Konjunktur Frankreich senkt Wachstumsprognose

Zwei Jahre hat die französische Regierung Zeit, um das Haushaltsdefizit wieder unter die Drei-Prozent-Grenze zu drücken. Die aktuellen Wachstumsprognosen machen das Vorhaben nicht leichter.

Präsident Hollande mit Autobossen von PSA: Reformplan bis Ende April
REUTERS

Präsident Hollande mit Autobossen von PSA: Reformplan bis Ende April


Die französische Regierung hat die Prognosen für das Wirtschaftswachstum des Landes in den kommenden beiden Jahren nach unten korrigiert. Wie das Finanzministerium in Paris am Mittwochabend mitteilte, geht es nun für 2016 und 2017 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 1,5 Prozent aus.

Zuvor war für kommendes Jahr ein Wachstum von 1,7 Prozent und für 2017 eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent anvisiert worden. Die Voraussage für das laufende Jahr in Höhe von einem Prozent behielt Finanzminister Michel Sapin bei.

Frankreich arbeitet derzeit daran, sein Haushaltsdefizit nach Jahren wieder unter die in der Eurozone vorgeschriebene Drei-Prozent-Grenze zu bringen. Für dieses Jahr wird ein Defizit in Höhe von 3,8 Prozent des BIP erwartet, kommendes Jahr sollen es 3,3 Prozent sein. Erst 2017 soll mit 2,7 Prozent die Vorgabe aus Brüssel wieder eingehalten werden.

Ende Februar hatte die EU-Kommission der sozialistischen Regierung in Paris diesen zweijährigen Aufschub gewährt. EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici forderte aber, dass Frankreich bis Ende April einen Reformplan vorlegt. Die EU-Kommission will diesen dann im Mai prüfen.

mik/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.