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Katastrophe in Japan: Weltwirtschaft droht teure Energiewende

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Japan kämpft noch mit der Katastrophe - da richtet sich auf den Märkten der Blick schon nach vorne: An den Börsen finden milliardenschwere Umschichtungen statt. Die Nuklear-Havarie könnte die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflussen.

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DPA

Geschäftsmann in Tokio: "Wie schnell kann sich Japan erholen?"

Hamburg - Noch ist das Ausmaß der Zerstörung in Japan durch das Erdbeben und den Tsunami nicht abzusehen, ständig kommen neue Opferzahlen. Doch an den Märkten bleibt keine Zeit für Trauer, denn das Beben hat die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt getroffen. An den japanischen Börsen herrscht nun Panik: Der Nikkei-Index Chart zeigen verlor am Dienstag mehr als zehn Prozent. Es war der größte Absturz seit dem Höhepunkt der Finanzkrise. Dazu droht dem Land die radioaktive Verseuchung, mit Mundschutzmasken eilen Geschäftsleute in Tokio zur Arbeit. Japan bangt nicht nur um Tausende Menschenleben, das Land kämpft auch um seine wirtschaftliche Zukunft.

Investoren sondieren die Lage nüchtern: Wie schnell kann Japan sich von der Katastrophe erholen? Welche Regionen und Unternehmen hat es besonders schlimm getroffen? Und welche Branchen könnten - so zynisch es klingt - von dem Unglück profitieren?

Gerade erst hatte sich Japans Wirtschaft etwas berappelt - jetzt steht das Land durch die Katastrophe erneut vor unsicheren Zeiten. Bereits jetzt finanziert die japanische Regierung fast die Hälfte des Haushalts über Kredite. Angesichts der Schäden scheint eine höhere Staatsverschuldung unausweichlich. Aber wie viele Schulden kann Japan noch machen? Schon vor dem Beben brachte die hohe Verschuldung Japan in Bedrängnis, Ratingagenturen stuften die Kreditwürdigkeit des Landes herab, neue Kredite werden dadurch teurer.

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Japan: Vom Abstieg bedroht
Mit dem Erdbeben 1995 in Kobe musste Japan schon einmal ein verheerendes Unglück meistern. Doch die aktuelle Lage habe eine völlig neue Dimension, sagt der Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Thomas Straubhaar. Denn nun droht Japan auch ein nukleares Desaster. Die mittelfristigen Aussichten für das Land schätzt Straubhaar deshalb pessimistisch ein. Langfristig könnten die Ereignisse auch in der Weltwirtschaft tiefe Spuren hinterlassen.

Ein Überblick über Probleme und Chancen nach der Katastrophe:

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1. endlich
Gebetsmühle 15.03.2011
Zitat von sysopJapan kämpft noch*mit der Katastrophe - da richtet sich auf den Märkten*der Blick schon wieder nach vorne.*An den Börsen finden milliardenschwere*Umschichtungen statt.*Die Nuklear-Havarien könnten die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflussen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,750943,00.html
es wird zeit, dass geld umgeschichtet wird und wieder in die kreislauf der realwirtschaft kkommt, damit eine erneuerung stattfinden kann. das klingt sehr hoffnungsvoll, denn dieses geld wird ausgegeben und schafft damit werte und arbeit. daraus generiert der staat steuern und wohlstand. wenn dabei ein paar spekulanten ein bisserl verlieren, dann ist das nur ein angenehmer nebeneffekt.
2. Der Weltwartschaft droht Schlimmeres als eine Wende.
lalito 15.03.2011
Die Umschichtungen betreffen die Energieversorger nit der "Restrisikotechnik" und natürlich die Exporteure, die zukünftig aller Voraussicht nach Schwierigkeiten haben dürften verstrahltes Zeug überhaupt aus Japan heraus zu bekommen. Ist oft genug in den entsprechenden Strängen bei Spon so skizziert worden als denkbar und katastrophal für unsere Region. Außer Spott und Hohn kam nichts seitens der Befürworter. Schlimm, dass so viele dieser Bedenken gerade in Japan nun sukzessive zur traurigen Realität mutieren. In Gedanken bei den Menschen dort.
3. der Dumme
Andreas58 15.03.2011
ist in jedem Fall- ob mit oder ohne Energiewende -der Bürger! Gemolken von raffgierigen Energieunternehmen und vom Staat,
4. kosten?
jph_2 15.03.2011
Die kosten des einen sind die einnahmen des anderen.... Unsere wirtschaft basiert darauf das auf der einen seite massive kosten entstehen, di eauf der anderen seite massive einnahmen bedeuten. Bei entsthenden kosten, oder besser Investitionen, ist nur die investitionssicherheit wichtig. Die investiotion lohnt sich wenn der investor sicher sein kann das es isch rechnet. Der artikel sollte lieber heißen: Weltwirtschaft nimmt aufgrund hoher investitionen fahrt auf!
5. Gelesen?
Gani, 15.03.2011
Zitat von Gebetsmühlees wird zeit, dass geld umgeschichtet wird und wieder in die kreislauf der realwirtschaft kkommt, damit eine erneuerung stattfinden kann. das klingt sehr hoffnungsvoll, denn dieses geld wird ausgegeben und schafft damit werte und arbeit. daraus generiert der staat steuern und wohlstand. wenn dabei ein paar spekulanten ein bisserl verlieren, dann ist das nur ein angenehmer nebeneffekt.
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