Inflation, Armut, Reformstau Chinas Wunderwirtschaft stößt an ihre Grenzen

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3. Teil: Das Land ist zu abhängig vom Export


China lebt von seinen enormen Überschüssen in der Handelsbilanz. Das Land produziert sehr billig und kann Produkte aufgrund seiner unterbewerteten Währung noch billiger liefern. Bereits 2009 hat die Volksrepublik Deutschland als Exportweltmeister abgelöst.

Das Dauerwachstum beruht also zu einem wesentlichen Anteil auf den Erfolgen als Werkbank der Welt. Doch das beinhaltet durchaus Risiken. Zum einen merkt China globale Erschütterungen wie die Euro-Krise oder das schwächelnde US-Wachstum enorm. Zum anderen sind die meisten Exportprodukte von geringer Qualität und haben daher auch nur einen begrenzten Wert. Andere Schwellenländer könnten sie künftig noch billiger anbieten.

Rolf Langhammer vom Kieler Institut für Weltwirtschaft warnt daher: "Die externen Risiken für Chinas Aufschwung sind bedeutender als die internen." Nur wenn sich das Land von seiner Exportfixierung löse, könne es Krisen in anderen Teilen der Welt ohne Wachstumseinbrüche verkraften.

Ähnlich argumentiert Horst Löchel, der in Shanghai Vorlesungen hält: "Die chinesische Exportindustrie ist nicht vergleichbar mit dem deutschen Mittelstand. Das sind Unternehmen mit Billiglöhnen und geringer Wertschöpfung."

Auf Dauer könne das nicht funktionieren: China müsse den Konsum im eigenen Land ankurbeln und innovative Produkte entwickeln - "zum Beispiel im Bereich Biotech, Telekommunikation und Umweltschutz".

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günter1934 30.12.2010
1.
Zitat von sysopSchon jetzt sind die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen China und Europa vielfältig und intensiv. Von der Konjunktur in China hängt auch das Wachstum bei uns und in den USA ab. Wie wird sich das Verhältnis zu China entwickeln? Wird China unseren Kurs entscheidend mitbestimmen?
Wenn wir mit der Förderung der Erneuerbaren Energien so weitermachen wie heute, werden wir in Zukunft am Tropf der chinesischen Welthungerhilfe hängen!
++arthur 30.12.2010
2. China und USA
Ich sag schon mal "leise Servus". War schön mit dir Demokratie, Sozialstaat und Grundgesetz. Wird? Wird? Hat! HAT! Man muss sich nur mal die "Verschuldung" angucken: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Country_foreign_exchange_reserves_minus_external_debt.png Sehen sie die "grüne Macht": Das sind nicht wir!
marant 30.12.2010
3. ttt
Zitat von sysopSchon jetzt sind die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen China und Europa vielfältig und intensiv. Von der Konjunktur in China hängt auch das Wachstum bei uns und in den USA ab. Wie wird sich das Verhältnis zu China entwickeln? Wird China unseren Kurs entscheidend mitbestimmen?
Das tut sie bereits mit derzeit etwa 36,7 Mld. US-Dollar. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33917/1.html
localpatriot 30.12.2010
4. Ein Viertel der Menschheit
Zitat von sysopSchon jetzt sind die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen China und Europa vielfältig und intensiv. Von der Konjunktur in China hängt auch das Wachstum bei uns und in den USA ab. Wie wird sich das Verhältnis zu China entwickeln? Wird China unseren Kurs entscheidend mitbestimmen?
Groesse bringt Einfluss. Man muss mit einem Land das 20 bis 25% der Menschheit in jeder Hinsicht rechenen: - als Kunde, - als Lieferant, - als Konkurrent - als Geldgeber. In jeder Hinsicht wirft China einen grossen Schatten. Chinesen sehen Deutschland mit Respekt und so lange sich die deutschen Politiker nicht uebenehmen, kann man langfristig ein gutes Verhaeltnis erwarten. Persoenliche Freiheit ist bei einem 1,5 Milliarden Volk immer Mangelware. 5 Milliarden Mahlzeiten taeglich auf den Tisch zu stellen waere fuer jede Gesellschaft eine Herausforderung dabei kann man steten Fortschritt nur durch Stabilitaet erreichen.
Palmstroem, 30.12.2010
5. Schattenspiele
Zitat von localpatriotGroesse bringt Einfluss. Man muss mit einem Land das 20 bis 25% der Menschheit in jeder Hinsicht rechenen: - als Kunde, - als Lieferant, - als Konkurrent - als Geldgeber. In jeder Hinsicht wirft China einen grossen Schatten. Chinesen sehen Deutschland mit Respekt und so lange sich die deutschen Politiker nicht uebenehmen, kann man langfristig ein gutes Verhaeltnis erwarten. Persoenliche Freiheit ist bei einem 1,5 Milliarden Volk immer Mangelware. 5 Milliarden Mahlzeiten taeglich auf den Tisch zu stellen waere fuer jede Gesellschaft eine Herausforderung dabei kann man steten Fortschritt nur durch Stabilitaet erreichen.
Das ist richtig und nicht nur China wirft großen Schatten, auch andere wie Indien und Brasilien machen mehr Schatten. Umgekehrt wird Europas Schatten kleiner - heute machen wir noch 20% der Weltbevölkerung aus - 2050 noch 7% und 2100 nur noch 4%.
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