Sie verspricht, 75 Millionen Menschen innerhalb weniger Monate einen Zugang zu einem eigenen Bankkonto zu verschaffen - auch ohne die bisher nötigen Ausweise und Papiere.

Neu Delhi - Indien ist das Land mit der zweithöchsten Bevölkerung der Welt. Doch 717 Millionen Inder besitzen kein Bankkonto. Nun hat die Regierung in Neu-Delhi ein Programm gestartet, um viele von ihnen mit einem solchen Zugang zu Bankautomaten oder Krediten auszustatten. Zum Start am Donnerstag seien bereits 15 Millionen Bankkonten eröffnet worden, erklärte das Büro des Premierministers Narendra Modi in einer Mitteilung. "Noch nie hat die Regierung Indiens eine Maßnahme in einer solchen Größenordnung organisiert", hieß es.

Bis Januar sollen nach dem Versprechen der Regierung 75 Millionen Menschen ein Bankkonto erhalten. Zuvor hatte der Premierminister noch ein Konto für jeden seiner mehr als 1,2 Milliarden Landsleute angekündigt.

Nach Regierungsangaben besitzen bislang lediglich rund 42 Prozent der Menschen im Land ein Bankkonto. Eine Kontoeröffnung ist vielen selbst sieben Jahrzehnte nach der Unabhängig verwehrt geblieben - sie haben oft weder eine Geburtsurkunde noch einen Personalausweis. Von dem am Donnerstag vorgestellten Projekt sollen Millionen Inder profitieren - und vor skrupellosen Geldleihern geschützt werden.

Nach den Worten des Premiers befreie das Projekt die Armen aus einem Teufelskreis. "Wer die Armut besiegt, muss die finanzielle Unberührbarkeit beenden", sagte Modi laut Mitteilung in Anspielung auf das Kastensystem.

Neben den Möglichkeiten, Geld abheben oder ein Konto eröffnen zu können, bündelt das aufstrebende Schwellenland in dem Projekt auch soziale Absicherungen: So bekommen die Neukunden der Banken neben einer Kreditkarte und einer Unfallversicherung zusätzlich auch eine Lebensversicherung. Die Regierungsinitiative hat darüber hinaus auch einen politischen Hintergrund: Im Kampf gegen die Korruption sollen die Sozialleistungen auf die neuen Konten direkt überwiesen werden.

daf/dpa/AFP

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Bankkonto als eine der Waffen gegen Korruption
raber 29.08.2014
Es ist ein interessantes Unternehmen und bei Erfolg bestimmt auch für andere Schwellenländer von Interesse. Der Kampf gegen die Korruption ist überall dringendst notwendig und wenn es ein Zusatznutzen ist, desto besser.
2. Bitcoin - Lösung vieler Probleme
GaliX622 29.08.2014
Eine der Idee/Vorteile von Bitcoin ist es für jeden Menschen auf diesem Planeten zugriff auf ein Geldsystem zu geben ohne das eine dritte Person dieses Kontrollieren kann. Das System ist unterm Strich unabhängig von Banken, Mittelmännern, Kreditinstituten sogar von der Zentralbanken, denen man unterm Strich nicht Vertrauen kann. Während man der Mathematik hinter Bitcoin (Blockchain genannt) Vertrauen kann. Weitere Vorteile: Gelder können nicht eingefroren werden so wie es fast täglich passiert um macht auf einzelne Personen aus zu üben Es gibt viele Länder ( z.B. im Naher Osten) in denen es für viele Menschen (vor allem Frauen) komplett unmöglich ist ein Bankkonto zu eröffnen. Dort hat Bitcoin mit das größte Potential die Welt zu verändern. Jedoch sollte jeder selber sich eine Meinung dazu bilden um zu verstehen welches Potential und welche Innovation hinter Bitcoin steckt. Indien ist auch ein Land in dem Bitcoin viele Probleme des über 60 Jahren alten unveränderten Bankensystems zu ändern. Jedoch werden Banken und Regierungen alles daran setzen weiter ihr Schulden und Gelddrucksystem weiter bei zu behalten und weiter die normal arbeitenden Menschen zu melken und betrügen.
3. toller plan
uterallindenbaum 29.08.2014
So kann der Stinkarmen Bevölkerung endlich einfach Kredite verleiht werden. Ein Schelm wer dabei was hinterhältiges denkt...
4. Humbug
jacktoast 29.08.2014
Was Indien braucht, ist Bildung und Infrastruktur. Ein Konto ? Wozu braucht ein Junge, der Touristen wortreich (in wenigen englisch auswendig gelernten Sätzen) ein Stück "Modeschmuck" verkauft, ein Konto ? Der braucht eine Perspektive ! Und die sieht anders aus als ein Bankkonto. Nein, unser Kapitalismus und was wir daran gut finden, lässt sich nicht 1:1 auf Indien (oder China, Kambodia, Vietnam, Myanmar u.a) übertragen. Ein gebildeter Inder sagte einst zu mir:"Man hat uns viele Dinge der westlichen Welt gebracht, aber vergessen, die Bedienungsanleitung mit zu liefern." Er sagte das, als wir im Auto unterwegs waren (ich am Steuer) und ein LKW uns auf unserer Spur entgegen kam...
5. Komische Inder
ziggysonnenstern 29.08.2014
Wieso denn das? "Jedermann führt Bankkonto für Regierung ein." Die Regierung hat doch gar kein Geld.
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