Konjunktur Regierung rechnet mit schwächerem Wachstum

Verliert die deutsche Wirtschaft an Fahrt? Damit rechnet zumindest das Bundeswirtschaftsministerium. Zu Ende ist der Aufschwung damit aber wohl noch nicht.

Stahlwerk in Salzgitter
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Stahlwerk in Salzgitter


Die deutsche Wirtschaft wird das hohe Wachstumstempo der ersten Jahreshälfte nach Ansicht der Regierung wohl nicht halten können. Das Wirtschaftsministerium blickt in seinem am Dienstag vorgelegten Lagebericht mit etwas weniger Optimismus auf das zweite Halbjahr: "Vermutlich wird die Dynamik etwas geringer ausfallen", heißt es.

In den ersten sechs Monaten hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorzeitraum um 1,2 Prozent zugelegt, nach einem Wachstum von 0,8 Prozent im zweiten Halbjahr 2016.

Die zu Jahresbeginn starke Industriekonjunktur habe in den Sommermonaten etwas an Schwung verloren. "Nach einem Rückgang im Juni wurde die Produktion im Juli nur leicht um 0,3 Prozent ausgeweitet. Ob sich die dynamische Entwicklung des ersten Halbjahrs auch im Herbst fortsetzt, bleibt daher abzuwarten", heißt es in dem Bericht.

Der private Konsum bleibt nach Einschätzung des Ministeriums weiterhin eine wichtige Stütze der Konjunktur. Die Experten verweisen darauf, dass sich trotz der etwas anziehenden Inflation im August das Konsumklima erneut verbessert habe. "Angesichts dessen sollte der private Konsum weiter expandieren. Allerdings deutet die etwas eingetrübte Stimmung im Einzelhandel darauf hin, dass sich die Entwicklung nach dem außergewöhnlich starken zweiten Quartal etwas verlangsamen könnte."

stk/Reuters



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