Energiewende Regierungsberater fordern Aus für alte Kohlekraftwerke

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen schaltet sich in die Debatte über den Kohleausstieg ein. Die Regierungsbeamten halten ein schnelles Aus der alten CO2-intensiven Anlagen für machbar.

Braunkohlekraftwerk (Archivbild)
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Braunkohlekraftwerk (Archivbild)


In der Diskussion um den Kohleausstieg hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung für eine schrittweise Abschaltung von Kraftwerken plädiert. "Für das Klima ist entscheidend, wie viel CO2 die Kraftwerke insgesamt noch ausstoßen, nicht wann das letzte Kohlekraftwerk vom Netz geht", erklärte der SRU-Experte Wolfgang Lucht am Dienstag in Berlin.

SRU-Mitglied Claudia Kemfert ergänzte: "Wenn wir jetzt zügig die ältesten und ineffizientesten Anlagen vom Markt nehmen, können wir die restlichen Kohlekraftwerke länger laufen lassen und damit Kosten senken sowie die Versorgungssicherheit erhöhen." Außerdem müsse "innovative Strukturpolitik" den Kohleausstieg begleiten.

WOLFGANG RATTAY/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Am Dienstag tagt erneut die aus Politikern, Verbandsvertretern und Wissenschaftlern zusammengesetzte Kohlekommission. Sie soll bis Ende des Jahres einen Plan zum Ausstieg aus der klimaschädlichen Energiegewinnung aus Kohle vorlegen. Am Wochenende war durch einen Medienbericht bekanntgeworden, dass die Kommission offenbar einen Ausstieg zwischen 2035 und 2038 ins Auge fasst. Die Verbreitung dieses Zeitfensters hatte für Kritik und Irritationen gesorgt.

ssu/AFP

insgesamt 9 Beiträge
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ulrics 18.09.2018
1.
Eigentlich ist das simpel wie logisch. Alt und ineffizient abschalten.
Spiegelleserin57 18.09.2018
2. wenn Ausstieg ...
dann nicht erst in 20 oder 30 Jahren. Unsere Umwelt leidet jetzt schon erheblich an den Luftverschmutzungen und wenn man Diesel verbietet dann auch Kohle sofort! eben ist das Heizen von Kaminen genauso schädlich und der Trend nimmt immer weiter zu.
Mertrager 18.09.2018
3. Die sollten sich schon einmal
... einen neuen Job suchen. Solche Meinungen gegen die "herrschende" Meinung sind bei dieser Regierung traditionell unerwünscht. Und die Meinung von MM ist ja nun einmal: "...weiter so...". Auch und explizit bei diesem Thema. Gegen die Mehrheit des Volkes und gegen die EU.
karljosef 18.09.2018
4. mal sehen, ob da die ganz neue Fachkraft Pofalla eine Meinung zu hat
er hat seine (un)Fähigkeiten doch bereits in allen Bereichen bewiesen, in denen er sich engagierte. (z.B. ganz aktuell Bundesbahn) Lachende Grüße
karljosef 18.09.2018
5. Es kann doch wohl nicht wahr sein.
Zitat von Spiegelleserin57dann nicht erst in 20 oder 30 Jahren. Unsere Umwelt leidet jetzt schon erheblich an den Luftverschmutzungen und wenn man Diesel verbietet dann auch Kohle sofort! eben ist das Heizen von Kaminen genauso schädlich und der Trend nimmt immer weiter zu.
Stichwort: "Heizen von Kaminen" 1 Seitdem der Mansch das Feuer beherrscht, wird mit Holz geheizt? Heute, wo Waldbrände(!) teilweise mehr Schmutz in die Umwelt entlassen, als alle Kamine in Deutschland im Jahr, wollen die diese CO2-neutrale Wärmeschaffung verbieten? 2. Als Alternative bieten sich sicherlich in Ihren Augen Elektroheizungen?? Bei Ihnen kommt der Strom wohl aus der Steckdose, unabhängig von dessen Ertzeugung?
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