Kriseninsel IWF überweist rund 85 Millionen Euro an Zypern

Zypern bekommt frisches Geld. Der Internationale Währungsfonds hat weitere Hilfsgelder freigegeben. Allerdings warnte IWF-Chefin Lagarde: "Die Risiken bleiben erheblich."

IWF-Chefin Lagarde (Archiv): Keinerlei Raum, bei der Umsetzung zu schludern
AP/dpa

IWF-Chefin Lagarde (Archiv): Keinerlei Raum, bei der Umsetzung zu schludern


Washington/Nikosia - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat 84,7 Millionen Euro für Zypern freigegeben. Eine Überprüfung der gegenwärtigen Entwicklung des Landes im Lichte des Anpassungsprogramms, zu dem sich Zypern verpflichtet hatte, wurde mit einem positiven Urteil abgeschlossen, teilte der Fonds am Montagabend mit. Die Euro-Gruppe hatte bereits am vergangenen Freitag die Auszahlung der nächsten Kreditrate von 1,5 Milliarden Euro signalisiert.

Die zugesagte IWF-Kredithilfe von insgesamt 1 Milliarde Euro ist Teil eines Rettungsprogramms internationaler Geldgeber im Umfang von 10 Milliarden Euro. Das Programm war Mitte Mai von EU und IWF beschlossen worden und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Die ausgezahlten Hilfen des Fonds belaufen sich mit der Freigabe der aktuellen Tranche auf 169,4 Millionen Euro.

Im Zuge der Freigabe merkte IWF-Chefin Christine Lagarde allerdings an: "Die Risiken für das Programm bleiben erheblich." Es gebe keinerlei Raum, bei der Umsetzung der zugesagten Reformen zu schludern. Die Politik müsse konsequent den Sanierungskurs fortsetzen.

Zypern war vor allem wegen Schwächen seines Bankenbereichs unter Druck geraten. An der Bankensanierung waren unter anderen auch Investoren mit großen Einlagen beteiligt worden.

yes/Reuters



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Bernhard65 17.09.2013
1. Zypern auf niedrigstem Niveau verbessert
In der Tat hat sich Zyperns Kreditwürdigkeit auf niedrigstem Niveau leich verbessert >> http://www.rating-index.com/Rating_Staaten
anglerfisch 17.09.2013
2. 1 Mio Leute
Man muss das klar sagen: Etwa eine Million Leute auf Zypern bekommen über 10 Milliarden Euro. Währenddessen frisst die Inflation (einige Lebensmittel 4%) unser Erspartes und unsere Einkommen auf.
peterkamm-mueller 17.09.2013
3. Dr.No
....und dies wird nicht die letzte Zahlung bleiben. Es geht weiter, bis ans Ende aller Tage. Und der Deutsche? Der Buckelt und buckelt und buckelt und zahlt und zahlt und zahlt...
hannesR 17.09.2013
4. Wieviel Provision bekommen die großzügigen Geldspender
der EU und des IWF. Cypern produziert garnichts und ist wohl offensichtlich eine Geldwaschmaschine. Wie sollen denn die jemals Ihre Schulden begleichen können? Gleiches gilt bereits für Griechenland. Spanien, Portugal und Italien werden sich dem anschließen müssen. Damit ist die EU gestorben. Nur mit Betrug gegenüber den Nordstaaten der EU kann keines dieser Länder überleben. Was können denn diese Länder in Zukunft Positives leisten? Die produzierende Industrie wird kaputt gemacht, Arbeitsplätze vernichtet und nur noch über die unrecht gestärkten (von der EU) Banken weiter spekuliert und betrogen. Hier wird doch auch für Wirtschaftslaien deutlich warum eine AfD kommen muß. Da politiker in D noch nie zugeben konnten, dass sie etwas falsch gemacht haben, wird jetzt krampfhaft und gegen jedes bessere Wissen an einer sterbenden EU festgehalten. Um jeden Preis!!
na,na,na 17.09.2013
5. Es wird endlich Zeit,
dem Verschenken unserer Steuergelder einen Riegel vorzuschieben. Es ist nicht einzusehen, dass wir mit unserem Bruttoinlandsprodukt andere Länder unterstüzten und unser Schuldenpegel auf 2 Billionen Euro 2.000.000.000.000,-- steigt also die Pro-Kopf-Verschuldung, das heißt für jeden Bundesbürger auf 25.000 € steigt, das bedeutet das gesamte Volkseinkommen bezogen auf 2012 müsste für die Schuldentilgung herhalten, da dürfte kein Bundesbürger auch nur einen Cent für sich verbrauchen, sondern nur Schulden tilgen. Ich möchte das nicht und Millionen gleichgesinnte Bürger auch nicht also Schluß damit, ich werde die AfD wählen um dem "Alternativlos" von Merkel einen Gegenpart zur Seite zu stellen. Bundesrepublik
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