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Deal mit Frankreich: Iran bestellt mehr als hundert Airbus-Maschinen

Airbus-Chef Enders, Iranischer Präsident Rohani: Mega-Deal Zur Großansicht
AFP

Airbus-Chef Enders, Iranischer Präsident Rohani: Mega-Deal

Nach Italien baut jetzt auch Frankreich Wirtschaftsbeziehungen zu Iran auf. Die Konzerne Airbus und Peugeot Citroën können laut einem Agenturbericht auf Milliardengeschäfte hoffen.

Nach Italien baut nun auch Frankreich seine Geschäftsbeziehungen zu Iran wieder aus. Zur Modernisierung seiner überalterten Flugzeugflotte hat der Iran 118 Maschinen beim europäischen Hersteller Airbus bestellt. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete Airbus-Chef Fabrice Brégier mit dem Vorsitzenden von Iran Air, Farhad Parvaresh, am Donnerstag in Paris.

Zu den bestellten Flugzeugen gehören nach Angaben von Airbus zwölf doppelstöckige Großraumjets vom Typ A380 und 16 Maschinen des brandneuen Langstreckenfliegers A350.

Rohani hatte zuvor Italien besucht. Nach der Beilegung des Atomstreits und dem Ende der damit verbundenen internationalen Sanktionen bemühen sich die Unternehmen zahlreicher Staaten um Geschäftsabschlüsse in Iran, darunter auch deutsche. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hält für deutsche Firmen ein Exportvolumen von zehn Milliarden Euro für realistisch.

"Den Iranern fehlt es an allem"

Auch der Autohersteller PSA Peugeot Citroën erneuerte am Donnerstag seine Geschäftsbeziehungen mit dem Land, mit dem er bis zu den Sanktionen 2012 mehr als ein halbes Jahrhundert lang eng verbunden war. Der französische Konzern vereinbarte den Aufbau eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem iranischen Unternehmen Iran Chodro. Der endgültige Abschluss soll zur Jahresmitte folgen.

Peugeot hatte jüngst erklärt, bis 2020 auf dem iranischen Markt etwa 400.000 Autos pro Jahr verkaufen zu wollen. Die Einführung der Sanktionen hatte das Unternehmen fast zehn Prozent seiner Auslandslieferungen gekostet.

Der Chef des Unternehmerverbandes Medef, Pierre Gattaz, sprach bei dem Treffen von einem "enormen Bedarf" in Iran. "Den Iranern fehlt es an allem", sagte er. Zudem habe das Land ein großes Entwicklungspotenzial, auch wegen der gut ausgebildeten Bevölkerung.

ssu/dpa-AFX/Reuters

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1. Habe ich etwas verpaßt?
spmc-129372683232763 28.01.2016
Ist Airbus schon jetzt ein rein französisches Unternehmen? Wenn nicht, ist es nur eine Frage der Zeit!
2. War das auch so mit Lybien
Vladimir Iljic 28.01.2016
Zuerst hofierte man die Gaddafi und Co und als die doch nicht so ganz wollten, zerschlug man das Land. Erwartet Iran das Gleiche? Die Liefern die Anzahlung für alles Mögliche und dann werden sie doch die Steinzeit gebombt? Nur so ein Gedanke...
3. Hauptsache der Rubel rollt!
Siúlóir 28.01.2016
Da fallen die fast 1000 Köpfe, die letztes Jahr gerollt sind gar nicht mehr auf (fairerweise muss ich einräumen, dass meist gehenkt wird).
4. Haben die Nachbarn jetzt €-, oder $-Zeichen in den Augen der Iraner gesehen?
Eppelein von Gailingen 28.01.2016
Dann kommt endlich ein kleiner Wirtschaftsaufschwung auch beim Franzmann Hollande an. Airbus ist aufgegliedert nach anderen staatl. Beteiligungen, also nicht nur Frankreich profitiert. Wenn Iran seinem Spinnefeind mit den Alawiten die Marktanteile im Ölverkauf schwächt, wie sieht der Preisverfall dann aus? Iran war immer ein Wirtschaftspartner auf den man zählen konnte. Zwischen den Regimen Schah und Mullah muss das Volk entscheiden, was verderbter und schädlicher für das unterdrückte Volk war.
5. die fragen
rjb26 28.01.2016
evtl auch nicht nach CO2 Ausstoß und stickoxiden etc
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