Kita-Streik Hoffnungsschimmer für Eltern und Kinder

Im Kita-Streik sind Ver.di und Arbeitgeber wieder zu Gesprächen bereit. Für kommende Woche wird ein Treffen angepeilt. Offiziell gilt dieses nicht als neue Verhandlungsrunde, zumindest ist es aber eine erste Annäherung.

Kita-Kind: Neue Gespräche möglich
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Kita-Kind: Neue Gespräche möglich


In der dritten Woche des bundesweiten Kita-Streiks haben Arbeitgeber und Gewerkschaften erstmals wieder Gesprächsbereitschaft gezeigt. Der genaue Termin muss aber noch vereinbart werden.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di teilte am Donnerstagabend mit, man habe die Spitze der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) für kommenden Montag nach Berlin eingeladen. Zuvor hatte die VKA dagegen erklärt, die Gewerkschaften für kommenden Dienstag nach Frankfurt eingeladen zu haben. Nach Gewerkschaftsangaben handelt es sich nicht um eine neue Verhandlungsrunde.

Nötig sei eine Aufwertung aller Tätigkeiten im Sozial- und Erziehungsdienst, sagte Ver.di-Chef Frank Bsirske. VKA-Präsident Thomas Böhle hatte zuvor betont, ernsthaft verhandeln zu wollen und Verbesserungen für die Beschäftigten in Aussicht gestellt. Die bisherigen Forderungen der Gewerkschaft seien aber nicht erfüllbar.

Nach drei Wochen Kita-Streik hatten die Gewerkschaften am Donnerstag noch einmal den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber verstärkt. Bei Demonstrationen in Frankfurt und Hamburg forderten am Donnerstag mehr als 30.000 Erzieherinnen mehr Lohn und Anerkennung für ihren Beruf.

ssu/dpa

insgesamt 21 Beiträge
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hansulrich47 28.05.2015
1. Der Streik ist sofort zuende,
wenn die Eltern sich entschliessen, die höheren Kosten zu tragen. Die sollten zu ihrer Gemeindeverwaltung gehen und dafür unterschreiben. Wetten, das machen alle?!;-)))
iro81 28.05.2015
2. wie sagt man so schön?
Was nix kostet taugt auch nix. Me -> pro tariferhöhung.
suhlerin 28.05.2015
3. Es wäre an der Zeit
dass die Eltern auch für die KindergärtnerInnen und ErzieherInnen auf die Strasse gehen. Denn nur gut motivierte Mitarbeiter leisten auch gute Arbeit.Und hier geht es um die Vermittlung von Wissen und Werten an unsere Kinder.
bissig 28.05.2015
4. @hansulrich47
Würde ich sofort machen - wenn die Kinderlosen, die die Erhöhungen nicht mittragen, später anteilig die Rente gekürzt kriegen. Von den Kindern, die Eltern heutzutage großziehen, werden später auch die gleichaltrigen Kinderlosen profitieren. Insofern sollten auch alle die Kosten tragen. Wir zahlen ja auch alle für die Uni, auch wenn manche von uns nur eine Ausbildung gemacht haben. Von den Steuern derer, die dann später mehr verdienen, profitieren wir aber auch alle!
wdhuld 28.05.2015
5. Warum erst jetzt?
Jetzt soll "ernsthaft" verhandelt werden. Vorher war's nur Spaß? Heißt das auch sachlich? Dann können die ja mal damit anfangen, dass sie überlegen, warum sie jetzt plötzlich die seit dem PISA-Schock laufende Veränderung der Kita zur Bildungsinstitution im Gehaltsgefüge abbilden wollen. Hätte man doch vorher drauf kommen können. Aber besser spät Aufwerten als nie...
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