Wirtschaft


Euro-Zone: IWF rechnet mit Rezession bis Anfang 2014

Trübe Aussichten für die Euro-Zone: Der Internationale Währungsfonds hat seinen Konjunkturausblick für das laufende Jahr korrigiert. Er rechnet nicht länger mit leichtem Wachstum - sondern mit einem weiteren Jahr der Rezession.

Deutscher Stahlarbeiter: Kaum Belebung für die Wirtschaft der Euro-ZoneZur Großansicht
REUTERS

Deutscher Stahlarbeiter: Kaum Belebung für die Wirtschaft der Euro-Zone

Washington/Berlin - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen nach unten korrigiert. Die Euro-Zone verharrt demnach auch 2013 in der Rezession. Die Wirtschaftsleistung werde 2013 um 0,2 Prozent schrumpfen, heißt es in dem am Mittwoch in Washington vorgelegten Weltwirtschaftsausblick der Organisation. Bisher hatte sie ein minimales Wachstum von 0,2 vorausgesagt.

Bereits im Vorjahr war die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone nach IWF-Berechnungen um 0,4 Prozent geschrumpft. Erst für 2014 erwartet der Fonds wieder Wachstum.

Auch für Deutschland reduzierte der IWF seine Voraussage für dieses Jahr von 0,9 auf 0,6 Prozent. Im kommenden Jahr rechnet der Fonds mit einem Plus von 1,4 Prozent.

Die globale Wirtschaft wird laut IWF im laufenden Jahr um 3,5 Prozent zulegen, im kommenden Jahr gar um 4,1 Prozent. Eine entsprechende Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters fällt etwas weniger gut aus. Demnach rechnen 600 Ökonomen mit einem weltweiten Wachstum von 3,3 Prozent im laufenden Jahr.

Konzernchefs verlieren Optimismus

Die Wachstumserwartungen der weltweiten Management-Elite sind ebenfalls getrübt. Nur knapp jeder fünfte Vorstandschef rechnet für das laufende Jahr mit einem globalen Aufschwung, 28 Prozent fürchten eine Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage. Das geht aus einer Umfrage der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers hervor, die am Dienstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt wurde.

Auf Sicht der kommenden drei Jahre erwarten 46 Prozent der Manager weltweit ein Umsatzwachstum. Die Einschätzungen der CEOs aus den Schwellenländern sind deutlich positiver als die der Manager aus den Industriestaaten. So sehen zum Beispiel 85 Prozent der Befragten aus Indien und 62 Prozent der Befragten aus Afrika ihr Unternehmen langfristig klar auf Wachstumskurs - gegenüber 51 Prozent der nordamerikanischen CEOs, 52 Prozent der CEOs in Asien-Pazifik und 34 Prozent der westeuropäischen Vorstandschefs.

Portugal leiht sich für fünf Jahre selbständig Geld

Ein kleiner Hoffnungsschimmer kommt aus dem Krisenland Portugal: Knapp zwei Jahre, nachdem das Land unter den Euro-Rettungsschirm flüchtete, hat es laut einem Zeitungsbericht die Rückkehr an den Kapitalmarkt geschafft - wenn auch zunächst nur auf Umwegen.

Am Mittwoch konnte über Banken eine fünfjährige Anleihe bei Anlegern platziert werden, berichtet die Tageszeitung "Publico". Insgesamt habe die Auktion etwa zwei Milliarden Euro in die Staatskasse gespült. Die Nachfrage habe ausgereicht, um das Fünffache der Papiere zu verkaufen. Die Rendite solle bei etwa fünf Prozent gelegen haben.

Seit Portugal im Frühjahr 2011 unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft ist, hat es keine längerfristigen Kredite mehr von privaten Investoren erhalten. Lediglich Anleihen über wenige Wochen - sogenannte Geldmarktpapiere - waren noch möglich.

Allerdings setzen Anleger schon seit längerem wieder stärker auf portugiesische Staatstitel. Am Sekundärmarkt, wo bereits ausgegebene Schuldverschreibungen gehandelt werden, sind die Risikoaufschläge zuletzt deutlich gesunken. Am Montag war die Rendite für Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit erstmals seit Ende 2010 wieder unter die Marke von 6,0 Prozent gefallen. Zuletzt wurde sie bei 5,65 Prozent notiert.

