Tokio - Schwerer Schlag für Japan: Die US-Rating-Agentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit des Landes um eine Note gesenkt. Die Bewertung werde von bisher "AA-" auf "A+" reduziert, teilte Fitch am Dienstag mit. Damit wird die Geldbeschaffung für die Regierung teurer. Zugleich bewerteten die Fachleute den Ausblick als negativ und signalisierten damit, dass eine weitere Herabstufung droht. Fitch ist die kleinste der drei den Markt beherrschenden Rating-Agenturen.
Anders als Europa und die USA nimmt die japanische Regierung massiv Kredite auf, um das Wachstum im Land anzukurbeln. Dabei ist schon jetzt die Staatsverschuldung Japans doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt - höher als in jeder anderen Industrienation, wenngleich der Staat vor allem bei seinen eigenen Bürgern verschuldet ist.
Dank der hohen Investitionen des Staates konnte sich die japanische Wirtschaft jedoch schneller als erwartet von den Folgen des verheerenden Tsunamis vor gut einem Jahr erholen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal des laufenden Kalenderjahres überraschend deutlich um eine hochgerechnete Jahresrate von real 4,1 Prozent, wie die Regierung kürzlich auf vorläufiger Basis bekanntgegeben hatte. Damit übertrifft die drittgrößte Wirtschaftsnation die Wachstumsraten anderer großer Industriestaaten wie den USA, deren BIP im ersten Quartal schrumpfte.
yes/dpa-AFX
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