Kita-Streik Zehntausende Eltern im Betreuungsnotstand

Ausnahmezustand in Familien mit kleinen Kindern: Die Kita-Erzieher haben ihren unbefristeten Streik auch am Montag fortgesetzt - und weiten ihn sogar noch aus.

Streikende Kita-Erzieherinnen: Hoffen auf Druck von der Wirtschaft
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Streikende Kita-Erzieherinnen: Hoffen auf Druck von der Wirtschaft


Die Gewerkschaften haben die unbefristeten Streiks an kommunalen Kindertagesstätten ausgeweitet. Am Montag legten auch Erzieher in Bayern und mehreren Großstädten Nordrhein-Westfalens die Arbeit nieder. Zehntausende Eltern in ganz Deutschland mussten eine alternative Betreuung für ihre Kinder organisieren. Neben Erziehern wollten auch Sozialarbeiter und Sozialpädagogen etwa in Jugendzentren in den Ausstand treten.

Viele Firmen bieten Mitarbeitern mit Kindern wegen des Streiks spezielle Betreuungsangebote. Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, erwartet von der Wirtschaft, dass auch sie Druck bei den Kommunen macht. Während die Firmen Mehrkosten für die Ersatzbetreuung der Kinder von Beschäftigten trügen, sparten die Kommunen bei den Gehältern der Erzieher, sagte Tepe der "Bild"-Zeitung. "Auch die Wirtschaft braucht funktionierende Kitas."

Die Gewerkschaften fordern eine finanzielle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe unter anderem durch eine höhere Eingruppierung. Nach Darstellung der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen nicht bezahlbar.

mik/dpa



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