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Konjunktur: Deutschlands Exporte gehen zurück

Exportweltmeister Deutschland schwächelt: Der Wert der ausgeführten Waren ist im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent gesunken.

Containerterminal in Bremerhaven (Archivbild) Zur Großansicht
DPA

Containerterminal in Bremerhaven (Archivbild)

Deutschland bekommt offenbar die Probleme der Weltwirtschaft zu spüren: Der Exportweltmeister hat im Januar Waren im Wert von 88,7 Milliarden Euro ins Ausland verkauft. Das ist ein Rückgang um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es war bereits der zweite Rückgang in Folge.

Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt vor rund anderthalb Jahren. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet, nachdem es bereits im Dezember um 0,7 Prozent nach unten gegangen war.

Besonders stark gingen die Exporte in die Länder außerhalb der EU zurück. Sie fielen um fünf Prozent auf 34 Milliarden Euro. Innerhalb Europas hingegen konnte Deutschland zulegen und verkaufte Waren im Wert von 54,7 Milliarden Euro in die Länder der EU. Das ist ein Prozent mehr als im Januar 2015.

Auch bei den Importen gibt es Unterschiede zwischen der EU und dem Rest der Welt: Während die Importe von den europäischen Nachbarn um drei Prozent auf 48,4 Milliarden Euro stiegen, gingen die Warenlieferungen aus anderen Ländern um 1,1 Prozent zurück auf 26,7 Milliarden Euro.

Insbesondere China meldet in den vergangenen Wochen immer neue Probleme. Zuletzt senkte die chinesische Führung ihr Wachstumsziel. Millionen chinesische Arbeiter sollen in den kommenden Jahren ihren Job verlieren, um Überkapazitäten in der chinesischen Wirtschaft abzubauen.

Am Donnerstag richten sich alle Blicke auf die Geldpolitik im Euroraum. Es wird erwartet, dass die EZB ihre bereits sehr expansive Geldpolitik weiter lockert. Experten erwarten eine Absenkung des bereits negativen Zinses für Bankeinlagen bei der EZB.

sep/Reuters

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insgesamt 75 Beiträge
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1. Deutschlands Exporte gehen zurück!
Duggi 10.03.2016
Siemens: ..2500 Arbeitskräfte betroffen ...! Wolfsburg: ... Angst vor Jobabbau ...! EON, Deutsche Bank, RWE, usw. usw.! Aber: Wir sind ein reiches Land? Wir schaffen das? Facharbeitermangel? usw. usw.?
2.
pierrotlalune 10.03.2016
Ewig wird der Export als die Quelle des Wohlstandes erklärt, und blabla. Ich finde, es sollte mehr für die Binnenwirtschaft getan werden, die Löhne und Renten erhöhte werden, damit ein Großteil der Bevölkerung hier, nicht ein Leben lang arbeitet für wenig Geld, und dafür aber genau so arm ist wie ein Hartz4 Empfänger trotz lange Jahre Einzahlungen ins Sozialsystem. NIrgendswo in Europa wird so lange gearbeitet mit so wenig Ertrag für den Arbeitenden. Da rede ich nicht von Wohlstandsland Deutschland sondern von Verarmung großer Bevölkerungsschichten. Da lachen doch die Nachbarn. Hier wird stets Wasser gepredigt, die Prediger tringen jedoch Champagner.
3.
martinbabenhausen 10.03.2016
Wie prognostiziert beginnt die Wirtschaft ihren Gang in die Rezession. Die Großindustrie baut Stellen ab und die Auftragslage im Mittelstand ist ebenfalls nicht auf Jahre gesichert. Einigst die Sozial- und Asylindustrie verspricht langfristige Einkommen - solange die Finanz"wirtschaft" die Schuldenberge stützt. Irgendwie.
4. wieder nur die einseitige betrachtung,
Oti 10.03.2016
denn nicht gegengerechnet wurden verminderte umweltkosten. jeder rechnet meistens dass, was ihm nützt.
5. Deutschlands Exporte gehen zurück
_default 10.03.2016
Da haben wohl einige erkannt, dass "Made in Germany" schon lange kein Qualitätsgarant mehr ist.
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