Kraftwerksbau im Nahen Osten: Jordanien entdeckt die Atomkraft

Von Claudia Mende

2019 soll Jordaniens erster Atommeiler in Betrieb gehen. Das Land will damit seinen steigenden Strombedarf sichern. Die politische Führung treibt die Pläne entschlossen voran - doch in der Öffentlichkeit regt sich ungewohnter Protest.

Atomkraftgegner in Amman (Juni 2011): "Erbarmen mit uns" Zur Großansicht
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Atomkraftgegner in Amman (Juni 2011): "Erbarmen mit uns"

Die Proteste begannen an einem zentralen Verkehrskreisel mitten in der Innenstadt von Amman. Im morgendlichen Stau bot sich Autofahrern ein ungewohnter Anblick. Einen ganzen Tag lang mahnte ein zwei Meter hohes Transparent der Umweltorganisation Greenpeace: "Unsere Gesundheit kommt zuerst. Nein zur Atomenergie." Die meisten Autofahrer fuhren achtlos an dem Banner vorbei. Aber einige interessierte Passanten trugen sich am Informationsstand der neu gegründeten jordanischen Greenpeace-Gruppe als Freiwillige ein.

Seit dem vergangenen Sommer machen Greenpeace und Irhamouna (wörtlich "Erbarmen mit uns"), ein lokales Bündnis aus Umweltaktivisten und Hilfsorganisationen, mit zahlreichen Aktionen auf ihr Anliegen aufmerksam. Wiederholt haben sie vor dem Energieministerium in Amman demonstriert und große gelbe Fässer aufgestellt, um auf die ungelöste Frage der radioaktiven Abfälle aufmerksam zu machen. Umweltschützer legten sich in weißen Schutzanzügen reglos auf den Boden, umringt von Demonstranten mit Spruchbändern. Für die jordanische Gesellschaft sind solche Formen des Protests weitgehend neu.

Die Atompläne der Regierung haben die Öffentlichkeit aufgeschreckt. 2019 soll Jordaniens erster Atommeiler nahe der Stadt Mafraq rund 40 Kilometer nördlich von Amman in Betrieb gehen. Dies hat nicht nur die Umweltschützer auf den Plan gerufen, es hat auch eine ungewöhnlich lebhafte und kritische Debatte in den Medien des Landes ausgelöst.

Energie-Einfuhren verschlingen rund 20 Prozent des Staatsbudgets

Den Einstieg in die Nukleartechnologie hatte König Abdullah II. im Jahr 2007 verkündet. Bis zum Jahr 2030 soll die Kernenergie 30 Prozent des Strombedarfs abdecken; neben dem Meiler bei Mafraq sind drei weitere Reaktoren geplant. Den Zuschlag für Bau und Betrieb des ersten Reaktors will die Jordanische Atomenergiekommission (JAEC) in diesen Wochen vergeben. Geplant ist ein 1000-Megawatt-Leichtwasserreaktor der dritten Generation. Drei Anbieter stehen in der engeren Wahl. Neben dem kanadischen Unternehmen Atomic Energy of Canada bewerben sich Atomstroyexport aus Russland und ein japanisch-französisches Konsortium aus Areva und Mitsubishi Heavy Industries um den milliardenschweren Auftrag.

Jordanien teilt mit seinen Nachbarn die Wasserarmut, aber im Gegensatz zu den umliegenden arabischen Erdölförderländern hat es praktisch keine eigenen Ölquellen. Lediglich Vorkommen von Ölschiefer sind in den vergangenen Jahren entdeckt, aber bisher nicht gefördert worden. Wassermangel und Energiearmut zusammen stellen das Land vor enorme, miteinander verwobene Probleme. So soll der Atomstrom auch dem Betrieb von Anlagen zur Meerwasserentsalzung dienen, die große Mengen an Energie verschlingen. Umgekehrt werden zum Betrieb eines Atomreaktors auch große Mengen Wasser benötigt; dies soll eine Anlage zur Abwasseraufbereitung in Khirbet al-Samra bereitstellen.

Derzeit ist das Königreich fast völlig von Energieimporten abhängig: Erdöl aus Saudi-Arabien und dem Irak sowie ägyptisches Erdgas decken den Energiebedarf zu mehr als 90 Prozent. Die Einfuhren verschlingen rund 20 Prozent des Budgets des hoch verschuldeten Landes und machen es auch politisch verletzlich. Die Atomkommission begründet die Notwendigkeit eines eigenen Atomprogramms dementsprechend mit dem wachsenden Energiebedarf, sowie steigenden Öl- und Gaspreisen - und mit Uranfunden im Land, die für die Eigenversorgung ausreichen dürften. "Wir haben nur begrenzte Optionen", sagt JAEC-Vizechef Kamal Araj.