Die neue portugiesische Anleihe wurde nicht im Rahmen einer herkömmlichen Versteigerung platziert, sondern syndiziert begeben. Bei diesem Verfahren werden die Schuldtitel zunächst von einer Gruppe von Konsortialbanken übernommen, die sie dann interessierten Investoren anbieten. Diesen Weg hatten jüngst auch Irland und Spanien gewählt, um wieder langlaufende Anleihen am Markt unterzubringen.

ssu/dapd/dpa/Reuters

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Rezession ist die Umschreibung für Deflation von der keiner was wissen will. da erzählt man immer was von Wachstum um die 2% die im laufe des Jahres auf 0,4% dahinschmelzen und suggeriert was von Inflation.
Rezession ist die Umschreibung für Deflation von der keiner was wissen will. da erzählt man immer was von Wachstum um die 2% die im laufe des Jahres auf 0,4% dahinschmelzen und suggeriert was von Inflation.
peregrino2007 23.01.2013
Rezession? Nö, kann nicht sein hat doch Schäuble und andere EU-Erleuchtete die Krisen für beendet erklärt. Gute Nacht EU. Spürt ihr nicht den Anfang vom EU-Ende?
Rezession? Nö, kann nicht sein hat doch Schäuble und andere EU-Erleuchtete die Krisen für beendet erklärt. Gute Nacht EU. Spürt ihr nicht den Anfang vom EU-Ende?
tromsø 23.01.2013
Wie hoch ist denn das erwartete Wachstum für die Nichteuroländer. Werden diese Daten eigentlich bewusst unterschlagen? Nehme mal an, diese Zahlen fallen wie immer besser aus. Aber bitte nicht weitersagen
Wie hoch ist denn das erwartete Wachstum für die Nichteuroländer. Werden diese Daten eigentlich bewusst unterschlagen? Nehme mal an, diese Zahlen fallen wie immer besser aus. Aber bitte nicht weitersagen
Pandora0611 23.01.2013
Der *TEURO *ist doch die "stabilste Währung der Welt" Das *ZK der EUdSSR *hat doch gerade erst festgestellt/gemeldet, das der ClubMed auf einem *"guten Weg" *sei! Auch die *Steueroase *Zypern wird gerettet [...]
Der *TEURO *ist doch die "stabilste Währung der Welt" Das *ZK der EUdSSR *hat doch gerade erst festgestellt/gemeldet, das der ClubMed auf einem *"guten Weg" *sei! Auch die *Steueroase *Zypern wird gerettet werden, Asmussen hat Zypern als "systemrelevant" erklärt. Wir dürfen es nicht zulassen, daß die russischen Oligarchen ihr Schwarzgeld verlieren. Sie sind doch unsere "Freunde". Und auch die giechischen Reeder zahlen jetzt Steuern (0,00€/a) Und es gibt dort auch keine Abgeordnete, die ihr Geld in die Schweiz tranferieren; auch nicht die Mutter von Papandreou! ---Zitat--- Nun gerät Margaret Papandreou in den Strudel der Affäre um eine Liste mit mutmaßlichen Steuerhinterziehern: Sie soll hinter einem Schweizer Bankkonto stecken, das sich auf der sogenannten Lagarde-Liste findet. Das berichten mehrere griechische Zeitungen sowie die "Financial Times" ("FT") unter Berufung auf eine Untersuchung griechischer Finanzermittler. ---Zitatende--- Auch Italien, Frankreich und Spanien sind auf *"einem guten Weg". * Das beteuern jedenfalls Merkel/Schäuble. Und dann muß es ja stimmen! Das die USA ihre $16,4Billionen (US-Trillionen) Schuldengrenze überschritten hat, spielt natürlich keine Rolle; *das ist normal!*
hansjot23 23.01.2013
Nachdem schon ein paar verdiente Wirtschaftswissenschaftler kommentiert haben, fühle ich mich zu einer Bemerkung ermutigt: Es geht das Gerücht, Curchill habe gesagt: »Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht [...]
Nachdem schon ein paar verdiente Wirtschaftswissenschaftler kommentiert haben, fühle ich mich zu einer Bemerkung ermutigt: Es geht das Gerücht, Curchill habe gesagt: »Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.« Bei der Umfrage von Price http://www.pwc.de/de/ceosurvey/index.jhtml sind es wohl noch nicht einmal 50 deutsche Unternehmer gewesen, die beigetragen haben. Dann 31% von ihnen zu zitieren heisst für mich gar nichts. Da sind doch Absichten dahinter, so unkonkret zu "informieren".
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  • Mittwoch, 23.01.2013 – 17:04 Uhr
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