Niedrige Inflationsrate Preise steigen kaum noch

Die Eurozone nähert sich der Deflation: Die Verbraucherpreise in den 18 Eurostaaten sind zuletzt nur noch um 0,5 Prozent gestiegen. Das erhöht den Druck auf die EZB, Geld noch billiger zu machen.


Luxemburg - Die Inflation im Euroraum sinkt weiter. Die jährliche Inflationsrate sank im Mai gegenüber April um 0,2 Punkte auf 0,5 Prozent. Das teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat in einer vorläufigen Schätzung mit.

Die Rate entfernt sich damit deutlich vom Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), die einen Wert von knapp unter zwei Prozent anstrebt. Daher steigt der Druck auf die Notenbank, den Leitzins weiter zu senken.

Experten erwarten, dass die EZB mit einer Zinssenkung und einem Strafzins für bei der Zentralbank geparktes Geld gegensteuern wird. Sie hofft, dass Banken das Geld dann lieber an Unternehmen verleihen und so Investitionen und Lohnsteigerungen anregen. Verbraucher hätten dann mehr Geld, was die Nachfrage nach Gütern steigern und deren Preise erhöhen würde.

Die EZB hat daher bereits angekündigt, sich nicht dauerhaft mit einem zu niedrigen Preisauftrieb abfinden zu wollen. Sie will verhindern, dass die Verbraucher in Erwartung noch niedrigerer Preise ihre Käufe zurückstellen und so eine Deflationsspirale in Gang kommt. Diese könnte den noch zaghaften Konjunkturaufschwung im Eurogebiet bedrohen.

Die Inflation wurde allerdings vor allem durch stagnierende Energie- und Nahrungsmittelkosten gedrückt. Dienstleistungen verteuerten sich den ersten Schätzungen zufolge um 1,1 Prozent.

ade/dpa/Reuters



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JohannWolfgangVonGoethe 03.06.2014
1. Neusprech
Zitat: "Die Verbraucherpreise ... sind zuletzt nur noch um 0,5 Prozent gestiegen. Das erhöht den Druck auf die EZB, Geld noch billiger zu machen." Die notleidenden Süd-Länder (Griechenland, Spanien, Portugal, usw.) brauchen dringend billiges Geld. Also muss die EZB die Zinsen senken. Also müssen uns unsere Mainstream-Medien etwas von nicht-vorhandener Inflation eintrichtern.
charliebrown67 03.06.2014
2. Keine Preissteigerungen?
... die Strompreise sind in den letzten 2 Jahren um 50 Prozent gestiegen, das China-Restaurant um die Ecke hat seine Preise um 20 Prozent angehoben. Alles wird deutlich teurer, nur die Einkommen steigen nicht (allerdings steigt die Arbeitsbelastung für das gleiche Geld)!
malocher77 03.06.2014
3. Inflation
Kann es nur geben,wenn die Löhne steigen,Draghi kann die Banken mit Geld vollstopfen,nur ohne Erfolg.Wegen zu viel billiges Geld ist die Krise erst entstanden,dann löscht der Feuerwehrman Draghi Feuer mit noch mehr Feuer,bis es an der Börse einmal knallt.Dann geht der Draghi in Ruhestand mit Millionen Abfindung,und Millionen verlieren ihr Geld und ihre Jobs.
metafa 03.06.2014
4.
Zitat von malocher77Kann es nur geben,wenn die Löhne steigen,Draghi kann die Banken mit Geld vollstopfen,nur ohne Erfolg.Wegen zu viel billiges Geld ist die Krise erst entstanden,dann löscht der Feuerwehrman Draghi Feuer mit noch mehr Feuer,bis es an der Börse einmal knallt.Dann geht der Draghi in Ruhestand mit Millionen Abfindung,und Millionen verlieren ihr Geld und ihre Jobs.
Woa, schön einfach ihre Welt. Wie nennen die Wesen auf ihrem Planeten diesen und wie kommt es, dass "ihre" Nachricht in "unserem" Internet landet? Quantenverrücktheiten ... :)
moev 03.06.2014
5.
Zitat von charliebrown67... die Strompreise sind in den letzten 2 Jahren um 50 Prozent gestiegen, das China-Restaurant um die Ecke hat seine Preise um 20 Prozent angehoben. Alles wird deutlich teurer, nur die Einkommen steigen nicht (allerdings steigt die Arbeitsbelastung für das gleiche Geld)!
Also mein Strom ist seit letztem Jahr um 18% billiger geworden und meine Miete ist seit 3 Jahren unverändert. OK meine Heizkosten (Gas) sind um sagenhafte 1,3 Euro im Monat gestiegen.
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