Kreditwürdigkeit Rating-Agentur Fitch stuft Japan herab

Der hohe Schuldenberg in Japan fordert seinen Tribut: Die Rating-Agentur Fitch senkte die Kreditwürdigkeit des Landes um eine Note auf "A+". Es droht eine weitere Herabstufung.

Einkaufszentrum in Tokio: Staatsverschuldung doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt
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Einkaufszentrum in Tokio: Staatsverschuldung doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt


Tokio - Schwerer Schlag für Japan: Die US-Rating-Agentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit des Landes um eine Note gesenkt. Die Bewertung werde von bisher "AA-" auf "A+" reduziert, teilte Fitch am Dienstag mit. Damit wird die Geldbeschaffung für die Regierung teurer. Zugleich bewerteten die Fachleute den Ausblick als negativ und signalisierten damit, dass eine weitere Herabstufung droht. Fitch ist die kleinste der drei den Markt beherrschenden Rating-Agenturen.

Anders als Europa und die USA nimmt die japanische Regierung massiv Kredite auf, um das Wachstum im Land anzukurbeln. Dabei ist schon jetzt die Staatsverschuldung Japans doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt - höher als in jeder anderen Industrienation, wenngleich der Staat vor allem bei seinen eigenen Bürgern verschuldet ist.

Dank der hohen Investitionen des Staates konnte sich die japanische Wirtschaft jedoch schneller als erwartet von den Folgen des verheerenden Tsunamis vor gut einem Jahr erholen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal des laufenden Kalenderjahres überraschend deutlich um eine hochgerechnete Jahresrate von real 4,1 Prozent, wie die Regierung kürzlich auf vorläufiger Basis bekanntgegeben hatte. Damit übertrifft die drittgrößte Wirtschaftsnation die Wachstumsraten anderer großer Industriestaaten wie den USA, deren BIP im ersten Quartal schrumpfte.

yes/dpa-AFX



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insgesamt 5 Beiträge
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friedrichii 22.05.2012
1.
Da Japan bei den eigenen Buergern verschuldet ist, macht das dem Staat wenig aus. Wenn der Yen abwertet, foerdert das den Export, waehrend die Netto-Verschuldung durch entstehende Inflation sinkt.
gewgaw 22.05.2012
2.
Zitat von friedrichiiDa Japan bei den eigenen Buergern verschuldet ist, macht das dem Staat wenig aus. Wenn der Yen abwertet, foerdert das den Export, waehrend die Netto-Verschuldung durch entstehende Inflation sinkt.
Da die Bevölkerung rapide altert und schrumpft wird die hohe Verschuldung zwangsläufig ein Problem werden; nicht heute oder morgen, aber wenn wie bei uns die Babyboomer in Rente gehen, also plusminus fünf Jahre.
mandy1949 22.05.2012
3. Und wann sind wir dran?
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDer hohe Schuldenberg in Japan fordert seinen Tribut: Die Rating-Agentur Fitch senkte die Kreditwürdigkeit des Landes um eine Note auf "A+". Es droht eine weitere Herabstufung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,834455,00.html
Manche erwarten dieses schon im nächsten Jahr. Schwere Rezession möglich: OECD warnt vor Teufelskreis in der Eurozone - Wirtschaft - FAZ (http://www.faz.net/-gqe-701t8)
waldemar.l. 22.05.2012
4. Da diese...
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDer hohe Schuldenberg in Japan fordert seinen Tribut: Die Rating-Agentur Fitch senkte die Kreditwürdigkeit des Landes um eine Note auf "A+". Es droht eine weitere Herabstufung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,834455,00.html
...Rating-Agenturen jetzt so ziemlich alles heruntergestuft haben, werden die dann demnächst anfangen sich gegenseitig herunter zu stufen.
n+1 23.05.2012
5. Richtig
Zitat von friedrichiiDa Japan bei den eigenen Buergern verschuldet ist, macht das dem Staat wenig aus. Wenn der Yen abwertet, foerdert das den Export, waehrend die Netto-Verschuldung durch entstehende Inflation sinkt.
und zu über 90%. Vielleicht kommen ja die Japaner auf die Idee, endlich Hydrierwerke zu bauen. Das Benzin daraus ist auf jeden Fall billiger als das auch Erdöl und bleibt es auch. Und wenn Japan viel weniger Ölimport hat, dann man es auch Yen drucken und verkaufen.
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