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Herbstgutachten: Wirtschaftsforscher rechnen mit schwächerem Wachstum

Triebswerkhalle der Lufthansa Technik in Hamburg (2014): Stabiles Wachstum erwartet Zur Großansicht
DPA

Triebswerkhalle der Lufthansa Technik in Hamburg (2014): Stabiles Wachstum erwartet

Die schwächere Weltwirtschaft wird auch in Deutschland für weniger Wachstum sorgen als erwartet. Die führenden Institute senkten ihre Prognose für dieses Jahr leicht auf 1,8 Prozent. 2016 soll die Entwicklung stabil bleiben.

Die führenden Wirtschaftsinstitute schätzen die Konjunktur in Deutschland etwas skeptischer ein als noch im Frühjahr. Die Forscher senkten ihre Wachstumsprognose für 2015 von 2,1 Prozent auf rund 1,8 Prozent, wie die Nachrichtenagentur Reuters und die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Insider übereinstimmend berichten. Für 2016 erwarten die Ökonomen demnach weiter einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um ebenfalls rund 1,8 Prozent.

Als Hauptgrund für die leicht gesenkte Prognose geben die Forscher eine schwächere weltweite Nachfrage an. Vor allem in China wächst die Wirtschaft spürbar weniger stark als in den vergangenen Jahren. Der Abgasskandal bei Volkswagen stellt nach Ansicht der Forscher ebenfalls ein Risiko für die Konjunktur dar. Allerdings ließen sich dessen konkrete Folgen bisher schwer abschätzen.

Auch die Effekte des starken Anstiegs der Flüchtlingszahlen untersuchten die Forscher. Dieser koste den Staat zwar Geld, allerdings dürften die Zuwanderer mit ihren Ausgaben den privaten Konsum und damit die gesamte Wirtschaft ankurbeln. Ähnlich hatten sich zuvor auch andere Ökonomen geäußert.

Mit ihrer Prognose liegen die Wissenschaftler auf dem Level der bisherigen Schätzungen der Bundesregierung. Das Gutachten der Institute soll am Donnerstag offiziell veröffentlicht werden und dient als Grundlage für die Prognose des Bundeswirtschaftsministeriums, die noch im Oktober erwartet wird. Beteiligt sind das Münchner Ifo-Institut, das Berliner DIW, das Essener RWI und das IWH aus Halle.

fdi/Reuters

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1. Die nun wieder.
n.nixdorff 07.10.2015
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter … oder es bleibt wie es ist. So und nicht anders ist es mit den Prognosen unserer Volks- und sonstigen Wirte auch. Einziger Unterschied ist, dass der Hahn umsonst kräht und die Damen und Herren Wirtschaftswissenschaftler ordentliche Gehälter für ihre Kaffeesatzleserei einstreichen.
2.
fussball11 07.10.2015
Wachsen werden die Konten der Reichen und sonst gar nichts. Dafür kurbeln die Flüchtlinge die Binnenachfrage an? Das versteh ich nicht.
3. Tja... so ist es nunmal...
nachtmacher 07.10.2015
kaum "behebt" die Politik den fachkräftemangel, schon werden die von der Wirtschaft mal wieder nicht gebraucht... gibts in unserer Politik eigentlich noch so etwas wie vorrausschauende Planung und Vorbereitung, oder gibts nur noch emotionales Reagieren über jedwede Gesetze und Regeln hinweg?
4. Oh Schreck
hubie 07.10.2015
Das Wachstum schwächt sich ab! Jetzt schnell Steuergeschenke und andere Erleichterungen für Unternehmen schaffen!!! - Der Arzt ist froh, wenn ein Krebsgeschwür mal aufhört zu wachsen. Etwas anderes, was stets und ohne Ende weiterwachsen soll als die Wirtschaft kenne ich nicht. Klingt weder gesund noch ist es natürlich.
5. Binnenkonjunktur.
Danno 07.10.2015
Interessant. Die Millionen von Flüchtlinge erfüllen mit ihren milliardenschweren Transferzahlungen aus Steuermitteln die Funktion eines staatlichen Konjunkturpakets. Im gesättigten deutschen Binnenmarkt wird plötzlich Nachfrage erzeugt, wo eigentlich keine wäre. Dem geizigen deutschen Steuermichel werden die Moneten aus der Tasche gezogen und als Hilfsgelder an die Flüchtlinge ausgezahlt. Diese investieren das Geld vollumfänglich in die deutsche Binnenwirtschaft. Ein willkommenes Mittel, um Wachstum zu generieren! Wenn der Export schon baden geht, so werden wir demnächst wenigstens Europas größte Binnenwirtschaft sein.
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