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Minus 0,1 Prozent: Japans Zentralbank führt Negativzins ein

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Japanische Währung: Strafzins für Geschäftsbanken

Künftig müssen Geldhäuser in Japan eine Gebühr bezahlen, wenn sie ihr Geld bei der Zentralbank parken, statt es weiter zu verleihen. Das soll die Konjunktur ankurbeln.

Japans Zentralbank führt zur Ankurbelung der Preise und des Wirtschaftswachstums Negativzinsen ein. Wie die Bank von Japan (BoJ) nach Abschluss zweitägiger Beratungen bekanntgab, wird künftig ein Negativzins von 0,1 Prozent erhoben. "Die BoJ wird die Zinssätze im negativen Bereich weiter senken, wenn sich dies als notwendig herausstellen sollte", heißt es in einer Erklärung.

Bei einem negativen Einlagezins müssen Banken eine Gebühr bezahlen, wenn sie ihr Geld bei der Zentralbank parken, statt es weiter zu verleihen. Um der Konjunktur auf die Sprünge zu helfen, hat bereits eine Reihe von Zentralbanken Strafzinsen eingeführt, darunter die EZB.

Die BoJ-Entscheidung führte an den Finanzmärkten vorübergehend zu einem deutlichen Anstieg des Nikkei-Aktienindexes. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen sank zugleich auf das Rekordtief von 0,185 Prozent.

Nach fast zwei Jahrzehnten der Deflation mit stetig fallenden Preisen kämpfen die japanischen Notenbanker darum, ein Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. Doch das gestaltet sich nicht zuletzt wegen des Ölpreisverfalls schwierig. Nun verschob die BoJ das Ziel erneut und peilt dies jetzt für die erste Hälfte des Fiskaljahres 2017/2018 an, das am 1. April beginnt.

aar/dpa/Reuters

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