Trotz hoher Schulden: Italien stellt Sparpläne in Frage

Italien rückt von seinen Sparversprechen ab. Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer und Wiedereinführung einer Immobilienabgabe wackeln. Im Haushalt des bedenklich hoch verschuldeten Landes würde dadurch eine Milliardenlücke klaffen.

Italienische Flagge: Drohende Milliardenlücke im Haushalt Zur Großansicht
REUTERS

Italienische Flagge: Drohende Milliardenlücke im Haushalt

Rom - Die italienische Regierung könnte nach den Worten von Industrieminister Flavio Zanonato die umstrittene Immobiliensteuer kassieren und auf die geplante Mehrwertsteuererhöhung verzichten. "Ich denke, dass wir zum Herbstbeginn ankündigen könnten, dass die Mehrwertsteuer nicht um einen Prozentpunkt angehoben wird und dass es keine Immobiliensteuer auf den Erstwohnsitz geben wird", sagte Zanonato am Samstag der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge.

Ministerpräsident Enrico Letta hat die Mehrwertsteueranhebung bereits aufgeschoben. Zudem setzte er die von Ex-Regierungschef Mario Monti eingeführte Immobiliensteuer aus und kündigte deren Reform bis Ende August an. Eine Abschaffung dieser Steuer würde den Fiskus des hoch verschuldeten Landes mit vier Milliarden Euro belasten.

Die Regierung müsste an anderer Stelle einsparen, um ein Haushaltsloch zu vermeiden. Sonst könnte das Land die Budgetvorgaben der Europäischen Union nicht erfüllen.

ssu/Reuters

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1. Puzzelteil
funnukem 21.07.2013
Zitat von sysopDas rezessionsgeplagte Italien könnte die Mehrwertsteuer doch nicht wie geplant erhöhen, auch die Wiedereinführung einer Immobilienabgabe wackelt. Im Haushalt würde dann eine Milliardenlücke klaffen - und die Regierung die Budgetvorgaben der EU verfehlen. Italien stellt Sparpläne infrage - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/italien-stellt-sparplaene-infrage-a-912259.html)
2. Puzzelteil
funnukem 21.07.2013
Zitat von sysopDas rezessionsgeplagte Italien könnte die Mehrwertsteuer doch nicht wie geplant erhöhen, auch die Wiedereinführung einer Immobilienabgabe wackelt. Im Haushalt würde dann eine Milliardenlücke klaffen - und die Regierung die Budgetvorgaben der EU verfehlen. Italien stellt Sparpläne infrage - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/italien-stellt-sparplaene-infrage-a-912259.html)
Wieder einPuzzelteil auf dem Weg zum großen EURO Crash.
3. Italien ist souverän
tromsø 21.07.2013
Kann also sparen und ausgeben so viel es willda hat sich niemand einzumischen! Ah, Tschuldigung, ich vergass die Fussfessel €
4. Na ja
Progressor 21.07.2013
Zitat von funnukemWieder einPuzzelteil auf dem Weg zum großen EURO Crash.
Italien befindet sich in einer Rezession und muss zusehen, da so schnell wie möglich wieder heraus zu kommen. Ein kreditfinanziertes Konjunkturprogramm ist nötig, meiner Meinung nach in Höhe von 50 Milliarden Euro. Die Budgetvorgaben der EU sind vollkommen falsch in dieser Situation. Allerdings ändern sich dadurch die strukturellen Defizite in Italien nicht. Das müsste gleichzeitig angepackt werden.
5.
marthaimschnee 21.07.2013
Tja, jetzt kommen die Südländer in eine fabelhafte Verhandlungsposition: Helft uns, oder wir zerren EUCH in den Abgrund! Und da ist auch nix mit Seil abschneiden, wir rutschen nämlich bereits und werden uns alleine nicht festhalten können. Aber unsere Top-Ökonomen wissen ja alles besser. Die spielen alles oder nichts mit unserem Wohl, mit unseren Existenzen. Und gewinnen können WIR dabei gar nichts, nur verlieren! Die Gewinne kasssieren andere.
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