Italien Arbeitslosigkeit steigt auf höchsten Stand seit 2004

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: In Italien ist die Arbeitslosigkeit im März auf den höchsten Stand seit über acht Jahren gestiegen. Auch in anderen EU-Ländern verschlechtert sich die Beschäftigungsquote. Insgesamt sind im Euro-Raum knapp 17,37 Millionen Menschen ohne Job.


Rom - Die Arbeitslosigkeit in Italien ist auf einen Rekordwert gestiegen. In der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone stieg die Quote von 9,6 Prozent im Vormonat auf 9,8 Prozent an, wie die Statistikbehörde Istat am Mittwoch mitteilte. Das war der höchste Wert seit Januar 2004.

Mehr als 2,5 Millionen Italiener waren danach im März ohne Arbeit, was auf Jahresbasis berechnet eine Zunahme um 23,8 Prozent ausmacht. Im März kamen den Statistikern zufolge 66.000 Arbeitslose neu hinzu. Besonders hoch ist mit 35,9 Prozent die Arbeitslosigkeit der 15- bis 24-Jährigen. Sie stieg seit Februar um zwei Prozentpunkte an und erreichte auch den höchsten Stand seit 2004.

Auch im Euro-Raum ist die Arbeitslosigkeit weiter gestiegen. Die Arbeitslosenquote sei im März von 10,8 Prozent im Vormonat auf 10,9 Prozent geklettert, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Quote noch deutlich bei 9,9 Prozent gelegen.

Eurostat schätzt die Gesamtzahl der Erwerbslosen im März auf rund 17,37 Millionen Menschen. Das sind 169.000 mehr als im Februar und rund 1,73 Millionen mehr als vor einem Jahr.

Mit der höchsten Arbeitslosigkeit im Währungsraum haben nach wie vor Spanien und Griechenland zu kämpfen. Dort liegen die Quoten bei 24,1 beziehungsweise 21,7 Prozent. Die bei weitem höchste Jugendarbeitslosigkeit besteht schon seit langem in Spanien.

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten weisen Österreich mit 4,0 Prozent, die Niederlande mit 5,0 Prozent und Luxemburg mit 5,2 Prozent auf. An vierter Stelle folgt laut der Eurostat-Messmethode Deutschland mit einer Quote von 5,6 Prozent. Auch nach deutscher Rechenart ist die Zahl der Joblosen zuletzt zurückgegangen - auf unter drei Millionen.

ssu/dpa-AFX



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