Kapital-Beschaffung Marx-Geburtsstadt Trier verkauft "Null-Euro-Scheine"

Vor 200 Jahren wurde Karl Marx in Trier geboren. Ein prima Anlass, um daraus Kapital zu schlagen, findet die Stadt. Ob dem kommunistischen Vordenker das gefallen würde?

Marx-Gag der Stadt Trier
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Marx-Gag der Stadt Trier


Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier an der Mosel geboren - und legte mit seinen Schriften wie dem "Kapital" einen Grundstein für die Entwicklung des Kommunismus. Das Treiben im Vorfeld des Marx-Jubiläums zeigt allerdings auch: Das Gewinnstreben der Menschen ist auch 200 Jahre nach Geburt des linken Vordenkers nicht recht überwunden.

In Chemnitz - das zu DDR-Zeiten Karl-Marx-Stadt hieß - gibt es ein neues Bier namens "MarxStädter". In Trier gibt es einen roten Karl-Marx-Wein. Und wer Trinkgefäße will, kann Tassen mit dem Marx-Kopf, Zitaten, Sprüchen ("Kaffeetrinker aller Länder vereinigt euch") oder mit roten und grünen Marx-Ampelmännchen kaufen.

Als echter Renner hat sich vor allem der Null-Euro-Schein erweisen, den die Tourismus-GmbH der Stadt Trier jüngst auf den Markt gebracht hat. Die erste Auflage von 5000 Stück war ruckzuck ausverkauft, sagt Prokurist Hans-Albert Becker von der Tourist-Information Trier. "Er ging in die ganze Welt, bis Südamerika und Australien." Ende April gibt es 20.000 Exemplare Nachschub. Ein lukratives Geschäft: Der Null-Euro-Schein kostet drei Euro.

beb/dpa

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