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Schwächere Aussichten: IWF senkt globale Wachstumsprognose auf 3,4 Prozent

Hafen in Hongkong: "Erwartungen scheinen konsequent zu fallen" Zur Großansicht
Corbis

Hafen in Hongkong: "Erwartungen scheinen konsequent zu fallen"

Die Weltwirtschaft soll dieses Jahr weniger stark wachsen als zuletzt erwartet: Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für 2016 abgeschwächt. In Deutschland soll die Konjunktur allerdings anziehen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum abermals reduziert. Die Weltwirtschaft werde voraussichtlich in diesem Jahr um 3,4 Prozent und 2017 um 3,6 Prozent wachsen, teilte der IWF am Dienstag in Washington nach einer überarbeiteten Prognose mit. Das sind jeweils 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Oktober angenommen.

"Die Wachstumserwartungen scheinen konsequent zu fallen", sagte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld auch mit Blick auf die längerfristige Entwicklung. Bereits beim Ausblick im Oktober hatten Obstfeld und sein Team die Erwartungen nach unten korrigiert.

Die größten Wachstumsrisiken sieht Obstfeld derzeit in der Wachstumsverlangsamung in China, der geldpolitischen Straffung in den USA gepaart mit einem starken Dollar sowie in einer möglichen Eskalation der bestehenden geopolitischen Spannungen.

Deutschland dagegen wird nach IWF-Prognose stärker wachsen als bislang angenommen: Der IWF hat seine Vorhersage für dieses Jahr um 0,1 Punkte und für nächstes Jahr sogar um 0,2 Punkte aufgestockt. Der Fonds erwartet nun jeweils 1,7 Prozent Wachstum in Deutschland.

Schlechte Aussichten für Schwellenländer

Die Lage im Euroraum schätzt der IWF ebenfalls leicht optimistischer ein als zuletzt. Für 2016 korrigierten die Ökonomen das erwartete Wachstum um 0,1 Prozent auf 1,7 Prozent nach oben. Für 2017 geht der Fonds von der gleichen Wachstumsrate aus.

Für China rechnet der IWF dagegen mit einer Wachstumsabschwächung von 6,9 Prozent im Jahr 2015 über 6,3 Prozent 2016 auf 6,0 Prozent 2017. Das entspricht den bisherigen Erwartungen.

Besonders deutlich senkte der IWF seine Wachstumsprognose für Brasilien. Die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas dürfte 2016 demnach um 3,5 Prozent schrumpfen und in 2017 stagnieren.

Schwierig sei die Lage außerdem in Russland, wenn auch im kommenden Jahr mit einer Rückkehr zu Wachstum zu rechnen sei.

Deutlich nach unten ging es mit den Prognosen auch für Saudi-Arabien, das wie Russland besonders stark vom Einbruch der Ölpreise betroffen ist.

ssu/dpa/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Forum Wirtschaft
hondje 19.01.2016
Es wirt noch sehr viel schlechter werden noch mehr Arbeitslosen dass weis ich sicher.
2. Eine Katastrophe
jj2005 19.01.2016
Für den Planeten Erde sind 3.4% exponentielles Wachstum eine Katastrophe. Jeder halbwegs gebildete Ingenieur, Mathematiker oder auch Ökonom weiss das, selbst wenn sie/er Limits to Growth nicht gelesen hat. Die Menschheit muss endlich lernen, ihre Bedürfnisse intelligent zu befriedigen, mit Nullwachstum.
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