Bis zum Jahr 2030 dürfte sich der Strombedarf pro Kopf verdoppeln

Die jordanische Bevölkerung wächst jedes Jahr um rund 2,5 Prozent, und das Energieministerium rechnet bis zum Jahr 2030 zusätzlich mit einer Verdoppelung des Strombedarfs pro Kopf auf 4000 Kilowattstunden im Jahr. Gleichzeitig explodieren die Kosten für die Energieeinfuhr. Gab Jordanien 2001 dafür noch 1,1 Milliarden Dollar aus, so lag diese Summe 2008 mit 3,9 Milliarden bereits mehr als dreimal so hoch. 2011 dürfte die Vier-Milliarden-Grenze überschritten worden sein. Hinzu kommt die unsichere politische Lage. Seit dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak im Februar 2011 gab es mehrere Anschläge auf die Gaspipeline aus dem Nachbarland, durch die jeweils die Erdgas-Zufuhr unterbrochen wurde.

Zunächst war für das erste Atomkraftwerk ein Standort in der Nähe der Hafenstadt Aqaba angedacht. Die JAEC beauftragte dazu die internationale Consulting-Firma Tractebel mit der Prüfung eines Standorts am Roten Meer. Die Untersuchungen ergaben jedoch, dass der Standort zu teuer wäre, weil das Gebiet stark erdbebengefährdet ist, was erhöhte Sicherheitsstandards erfordert hätte. Zudem hätte der Standort nahe Aqaba ungünstig für die Einspeisung ins nationale Stromnetz gelegen.

Daraufhin entschied sich die JAEC für die Alternative Majdal bei Mafraq unweit der dicht besiedelten Hauptstadtregion. Energieminister Khaled Toukan, den viele für die treibende Kraft hinter den Atomplänen halten, legte sich auf 2019 als Termin für die Inbetriebnahme fest - ein Zeitplan, den die Internationale Atomenergiebehörde IAEA für zu ehrgeizig hält. Toukan will mit dem Atomstrom von Mafraq auch ein weiteres Großprojekt voranbringen, das gleichermaßen die Kritiker auf den Plan ruft: einen Kanal vom Roten Meer ins Jordantal, der den Wassermangel im langsam austrocknenden Toten Meer beheben soll.

Die Jordanier fordern mehr Mitsprache in wichtigen Zukunftsfragen

Wichtige Fragen des Atomprogramms bleiben allerdings völlig ungeklärt, weshalb auch in Zukunft mit Protesten zu rechnen ist: Alle Entscheidungen fielen ohne Beteiligung oder Mitsprache der Bevölkerung in den betroffenen Regionen. Was mit dem radioaktiven Müll geschehen soll, ist ungewiss. Aber auch über die endgültigen Kosten des gesamten Projekts herrscht Unklarheit. Vorgesehen ist eine Eigenbeteiligung von 30 Prozent bei 70 Prozent Kreditfinanzierung.

Unabhängige Beobachter werfen dem Energieminister angesichts all der offenen Fragen mangelnde Transparenz vor. Die Brookings Institution in New York bemängelte vergangenes Jahr in einem Bericht über die zivile Nutzung der Atomenergie im Nahen Osten, dass Informationen für die Öffentlichkeit völlig fehlten. Auch bezweifelt der Thinktank, dass das geplante Atomkraftwerk nennenswerte Arbeitsplätze schaffen kann, da es kaum einheimische Fachkräfte mit den erforderlichen Qualifikationen gibt.

Nicht zuletzt fordern nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima und den Umstürzen in Ägypten und Tunesien auch die Jordanier mehr Mitsprache in wichtigen Zukunftsfragen ihres Landes. Safaa al-Jayoussi hat die neue Greenpeace-Gruppe gegründet, abgesehen vom Libanon die erste in der arabischen Welt. "Wir waren nach Fukushima schockiert, dass bei uns ein Atomkraftwerk geplant ist," erzählt die 25-Jährige im schicken Jordan Wildlife Café in Amman. "Wir wollen die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass Solarenergie für Jordanien eine echte Alternative ist." Allerdings richte sich ihre Kritik nicht gegen den König, betont Jayoussi.

Die Führung hat sich der Nuklearoption verschrieben

Auch Munqeth Mehyar, der Jordanien-Chef der grenzüberschreitenden Umweltorganisation Friends of the Earth Middle East, wirft dem Regime vor, die Option erneuerbarer Energien nicht ernsthaft zu verfolgen. "Solarenergie ist die einzige Lösung für Jordanien", findet Mehyar. Noch hat er die Hoffnung nicht aufgegeben, die Entscheidung über den Bau des ersten Atomkraftwerks beeinflussen zu können. "Ich glaube nicht, dass dieser Meiler jemals ans Netz gehen wird." Doch jeder Kontakt mit dem Energieministerium ist bis jetzt gescheitert. Das Ministerium reagiere einfach nicht auf Protestbriefe, klagt Mehyar.

