Ausblick für 2013 Rösler warnt vor schlechteren Zeiten

Noch rechnet die Bundesregierung im kommenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent. Doch Wirtschaftsminister Rösler deutet nun eine Korrektur an. Die Konjunktur werde sich abschwächen.


Berlin - Wirtschaftsminister Philipp Rösler hat die Konjunkturerwartungen für das kommende Jahr gedämpft. "Die Zeiten werden rauer", sagte der FDP-Politiker der "Passauer Neuen Presse". Die Konjunktur werde sich 2013 abschwächen. Die Unruhe in der Euro-Zone führe zu Verunsicherung bei den Unternehmen und dämpfe die Investitionen. "Aber Krisen sollte man nicht herbeireden", fügte Rösler hinzu. Generell stehe die deutsche Wirtschaft robust da.

Die aktuelle Prognose der Regierung belaufe sich auf ein Prozent Wachstum für 2013. Das Wirtschaftsministerium wird Mitte Januar seine neue Prognose für den Jahreswirtschaftsbericht der Regierung vorstellen. Erst im Oktober hatte das Ministerium seine Erwartungen für 2013 von 1,6 auf 1,0 Prozent gesenkt. Die Bundesbank rechnet inzwischen nur noch mit einem Plus von 0,4 Prozent.

Angesichts der Konjunkturdelle im Winter bereitet auch die Regierung eine erneute Senkung vor. Aus heutiger Sicht gebe es "einen Revisionsbedarf nach unten", hatte Bernhard Heitzer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, vor kurzem erklärt.

cte/Reuters



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friedrich_eckard 20.12.2012
1. kein Titel!
Schlechtere Zeiten werden ja nun hoffentlich vor allem für Herrn Rösler und seine Truppe kommen - das walte werauchimmer! Grundsätzlich muss man ja bei solchen Ansagen immer den Verdacht haben, dass nur im Sinne von "massvoll" auf Tarifverhandlungen eingewirkt werden soll - aber es ist doch tatsächlich nicht unwahrscheinlich, dass die kommenden Wahlen bei heftiger wirtschaftlicher Tiefdruckwetterlage stattfinden. Die eigentlich logische Konsequenz wäre dann natürlich, diejenigen zu wählen, die es a.) immer schon gesagt haben, und die b.) klare Vorstellungen davon haben, wie man es anders und besser machen könnte - Linksruck also und Absage an Neoliberalismus mit und ohne blassrosa Tarnanstrich. Den wird es wohl in gewissen nicht zu engen Grenzen auch geben. Ärgeres werden aber die Damen Mohn und Springer schon zu verhindern wissen - um eine Wendung zu gebrauchen, die nicht von mir stammt: noch in der Warteschlange vor der Essensausgabe der Suppenküche werden Michel und Michelle mehrheitlich stolz darauf sein, linkem Gedankengut keinen Fussbreit Boden überlassen und dem "Kommunismmus" immer widerstanden zu haben. Es ist zum Verzweifeln!
karlsiegfried 20.12.2012
2. Das ist völlig überraschend
Der Zauberkünstler Rösler entdeckt ein Problem. Wie wäre es, wenn die Umsatzsteuerreduzierung für Hotels aufgehoben werden würde? Das beflügelt zwar nicht den Aufschwung, den es dauerhaft nicht mehr geben wird, aber es bringt Geld in die leeren Kassen.
Sachsenimker 20.12.2012
3. Ich denke nur WW ist der einsame Warner
aber nun auch der Kleine? Geb's Gott, dass sich die FDP auf Nimmerwiedersehen in die Büsche schlägt.
ptb29 20.12.2012
4. Jammern auf höchstem Niveau
Die Gewinne müssen steigen, das sind doch die Werte, nach denen die Konjunktur berechnet wird. Was wäre, wenn es uns im nächsten jahr genauso gut geht, wie in diesem?
Spiegelleserin57 20.12.2012
5.
Zitat von karlsiegfriedDer Zauberkünstler Rösler entdeckt ein Problem. Wie wäre es, wenn die Umsatzsteuerreduzierung für Hotels aufgehoben werden würde? Das beflügelt zwar nicht den Aufschwung, den es dauerhaft nicht mehr geben wird, aber es bringt Geld in die leeren Kassen.
Es wäre sinnvoller wenn die Hotels endlich mal von der Industrie die Zimmerpreise verlangt die sie von Privatleuten verlangt. Da gäbe es Einiges zu korrigieren. Dass die Masse der Menschen weniger im Geldbeutel haben wird , das wissen wir auch ohne Herrn Rösler. Verbessungen kann Herr Rösler leider nicht vorschlagen!
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