Steuerhinterziehung TV-Koch Johann Lafer gesteht Fehler

Der Fernsehkoch Johann Lafer gibt zu, Steuern hinterzogen zu haben. Nun weitet die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aus. Der Koch macht sich Sorgen um seinen Ruf.

TV-Koch Johann Lafer (Archiv): "Ja, ich habe einen Fehler begangen."
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TV-Koch Johann Lafer (Archiv): "Ja, ich habe einen Fehler begangen."


Koblenz - Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat die Ermittlungen gegen den Fernsehkoch Johann Lafer ausgeweitet. Er soll bei der Beschäftigung einer Hausangestellten Steuern hinterzogen und Sozialabgaben verkürzt haben. Im "Stern" bestätigt er: "Ja, ich habe einen Fehler begangen."

Er habe seine private Haushälterin über seine Firmen beschäftigt und das Arbeitsverhältnis falsch deklariert, gibt der Spitzenkoch im "Stern"-Gespräch zu. "Es war nur ein Fehler und kein System - ich bin kein Steuerhinterzieher", betont er. Nun wird gegen neun weitere Personen ermittelt, darunter Arbeitnehmer von Lafer, teilte Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner mit. Es gehe teilweise um Beihilfe, die Ermittlungen seien "sehr umfangreich". Lafer bestreitet jedoch, dass weitere Arbeitnehmer illegal beschäftigt worden seien.

Die Ermittlungen gegen den Österreicher laufen seit September vergangenen Jahres. Damals hatten rund 45 Beamte Lafers Restaurant in Stromberg und seine Kochschule bei Bad Kreuznach durchsucht. Der Österreicher fürchtet nun, dass die Affäre seinen geschäftlichen Beziehungen schaden könnte: "Wenn mich die Staatsanwaltschaft anklagt, dann bin ich kaputt."

kry/dpa



insgesamt 46 Beiträge
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goethestrasse 04.02.2015
1. Einen Steuerberater..
..hatte er wohl nicht.
e.pudles 04.02.2015
2. Und der Nächste ?
Wen wundert's. Der Nationalsport der gut verdienenden Deutschen, oder zumindest in Deutschland lebenden ist "bescheissen". Früher legten sich die reichen Männer eine Mätresse zu, heute hintergehen sie das Steueramt. Das gehörte damals wie heute anscheinend zum "guten" Ruf der Reichen. Und wie der Lafer, wenn man keine Gelegenheit auslässt sein Grinsen in jede möglichen, unmöglichen, passenden, oder unpassende Sendung zu zeigen hat man halt keine Zeit mehr sich um die dabei heraus schauenden Finanzen zu kümmern. Zum letzten Satz:"Wenn mich die Staatsanwaltschaft anklagt bis ich kaputt", da hält sich mein Mitleid in ganz ganz engen Grenzen.
Yogya 04.02.2015
3. Fernsehen
Dann sollte Lafer aber auch bis zur Klärung der Vorwürfe nicht mehr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auftreten. Ohne Wenn und Aber.
drhek 04.02.2015
4. !
Mein Gott ... solch triviale "Vergehen" beschäftigen hierzulande die Staatsanwaltschaft. Um wieviel geht es? 2-3 Tausen Euro vielleicht? Als ob Lafer für so einen Betrag seine Karriere aus Spiel gesetzt hätte ....
Kritisch-und-kritisch 04.02.2015
5. Ja so was von traurig
stimmt mich das. Leute wie er sollten sich einen Steuerberater zulegen, für solche Fragen sind die nämlich da. Ist letztendlich billiger als Imageverlust ...
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