Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Tarifverhandlungen für Erzieher gescheitert: Kitas droht unbefristeter Streik

Kinder mit Erzieherin (Archiv): Gewerkschaftsmitglieder stimmen über unbefristeten Streik ab Zur Großansicht
DPA

Kinder mit Erzieherin (Archiv): Gewerkschaftsmitglieder stimmen über unbefristeten Streik ab

Die Tarifverhandlungen über die Bezahlung von Kita-Erziehern sind gescheitert. Jetzt lässt die Gewerkschaft Ver.di ihre Mitglieder über einen Streik abstimmen - ab Ende nächster Woche könnten Kitas geschlossen bleiben.

Ab Ende nächster Woche droht in deutschen Kindertagesstätten ein unbefristeter Streik der Erzieher. Die Gewerkschaft Ver.di erklärte die Tarifverhandlungen für die bundesweit 240.000 Erzieher und Sozialarbeiter für gescheitert und lässt ihre Mitglieder über einen unbefristeten Streik abstimmen.

"Wenn mindestens drei Viertel der Mitglieder sich positiv zum Erzwingungsstreik äußern, müssen die Eltern ab Ende nächster Woche wieder mit geschlossenen Kitas rechnen", sagte der Fachbereichsleiter Volker Euskirchen.

Vorausgegangen waren fünf erfolglose Verhandlungsrunden. Da die Arbeitgeber sich nicht bewegt hätten, liege es nun an den Gewerkschaftsmitgliedern, sie wieder an den Verhandlungstisch zu zwingen, um ein vernünftiges Angebot zu bekommen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und auch Ver.di fordern für alle Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsdiensten eine Aufwertung der pädagogischen Berufe und eine höhere Eingruppierung in den Tarifverträgen. Die Gewerkschaften fordern somit für alle Beschäftigten etwa zehn Prozent mehr Gehalt. Nach Angaben der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände beläuft sich die Summe der Forderungen auf 1,2 Milliarden Euro.

Die Gewerkschaft begründet ihren Anspruch mit den gestiegenen Anforderungen: In Kitas etwa gehörten Sprachtests, frühkindliche Bildung oder Arbeit mit den Eltern zum Alltag.

brk/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 76 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Wurde auch Zeit !
"Armenhaus" 27.04.2015
Weiter so ..!!!
2. Es sind nicht nur die erzieher /innen!!!!
Taiga_Wutz 27.04.2015
Die Sozialarbeiter und -Pädagogen /-innen ebenfalls!
3.
anna_mustermann 27.04.2015
Ich verstehe, dass auch Erzieher mehr Geld möchten. Eine höhere Eingruppierung würde jedoch bedeuten, dass ein Erzieher, der zwei Jahre Ausbildung gemacht hat, einem studierten Pädagogen oder Kindertagespfleger mit dreijähriger Ausbildung angeglichen werden soll. Das wiederum ist in meinen Augen verkehrt, denn warum sollte sich dann noch jemand bereit erklären, sich ein Jahr länger ausbilden zu lassen, oder gar zu studieren, wenn jemand mit kürzerer Ausbildung annähernd ähnlich verdient? Das wäre das falsche Signal. Man verstehe mich bitte richtig, auch und gerade ErzieherInnen leisten wichtige Arbeit. Sie verdienen mehr Geld. Aber man kann sie nicht einfach mit jemandem gleichsetzen, der ein oder noch mehr Jahre länger in die Ausbildung investiert und so wertvolle Zeit für Arbeitsmarkt und Rente verliert. Wenn, dann einfach für alle im Erziehungswesen die Löhne anheben - so würde man allen gerecht werden.
4.
L!nk 27.04.2015
Hoffentlich sind genug Erzieher gewerkschaftlich organisiert. Hier wird der Kampf zur Pflicht !!!
5. Willkommen im Leben
AirStalz 27.04.2015
Arbeitsanforderungen ändern sich nun mal im Laufe der Zeit, und nun? Habe kein Verständnis dafür, dass Leute im öffentlichen Dienst streiken. Die wissen garnicht wie gut es Ihnen geht.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




SPIEGEL.TV
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: