Schutz des Peso IWF gewährt Argentinien Kredit über 50 Milliarden Dollar

Die Nachwehen der schweren Wirtschaftskrise Anfang der Nullerjahre machen Argentinien noch immer zu schaffen. Erst langsam beginnen die Maßnahmen zu greifen - jetzt hilft der IWF mit einem Kredit über 50 Milliarden Dollar.

Peso hat gegenüber dem Dollar deutlich an wert verloren
DPA

Peso hat gegenüber dem Dollar deutlich an wert verloren


Der Internationale Währungsfonds hilft Argentinien mit bis zu 50 Milliarden Dollar. Die Kreditvereinbarung laufe über drei Jahre und müsse noch vom IWF-Aufsichtsgremium gebilligt werden, teilten die Regierung und der Fonds am Donnerstag in Buenos Aires mit. Die Regierung von Präsident Mauricio Macri verpflichte sich, sich verstärkt um die Verringerung des Haushaltsdefizits zu bemühen und bis 2020 das Gleichgewicht zu erreichen, erklärte Finanzminister Nicolás Dujovne am Donnerstagabend in Buenos Aires.

Argentinien hatte am 8. Mai Hilfen des IWF beantragt. Hintergrund ist ein Verfall der Landeswährung, weil viele Investoren ihr Geld aus Schwellenländern abziehen. Der frei schwebende Peso verlor deshalb allein im Mai um rund 25 Prozent an Wert. Bei dem Versuch, die Abwertung zu bremsen, verlor die argentinische Zentralbank rund 10 Milliarden Dollar der Devisenreserven.

Das Primärdefizit Argentiniens betrug 3,9 Prozent des Staatsetats in 2017. Die für 2018 geplante Senkung auf 3,2 Prozent wurde nach dem Abkommen mit dem IWF auf 2,7 Prozent beschleunigt.

Die jetzige Vereinbarung mit dem Fonds ist ein Wendepunkt für das südamerikanische Land, das 2001 und 2002 eine schwere Wirtschaftskrise durchlebte. Viele Bürger machten dafür die vom IWF verordneten Sparmaßnahmen verantwortlich. Die Regierung argumentiert, die jetzt vereinbarten Hilfen seien ein Sicherheitsnetz. Damit würden Krisen wie in der Vergangenheit verhindert.

mik/Reuters



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