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Kampf gegen die Rezession EZB senkt Leitzins auf 1,0 Prozent

EZB-Chef Mario Draghi: Kampf gegen den AbschwungZur Großansicht
dapd

EZB-Chef Mario Draghi: Kampf gegen den Abschwung

Die Europäische Zentralbank setzt im Kampf gegen eine drohende Rezession in der Euro-Zone auf niedrige Zinsen. Die Währungshüter senken den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent. Damit ist Geld in Europa wieder so billig wie zum bisherigen Höhepunkt der Krise Anfang 2009.

Frankfurt am Main - Zum zweiten Mal in Folge hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins gesenkt. Statt bei zuvor 1,25 Prozent liegt er nun bei 1,0 Prozent.

Damit hat die Notenbank ihre beiden Zinserhöhungen in diesem Jahr wieder rückgängig gemacht und den Leitzins wieder auf ein Rekordtief gedrückt. Grund dafür ist die Schuldenkrise und die Sorge vor einer Rezession im Euro-Raum. Am Aktienmarkt sorgte die Meldung kaum für Bewegung. Die meisten Experten hatten den Schritt erwartet.

Der Leitzins legt den Zinssatz fest, zu dem sich Geschäftsbanken bei einer Zentralbank Geld beschaffen können. Je niedriger er ist, desto leichter können Kredite vergeben werden. Auf diese Weise sollen Unternehmen zu Investitionen angeregt und die Wirtschaft angekurbelt werden. Gleichzeitig befeuert ein niedriger Leitzins tendenziell die Inflation.

Zuletzt lag die Teuerungsrate in der Euro-Zone bei drei Prozent. Die EZB spricht bis zu einer Marke von zwei Prozent von stabilen Preisen. Bei der ersten Ratssitzung unter Leitung des neuen Chefs Mario Draghi hatte die EZB Anfang November den Leitzins erstmals seit fast zweieinhalb Jahren gesenkt.

Offen ist, ob die Notenbank ihr Programm zum Kauf von Anleihen kriselnder Euro-Staaten ausdehnt. Das fordern Ökonomen in aller Welt. Während Draghis Vorgänger Jean-Claude Trichet für diesen Tabubruch massiv kritisiert worden war, stellte der Italiener kürzlich vor dem Europaparlament ein stärkeres Engagement der Notenbank in Aussicht - wenn die Politik sich zuvor auf einen strikten Haushaltspakt einigt. Was er damit genau meint, ließ Draghi offen. Am Donnerstag und Freitag wollen die Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Gipfel in Brüssel unter anderem strengere Haushaltsregeln beschließen.

Gegen die Engpässe im Finanzsystem stellt die EZB den von der Schuldenkrise gebeutelten Geschäftsbanken weiter unbegrenzt billiges Geld zur Verfügung. Damit soll ein Austrocknen des Kreditmarkts verhindert werden. Bislang bietet die Notenbank Geschäfte mit der außergewöhnlich langen Laufzeit von bis zu einem Jahr an. Experten erwarten, dass die EZB künftig auch langfristige Kreditgeschäfte für die Banken der Euro-Zone mit Laufzeiten von zwei oder gar drei Jahren beschließen könnte.

mmq/stk/dpa

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Die ehemals so bewunderten Japaner haben schon seit über 20 Jahren starke wirtschaftliche Probleme, trotz Nullzinspolitik. Auch die japanische Arbeitsmoral hat nicht gelitten, es sterben immer noch viel zu viele am Arbeitsplatz. [...]
Die ehemals so bewunderten Japaner haben schon seit über 20 Jahren starke wirtschaftliche Probleme, trotz Nullzinspolitik. Auch die japanische Arbeitsmoral hat nicht gelitten, es sterben immer noch viel zu viele am Arbeitsplatz. Die Notenbanken haben ihr Pulver längst verschossen, was Zinssenkungen angeht, jetzt fehlt bei uns nur noch die Harakiri und Sepuko Mentalität der Japaner.
bollwerk_bernd 08.12.2011
Ich dachte immer die Aufgabe der Notenbank wäre die Geldwertstabilität zu wahren. Wieso werden Zinsen gesenkt obwohl die Inflationsrate über 3% ist? Was hat sich da geändert??
Zitat von sysopDie Europäische Zentralbank setzt im Kampf gegen eine drohende Rezession in der Euro-Zone auf niedrige Zinsen. Die Währungshüter senkten den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent. Damit ist Geld in Europa wieder so billig wie zum bisherigen Höhepunkt der Krise Anfang 2009. Kampf gegen die Rezession: EZB senkt Leitzins auf 1,0 Prozent - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,802493,00.html)
Ich dachte immer die Aufgabe der Notenbank wäre die Geldwertstabilität zu wahren. Wieso werden Zinsen gesenkt obwohl die Inflationsrate über 3% ist? Was hat sich da geändert??
Heinz-und-Kunz 08.12.2011
Von wegen, dass ist ein Kampf für Inflation, den die EZB führt: So werden die Verschwenderländer ihre Schulden los - und wir unsere Sparguthaben und Lebensversicherungen. Es ist höchste Zeit, dass jemand den Franzosen [...]
Zitat von sysopZuletzt lag die Teuerungsrate in der Euro-Zone bei drei Prozent. Die EZB spricht bis zu einer Marke von zwei Prozent von stabilen Preisen.
Von wegen, dass ist ein Kampf für Inflation, den die EZB führt: So werden die Verschwenderländer ihre Schulden los - und wir unsere Sparguthaben und Lebensversicherungen. Es ist höchste Zeit, dass jemand den Franzosen und Italienern sagt, dass Geldwertstabilität für Deutschland 'alternativlos' ist.
wkilikidoo 08.12.2011
...und wir vom Volk dürfen für 7-16% das Geld haben. Da machen die Banken ein Bombengeschäft. Danke EZB.
Zitat von sysopDie Europäische Zentralbank setzt im Kampf gegen eine drohende Rezession in der Euro-Zone auf niedrige Zinsen. Die Währungshüter senkten den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent. Damit ist Geld in Europa wieder so billig wie zum bisherigen Höhepunkt der Krise Anfang 2009. Kampf gegen die Rezession: EZB senkt Leitzins auf 1,0 Prozent - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,802493,00.html)
...und wir vom Volk dürfen für 7-16% das Geld haben. Da machen die Banken ein Bombengeschäft. Danke EZB.
LosDonOs 08.12.2011
Kann mir jemand plausibel erklären, warum sich Banken für 1%, Geld bei der EZB leihen können, worauf man lediglich 2% Eigenkapital hinterlegen muss, damit die Bundesregierung für höhere Zinsen, widerum Geld von den Banken leiht. [...]
Kann mir jemand plausibel erklären, warum sich Banken für 1%, Geld bei der EZB leihen können, worauf man lediglich 2% Eigenkapital hinterlegen muss, damit die Bundesregierung für höhere Zinsen, widerum Geld von den Banken leiht. Warum braucht man solche zwischen Hehler/ Dealer?
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Wie Notenbanken funktionieren
Für die Milliardensummen, die die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-amerikanische Federal Reserve Bank (Fed) im Verlauf der Finanzkrise den Banken zur Verfügung stellten, müssen die Notenbanken nicht die Notenpresse anwerfen und Geldscheine drucken. Die Beträge werden lediglich auf den Konten der Geschäftsbanken gutgeschrieben, die bei den Notenbanken geführt werden. Gegen Wertpapiere als Sicherheiten leiht die EZB oder Fed Geld aus. Nach einer bestimmten Frist zahlen die Banken die Summe inklusive Zins zurück.






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