Kampf für mehr Lohn Ver.di lockt mit Pause im Kita-Streik

Die Gewerkschaft Ver.di erhöht den Druck im Kita-Streik: Sie verspricht, die Ausstände innerhalb eines Tages zu beenden, wenn die Arbeitgeber ein für sie akzeptables Angebot vorlegen.

Demonstrationszug  in Kiel: Kampf um gesellschaftliche Aufwertung
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Demonstrationszug in Kiel: Kampf um gesellschaftliche Aufwertung


Die Gewerkschaft Ver.di signalisiert Bereitschaft, den Streik in Kindertagesstätten, Schulhorten und anderen Erziehungseinrichtungen auszusetzen. "Wenn die VKA ein echtes Angebot macht, könnten die unbefristeten Streiks binnen Tagesfrist ausgesetzt werden", sagte ein Sprecher der "Rheinischen Post".

Bislang hätten die kommunalen Arbeitgeber lediglich unverbindliche Vorschläge gemacht, die im Laufe der Verhandlungen wieder vom Tisch genommen werden könnten und sich nur auf einige wenige Berufsgruppen bezögen, moniert Ver.di. Sobald sich der Chef der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, "für eine echte Aufwertung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst einsetzt, steht auch der Ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske für Gespräche zur Verfügung".

Der Streik in den Kindertagesstätten hatte am Freitag begonnen und war am Montag noch ausgedehnt worden: Nach Angaben der Gewerkschaften Ver.di und GEW legten auch in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg Beschäftigte die Arbeit nieder. Bundesweit beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 40.000 Beschäftigte an den Streiks. Sie fordern eine deutliche Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst.

Die Gewerkschaften verlangen für die Beschäftigten im Schnitt zehn Prozent mehr Gehalt. Nach fünf erfolglosen Runden hatten die Gewerkschaften die Verhandlungen für gescheitert erklärt und unbefristete Streiks gestartet. Die Arbeitgeber halten die Forderung nach einer besseren Eingruppierung der Erzieher für nicht bezahlbar.

ssu/AFP/dpa



insgesamt 73 Beiträge
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Seite 1
Steve Holmes 12.05.2015
1. Stark bleiben
und Amazon als Vorbild nehmen!
interessierterleser1965 12.05.2015
2. Steuererhöhungen für Bildung
Mit dem Vorwand, es solle mehr Geld für Bildung ausgegeben werden, wurden die Steuern (Grundsteuer) erhöht bzw. andere Steuern nicht gesenkt. Wo ist denn dieses Geld? Gerade NRW war unter Hannelore Kraft immer ein Vorreiter für Steuererhöhungen für mehr Bildung, mauert aber hier mit dem Hinweis auf angeblich leere Kassen. Frau Kraft, Lügen haben kurze Beine...
BRVOX 12.05.2015
3. Bei den Richtern heißt es einfach:
"Die erforderlichen Mittel lassen sich problemlos im Haushalt darstellen" Was den RichterInnen recht ist, ist den ErzieherInnen erst recht billig. Deshalb: Durchhalten und auch mal DURCHSETZEN! und nicht wieder klein bei geben - liebe VerDi.
k.hohl 12.05.2015
4.
Zitat von Steve Holmesund Amazon als Vorbild nehmen!
richtig! wohin die politik dieser "gewerkschaft" führt sehen wir nun täglich.
MütterchenMüh 12.05.2015
5. die Zustimmung sinkt
Da Verdi registriert, daß die angeblich breite Zustimmung rapide am sinken ist, dieses Lockangebot. Hart bleiben, die Kommunen haben genügend Finanzlöcher, da muss man keine neuen schaffen, zumal es ja keine armen Arbeitnehmer trifft wie wir inzwischen gelernt haben.
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