Berlin - Die Inflationsrate ist im Februar deutlich gesunken. Waren und Dienstleistungen kosteten nur noch 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.
Das ist der tiefste Stand seit Dezember 2010. Die Inflationsrate bleibt damit unter der wichtigen Marke von knapp zwei Prozent, die für die Europäische Zentralbank (EZB) stabile Preise markiert. bereits im Januar hatte sie bei 1,7 Prozent gelegen.
Als Preistreiber erwiesen sich erneut Energie und Nahrungsmittel: Für Haushaltsenergie oder Kraftstoffe mussten die Verbraucher 3,6 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr. Vor allem Strom wurde teurer: Hier lag der Preisanstieg bei 12,4 Prozent. "Ein wesentlicher Grund dafür ist die Erhöhung der EEG-Umlage zum Jahresbeginn 2013", schrieben die Statistiker.
Lebensmittel verteuerten sich um 3,1 Prozent, besonders Obst und Fleisch und Wurst kosteten mehr als vor Jahresfrist. Ohne die üblicherweise stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel lag die Teuerung nur bei 1,1 Prozent.
Ein starker Anstieg der Inflation ist nicht in Sicht, darauf deuten auch die Preise im Großhandel hin: Hier lag der Preisanstieg im Vergleich im Vorjahr bei 1,4 Prozent und zum Januar bei 0,1 Prozent. Die Großhandelspreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation, weil die Händler höhere Einkaufspreise mit Verzögerung an die Verbraucher weiterreichen.
Die Bundesbank erwartet in diesem Jahr eine Teuerungsrate von durchschnittlich 1,5 Prozent und für 2014 ein leichtes Anziehen auf 1,6 Prozent.
ssu/Reuters
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