Ifo-Index: Stimmung in der deutschen Wirtschaft verschlechtert sich

Es ist der vierte Rückgang in Folge: Der Ifo-Index, eines der wichtigsten Konjunkturbarometer, ist im August gesunken. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Zukunft beurteilten die Firmen negativer als im Vormonat.

München - Die Euro-Krise belastet zunehmend die Stimmung in der deutschen Wirtschaft: Der Ifo-Geschäftsklimaindex ging von 103,3 Punkten im Juli auf nun 102,3 Punkte zurück. Das teilte das Münchner Ifo-Institut am Montag mit. Es ist bereits der vierte Rückgang in Folge. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 102,7 Punkte gerechnet.

"Die deutsche Konjunktur schwächt sich weiter ab", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer sinkt seit Mai. Hintergrund sind die weltweit trüberen Konjunkturaussichten und die Schuldenkrise in Europa. Für die Erhebung befragt das Ifo-Institut monatlich etwa 7000 Firmen.

Zwar bewerteten die befragten Unternehmen ihre aktuelle Lage nur wenig schlechter als noch im Juli. Ihre Erwartungen für die kommenden Monate korrigierten sie aber deutlich herunter. Auch die Erwartungen der lange erfolgsverwöhnten Industrie schwächten sich im August deutlich ab. "Erstmals seit fast drei Jahren sind auch die Erwartungen an das Exportgeschäft überwiegend leicht negativ."

cte/Reuters/dapd

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1. Seit Monaten sinken Ifo und Co...
zahorsky77 27.08.2012
Und seit Monaten springen die Unternehmen von Rekord zu Rekord... klar wenn mich dann einer fragt sag ich als Manager auch es wird wohl eher schlechter...kenne keinen der geschlagen wurde weils am Ende besser wurde...
2. Schlaumeier ohne Komma
ichbindochnichtbloed 27.08.2012
Zitat von zahorsky77Und seit Monaten springen die Unternehmen von Rekord zu Rekord... klar wenn mich dann einer fragt sag ich als Manager auch es wird wohl eher schlechter...kenne keinen der geschlagen wurde weils am Ende besser wurde...
Die "Rekorde" des letzten Quartals entsprechen dem Ifo-Index des letzten Jahres. Passt also.
3. Voraussehbar und daher nicht überraschend.
böseronkel 27.08.2012
Die einseitig exportorientierte deutsche Wirtschaft muss leider in eine Rezession schlittern, wenn die wirtschaftlichen Entwicklungen in allen Abnehmerländern rückläufig sind. Besonders negativ dürfte sich das merkelsche Kaputtspardiktat in den Hauptabnehmerländern der deutschen Exporteure auf die Entwicklung der heimischen Wirtschaft auswirken. Aber wir haben ja durch die unverschämten Tarifabschlüsse einen die Binnenwirtschaft fördernden Konsumrausch zu verzeichnen, predigen uns die hohen Priester des Neoliberalismus. Nicht ganz zur neoliberalen Religion passt allerdings, dass immer weniger Arbeitnehmer in tariflich abgesicherten Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind. Und genau dies kann man aus den Zahlen des statistischen Bundesamtes über stagnierende Umsätze des Einzelhandels ersehen. Gespannt darf man sein, welche alternativlosen Maßnahmen unsere alternativlose Kanzlerin gegen die im Wahljahr 2013 steigende Arbeitslosigkeit unternehmen wird. Es werden dann ja wohl größtenteils die von der Kanzlerin neu geschaffenen sozial zuträglichen Billigarbeitsplätze sein, die das Heer der Arbeitslosen und die Ausgaben des Staates erhöhen. Die voraussehbare wirtschaftliche Entwicklung oder auch der Wegfall des Einnahmesegens Durch das Steuerabkommen mit der Schweiz dürften die tolle schwarz/gelbe Schuldenbremse empfindlich lockern.
4. Rückblicke
aspi01 27.08.2012
Zitat von sysopEs ist der vierte Rückgang in Folge: Der Ifo-Index, eines der wichtigsten Konjunkturbarometer, ist im August gesunken. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Zukunft beurteilten die Firmen negativer als im Vormonat. Konjunktur: Ifo-Index sinkt im August zum vierten Mal in Folge - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,852234,00.html)
Da muß man einfach mal einen Link auf alte Spiegel-Artikel machen. Im Nachinein besonders lustig ist folgender von Ende 2009. Damals wurde der "starke Euro" als Bedrohung für die Konjunktur angeprangert, und es war sonnenklar, dass die Arbeitslosenquote 2010ff massiv steigen wird... Wirtschaftswachstum 2010: Mini-Boom verschafft Deutschland Atempause - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wirtschaftswachstum-2010-mini-boom-verschafft-deutschland-atempause-a-669252.html)
5. Moment 'mal,
santaponsa 27.08.2012
... die Billigsarbeitsplätze UND Hartz 4 würden von dem Sozi G. Schröder, dem Genossen der Bosse, geschaffen und nicht von Angela M. Die sog. eiserne, schwarze Kanzlerin profitiert also nur von der roten Konkurrenz. Ironie der Geschichte!
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  • Montag, 27.08.2012 – 10:16 Uhr
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Der Ifo-Index
Das Ifo-Institut bittet monatlich rund 7000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate mitzuteilen. Die Unternehmen können ihre Lage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate als "günstiger", "gleichbleibend" oder "ungünstiger" kennzeichnen.

Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "gut" und "schlecht", der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "günstiger" und "ungünstiger".

Das Geschäftsklima errechnet sich aus dem Mittelwert der Umfrageergebnisse zur Geschäftslage und zu den Erwartungen. Zur Berechnung der Indexwerte werden diese transformierten Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2000 bezogen.