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Preisabsprachen: Kartellamt plant Geldbußen für Matratzenhersteller 

Zwei Menschen im Bett: Matratzenhersteller sollen Kartell gebildet haben Zur Großansicht
Corbis

Zwei Menschen im Bett: Matratzenhersteller sollen Kartell gebildet haben

Ruhe sanft - und teuer: Mehrere Hersteller von Matratzen sollen Händler unter Druck gesetzt haben, ihre Produkte nicht unter bestimmten Mindestpreisen zu verkaufen. Das Kartellamt will laut einem Zeitungsbericht nun Bußgelder verhängen.

Bonn - Das Bundeskartellamt will einem Medienbericht zufolge spätestens Ende August gegen mehrere Matratzenhersteller Geldbußen wegen illegaler Preisabsprachen verhängen. Die bei den seit 2011 laufenden Ermittlungen an neun Standorten beschlagnahmten Akten und Unterlagen hätten ergeben, dass sich Hersteller und Händler bei den Preisen abgesprochen hätten, berichtete die "Bild am Sonntag" ohne Angaben von Quellen.

Bei Eröffnung der Ermittlungen im August 2011 äußerte das Kartellamt den Verdacht, dass die Hersteller Händler angehalten hätten, bestimmte Mindestpreise beim Weiterverkauf von Matratzen zu verlangen. Um ihre Gewinnmargen abzusichern, hätten einige Produzenten bei Verstößen gegen diese Vorgabe mit Lieferstopp gedroht.

Ein Kartellamtssprecher wurde von der "BamS" mit den Worten zitiert, "zu laufenden Verfahren" würden keine Auskünfte erteilt. Auch über die Höhe des Bußgelds und die Betroffenen schweige sich das Kartellamt noch aus, mit einigen Firmen des "Matratzen-Kartells" werde laut Branchenkennern noch verhandelt. 2011 bestätigten die Hersteller Malie, Tempur, Fey&Co und Schlaraffia die Durchsuchungen der Wettbewerbsbehörde.

Die Matratzenhersteller wären nicht die erste Branche, die die Wettbewerbshüter hart bestrafen: Wegen verbotener Preisabsprachen hatte das Kartellamt zuletzt schon Bußgelder von mehreren hundert Millionen , gegen Großbrauereien und weitere Branchen der Lebensmittelindustrie verhängt.

ade/AFP/dpa

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insgesamt 64 Beiträge
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1. Ich würde als Strafe...
zerozero123 15.07.2014
...die Mrd. schweren Subventionen streichen. Fleisch ist viel zu billig und die Herstellung verschlingt absurde Ressourcen. Ich esse gerne Fleisch, allerdings kaufe ich seit Jahren nicht mehr den Dreck aus Buden oder Discountern. Wer einmal nach langer Zeit wieder gutes Fleisch gegessen hat wird das Zeug aus dem Discounter nie wieder anpacken....wiederlich.
2.
DMenakker 15.07.2014
Natürlich sind Preisabsprachen per se zuerst mal eine Sauerei, aber dennoch, ein bisschen Nachdenken sollte auch angesagt sein: Was wollen wir denn? Noch mehr Billigfrass? Noch mehr und noch schneller hochgezüchtetes Schweinefleisch? Eigentlich sollte das, was uns heute mancherorts als Würstchen verkauft wird, konsequenterweise als Gefahrgut transportiert werden müssen. Auf der anderen Seite geht es natürlich überhaupt nicht, dass die Hersteller sich über Preisabsprachen eine goldene Nase verdienen. Was könnte also eine Lösung sein? Bestraft diejenigen, denen es nur um den Profit geht mit aller Härte. Sprich Einzug des Profites. Lassen wir aber diejenigen ( wenn es sie denn gibt ), die die höheren Erträge dazu benutzt haben, auch eine bessere Qualität zu erzeugen und nicht nur die letzten Fleischabfälle zu verwurtsten wesentlich glimpflicher davonkommen. Und das sollte dann auch bekannt gemacht werden.
3. Lutz Fleischwaren GmbH, Landsberg am Lech
cirkular 15.07.2014
gehört nicht mehr zu VION. Das Unternehmen wurde von Paragon übernommen, die auch an Weltbild knabbern.
4. Deutschland hat Fussballfieber
FKassekert 15.07.2014
daher geht das unter und es wird sogar noch das eine oder andere Wuerstchen mehr hinter geschlungen! Damit dann auch das Bierchen schoen schmeckt! Nur WARUM traut sich keiner an die Banken & Bankster ran, die doch bestimmt auch Absprachen haben, keine oder nur niedrigere Zinsen zu zahlen? Ist was anderes, ja sicher doch ...?
5. Ich verstehe die Art der Bestrafung nicht.
andere Hobbys 15.07.2014
Der Staat hatte durch das Kartell höhere Steuereinnahmen und genehmigt sich jetzt noch 1 Mrd. jährlich mehr. Der einzige der betroffen war und ist,ist der Verbraucher.Der bezahlte höhere Preise und damit auch höhere Steueranteile. Aber er bekommt nichts zurück.
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