Krise in Italien: Zentralbank prognostiziert noch tiefere Rezession

2013 wird für Italien zum Krisenjahr: Die Wirtschaft wird laut einer Prognose der nationalen Notenbank fast doppelt so stark schrumpfen wie bislang angenommen. Auch ein Wachstum im kommenden Jahr sei alles andere als sicher.

Verrammeltes Geschäft in Rom: Krisenjahr 2013 Zur Großansicht
AP

Verrammeltes Geschäft in Rom: Krisenjahr 2013

Rom - Italien durchleidet nach einer Prognose der Notenbank eine noch tiefere Rezession als befürchtet. Die Wirtschaftsleistung werde im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,9 Prozent schrumpfen, warnte die Zentralbank am Mittwoch in Rom. Bisher rechnete sie mit einem Minus von 1,0 Prozent.

Erst gegen Jahresende dürfte sich die Konjunktur stabilisieren. Nächstes Jahr sei wieder ein Wachstum möglich: Das Bruttoinlandsprodukt soll dann um 0,7 Prozent zulegen.

Allerdings ist die Vorhersage laut Notenbank mit hoher Unsicherheit behaftet. Die Einhaltung von Sparzielen auf dem Weg zur Konsolidierung der Haushalte sei eine notwendige Bedingung, um das Investorenvertrauen am Kapitalmarkt zu festigen, mahnte die Zentralbank.

Die Rating-Agentur Standard & Poor's hatte jüngst Staatsanleihen der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone auf ein Niveau herabgestuft, das nur noch zwei Ebenen über dem sogenannten Ramsch-Status liegt.

ssu/Reuters

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Und spätestens nach den Wahlen
tjivi 17.07.2013
erfahren wir, dass das für ganz Europa gilt.
2. EZB muss da ran...
dapmr75 17.07.2013
Da fehlt nur ein wenig Zentralbankgeld und alles wird gut. Die Aussagen siind ausserdem alles andere als richtig, Italien spart sich nur kaputt und muss einfach mehr ausgeben und produzieren. Bitte liebe Jünger von Keynes, erklärt der Welt die Fehler in Italien!
3. und wer - ausser Merkel - ist davon überrascht???
ProDe 17.07.2013
Woher soll denn die Nachfrage kommen, wenn der Staat als Nachfrager ausfällt??? Deutschalnd müsste sich bewegen und als Nachfrage-Lokomotive agieren, aber unsere Spar-/Export-Taliban sind da leider ideologisch etwas verblendet...
4.
Zereus 17.07.2013
Bin ja wirklich gespannt, ob der Plan unseres Lieblingsparteienkonglomerats aufgehen wird, die Krise bis nach den Wahlen schön unterm Teppich zu halten. Es sieht derzeit eher schlecht aus - Griechenland braucht mehr Geld, Frankreich strauchelt, Italien fällt bereits, Portugal ist nicht viel besser dran wie Griechenland und Spanien wiederum ist eigentlich Portugal in groß. Mit ein wenig Glück wirds was mit der AfD im Bundestag, damit dort endlich wieder sowas wie eine Opposition sitzt.
5. Da isser wieder, der BRD-Goverment-Cancel-Kasper, die...
Gerdtrader50 18.07.2013
Meinungsmanipulationsmaschine. Warum geben Sie überhaupt Foren auf, wenn sie die Meinungen Ihrer Leser nur dann interessiert, wenn sie in Ihr Mainstream passen ? Mal kurz wiederholen: Irland, Greece, Italy, Portugal, Spain, France sind alle auf einem guten Weg, sprich: in schwerer Rezession. Damit das besser wird, kommen die grössten Wirtschafts- und Finanzexperten und Währungsfachleute in der Eurozone und empfehlen allen diesen Ländern: Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not und versuchen, mit ihren lächerlichen Hausfrauenrezepten durch eine Multinationalwährung ruinierte Wirtschaften durch Massenentlassungen, Haushaltssanierungen und ähnliche Schwachsinnsmaßnahmen nochmal ans Laufen zu kriegen. Das ist natürlich genau die falsche Medizin und wird alles noch verschlimmern. Die Eurozone insgesamt einschliesslich der verlogenen Bundesrepublik wird gemeinsam scheitern. Das Scheitern ist sogar so gross, dass sie die Weltwirtschaft mit hinein in die Krise zieht. Die nächste Weltwirtschaftskrise wird von den Koryphäen der Eurozone ausgelöst, weil die soviel von dem Kram verstehen. So, jetzt können Sie wieder canceln, gelle ?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Staat & Soziales
RSS
alles zum Thema Schuldenkrise in Italien
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 7 Kommentare
  • Zur Startseite

Fläche: 301.336 km²

Bevölkerung: 59,571 Mio.

Hauptstadt: Rom

Staatsoberhaupt:
Giorgio Napolitano

Regierungschef: Matteo Renzi

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon | Italien-Reiseseite