Von Stefan Schultz
Hamburg - Die Verschuldung der Welt ist gigantisch - und ungleich verteilt. Während Entwicklungs- und Schwellenländer vergleichsweise geringe Probleme haben, sind die Schuldenquoten der klassischen Industrieländer im vergangenen Jahrzehnt explodiert. Amerika, Japan und die Europäische Union sind zusammen für drei Viertel der globalen Verbindlichkeiten verantwortlich. Nur ein Viertel entfällt auf die restlichen Länder.
Bis vor wenigen Jahren war das sorglose Schuldenmachen Teil des westlichen Lebensgefühls. "Zusammen gingen wir in die Disco dancen. Und zusammen kannten wir keine Dispo-Grenzen", sang der Musiker Stefan Kozalla 2003. Jetzt ist die Disco geschlossen. Der Dispo ist ausgereizt. Zu groß waren die Ausgaben der vergangenen Jahre. Staaten haben gewaltige Summen eingesetzt, um die Folgen der Finanz- und Konjunkturkrise zu lindern. Nun droht ihnen selbst der Bankrott, und sie müssen eisern sparen.
Immer schneller tickt die Schuldenuhr der Welt. Ende des Jahres, schätzt der Internationale Währungsfonds, werden sich die Verbindlichkeiten aller Staaten zusammen auf rund 54 Billionen Dollar belaufen. Würde man dieses Geld in New York für BicMacs ausgeben und diese stapeln, käme man rund 2000 Mal zum Mond.
Wer sind die größten Miesenmacher? Wer wirtschaftet vorbildlich? SPIEGEL ONLINE zeigt die Schulden der Welt als interaktive Karte (siehe oben).
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