Auch nach dem bis 2020 geltenden Energie-Masterplan der Regierung sollen zwar erneuerbare Energien bis zum Ende dieses Jahrzehnts zehn Prozent des jordanischen Energiebedarfs decken. Doch die entsprechenden Projekte kommen nicht so recht voran. Eine Windkraftanlage in Kamsheh sollte schon vor Jahren in Betrieb gehen, wird aber laut einem Bericht der "Jordan Times" durch Streitigkeiten zwischen Ministerium und Betreiberfirma blockiert. Das Thema Energieeffizienz spielt bislang überhaupt keine Rolle, obwohl die arabische Welt neben dem sub-saharischen Afrika als die Region mit der geringsten Energieeffizienz weltweit gilt.

Klar ist nur: Die jordanische Führung hat sich der Nuklearoption verschrieben. Selbst abweichende Stimmen innerhalb der politischen Elite werden nicht ernst genommen: Prinz Hassan Ibn Talal, ein Onkel des jetzigen Monarchen, gilt zwar als einer der Väter der internationalen Wüstenstrom-Initiative Desertec, aber er gehört nicht zum engeren Kreis der Entscheider im Regime. Jordaniens Atomprogramm birgt noch eine Menge Sprengstoff für die kommenden Jahre.

Dieser Artikel stammt aus dem Wirtschaftsmagazin "zenith-BusinessReport".

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insgesamt 45 Beiträge
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1. Der nächste bitte...
rhodensteiner 09.04.2012
Zitat von sysopREUTERS2019 soll Jordaniens erster Atommeiler in Betrieb gehen. Das Land will damit seinen steigenden Strombedarf sichern. Die politische Führung treibt die Pläne entschlossen voran - doch in der Öffentlichkeit regt sich ungewohnter Protest. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,825578,00.html
Oje, wie werden wohl die Israelis darauf reagieren? Da steht ja schon wieder ein neuer Krieg an.
2. Wasser
laokon 09.04.2012
Zitat von sysopREUTERS2019 soll Jordaniens erster Atommeiler in Betrieb gehen. Das Land will damit seinen steigenden Strombedarf sichern. Die politische Führung treibt die Pläne entschlossen voran - doch in der Öffentlichkeit regt sich ungewohnter Protest. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,825578,00.html
Interessant an Ihrem Atrikel, dass niemand sich fragt, wo eigentlich das Kühlwasser für einen Reaktor herkommen soll. Wo doch kein Wasser im Land ist! Und Strom aus AKW für Meerwasserentsalzungsanlagen? Die 20 Km Küste, über die Jordanien verfügt, liegen in einem der engsten Meergebiete überhaupt, dem Golf von Aqaba. Und weiter südlich betreiben die Ägypter bereits massiv Raubbau am Meer mit Entsalzungsanlagen für die Millionen swimming pools in Sharm el Sheikh und ein paar Km weiter die Saudis. Es dauert Jahrzehnte, bis sich das Meerwasser in diesem Flaschenhals erneuert hat. In der Zwischenzeit leiten die Anrainer munter hochgradig versalzenes Wasser aus ihren Entsalzungsanlagen zurück in den Golf. Jeder schießt sich, so gut er kann, ins Knie.
3. Irgendwie laecherlich das Getue
blob123y 09.04.2012
Zitat von sysopREUTERS2019 soll Jordaniens erster Atommeiler in Betrieb gehen. Das Land will damit seinen steigenden Strombedarf sichern. Die politische Führung treibt die Pläne entschlossen voran - doch in der Öffentlichkeit regt sich ungewohnter Protest. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,825578,00.html
jeder weiss das in Japan eine Tsunami / Erdbebenkombination das Disaster verursacht hat, in dieser Region in Jordanien gibt es weder das eine noch das Andere.
4. Vorsicht!
keppler 09.04.2012
Zitat von sysopREUTERS2019 soll Jordaniens erster Atommeiler in Betrieb gehen. Das Land will damit seinen steigenden Strombedarf sichern. Die politische Führung treibt die Pläne entschlossen voran - doch in der Öffentlichkeit regt sich ungewohnter Protest. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,825578,00.html
Die wollen nur die A-Bombe!
5. Wieso?
derdave3000 09.04.2012
Zitat von rhodensteinerOje, wie werden wohl die Israelis darauf reagieren? Da steht ja schon wieder ein neuer Krieg an.
Solange Jordanien die Brennstoffe nicht selbst aufbereiten will gibts doch auch praktisch kein Risiko?!
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Fläche: 88.778 km²

Bevölkerung: 6,187 Mio.

Hauptstadt: Amman

Staatsoberhaupt:
König Abdullah II.

Regierungschef: Abdullah al-Nusur

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Fotostrecke
Atomkraft in Südasien: Hunger nach Energie
Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
DPA
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.