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Konjunktur: Wirtschaft wächst trotz des harten Winters

Der harte Winter hat das Wirtschaftswachstum weit weniger beeinträchtigt als es Experten im Januar noch befürchtet hatten. Trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt ein kleines Wachstum von 0,2 Prozent. Im zweiten Quartal soll die Konjunktur spürbar anziehen.

Maschinenbau: Export erwies sich wieder als Konjunkturmotor Zur Großansicht
DPA

Maschinenbau: Export erwies sich wieder als Konjunkturmotor

Berlin - Ein schwacher Konsum und sinkende Bauinvestitionen haben die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Januar bis März um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu, bestätigte das Statistische Bundesamt am Freitag eine frühere Schätzung.

Damit entspricht das Wachstum der ersten drei Monate 2010 dem Zuwachs im Schlussquartal 2009. Im zweiten (0,4 Prozent) und dritten Quartal 2009 (0,7 Prozent) hatte das Wachstum jedoch höher gelegen. Auf Jahressicht wuchs die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal um preisbereinigt 1,7 Prozent. Kalenderbereinigt lag der Zuwachs bei 1,6 Prozent. Auch hier wurden vorläufige Zahlen bestätigt.

Ein stärkeres Wachstum verhinderte die Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Sie gaben 0,8 Prozent weniger für den Konsum aus. Wegen des harten Winters - der viele Baustellen wochenlang lahmlegte - gingen die Bauinvestitionen um 3,8 Prozent zurück. Positive Impulse kamen dagegen von den Exporten, die um 2,6 Prozent zulegten.

Die Unternehmen investierten zudem mehr Geld in Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen: Mit 1,6 Prozent gab es hier den stärksten Zuwachs seit Ende 2007. Im Vertrauen auf eine steigende Nachfrage stockten die Firmen ihre Lager auf, was zum Wachstum beitrug. Die staatlichen Konsumausgaben legten mit 1,1 Prozent ebenfalls deutlich zu.

Experten sagen für das laufende Frühjahrsquartal ein Wachstum von mehr als einem Prozent voraus. Anlass zum Optimismus gibt das gute Exportgeschäft, das von der weltweiten Konjunkturerholung und dem schwachen Euro profitiert.

Die Bundesregierung geht für dieses Jahr von einem Wachstum von 1,4 Prozent aus. 2009 war die Wirtschaft um 4,9 Prozent eingebrochen. Er war der stärkste Rückgang seit Gründung der Bundesrepublik.

mik/Reuters/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
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1. Geld wird's schon richten
running_on_empty 21.05.2010
Während sich in Berlin der Reichstag zum alternativlosen Schnellabzeichnen unverstandender Notstandsgesetze rüstet, laufen in den Medien Unterhaltung und Gute-Laune-Nachrichten. Diese Gute-Laune-Nachricht, die sich ja angesichts der drastisch wachsenden Schuldenuhr als ein echtes Beruhigungspillchen ausnimmt, gab's bereits in der vergangenen Woche. Egal. Denn wenn das Gerücht stimmt, dass die Kanzlerin gestern Chrefredakteure und Vertreter der deutschen Medien zum Geheimgespräch in Berlin geladen hatte, dann sind jetzt solche "Nachrichten" wichtiger denn je. Im sowjetischen Fernsehen liefen einst an allen wichtigen Feiertagen die ewig gleichen Filmen, um die Bevölkerung nur ja nicht aufzuregen. Während es in Moskau einst die jeweilige politische Führung war (mit Väterchen Stalin angefangen), von denen abgelenkt wurde (obwohl deren permanente Existenz niemals vergessen konnte), so sind es hier in Deutschland die Kaste der professionellen Abnicker und Hochverschulder, an die man nicht allzu ernsthaft denken soll. Dem phlegmatischen Michel wird es gefallen: Geld wird's schon richten. Uns alle!
2. voll verarscht
v2a 21.05.2010
Zitat von sysopDer harte Winter hat das Wirtschaftswachstum weit weniger beeinträchtigt als es Experten im Januar noch befürchtet hatten. Trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt ein kleines Wachstum von 0,2 Prozent. Im zweiten Quartal soll die Konjunktur spürbar anziehen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,696063,00.html
Wie die Regierung auf nur 4,9% Wirtschaftsrückgang in 2009 kommt ist mir ein Rätsel. Der Verband der Deutschen Zulieferindustrie meldet 2009 beim Umsatz einen Rückgang um -43,7% zu 2008 und beim Auftragseingang sogar-54,1% .Die meldeten Firmen liefern in die Bereiche KFZ, Maschinenbau,Bau,usw. Die paar% die wir in Deutschland jetzt wieder Wachsen werden an Kurzarbeit ,schlechten Bilanzen,vielen Insolvenzen usw nicht viel ändern. Noch ein paar neue Kreditblasen werden auf uns zu kommen. Und Banken werden noch mehr Angst haben Kredite an Firmen zu vergeben Wachstum Ade!! Die Inflation wird kommen!!
3. voll verarscht
v2a 21.05.2010
Zitat von sysopDer harte Winter hat das Wirtschaftswachstum weit weniger beeinträchtigt als es Experten im Januar noch befürchtet hatten. Trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt ein kleines Wachstum von 0,2 Prozent. Im zweiten Quartal soll die Konjunktur spürbar anziehen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,696063,00.html
Wie die Regierung auf nur 4,9% Wirtschaftsrückgang in 2009 kommt ist mir ein Rätsel. Der Verband der Deutschen Zulieferindustrie meldet 2009 beim Umsatz einen Rückgang um -43,7% zu 2008 und beim Auftragseingang sogar-54,1% .Die meldeten Firmen liefern in die Bereiche KFZ, Maschinenbau,Bau,usw. Die paar% die wir in Deutschland jetzt wieder Wachsen werden an Kurzarbeit ,schlechten Bilanzen,vielen Insolvenzen usw nicht viel ändern. Noch ein paar neue Kreditblasen werden auf uns zu kommen. Und Banken werden noch mehr Angst haben Kredite an Firmen zu vergeben Wachstum Ade!! Die Inflation wird kommen!!
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Welches Wachstum Experten vorhersagen
Fünf Wirtschaftsweise
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Fünf Wirtschaftsweise") rechnet für 2010 mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,5 Prozent. Für 2011 liegt die Prognose bei 1,4 Prozent.
Bundesregierung
Die schwarz-gelbe Regierungskoalition geht für 2010 von einem Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent in der Bundesrepublik aus. Im nächsten Jahr erwartet die Regierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,6 Prozent.
Führende Wirtschaftsinstitute
In ihrer Gemeinschaftsdiagnose sagen die führenden Wirtschaftsinstitute (u.a. Kieler Institut für Weltwirtschaft, Münchner ifo-Institut und RWI Essen) für 2010 ein Plus der deutschen Wirtschaft in Höhe von 1,5 Prozent voraus. Für 2011 rechnen sie mit einem Anstieg von 1,4 Prozent.
EU-Kommission
Brüssel prognostiziert für Deutschland ein Plus von 1,2 Prozent im Jahr 2010.
Internationaler Währungsfonds
Auch die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) rechnen für 2010 nur mit einem Wachstum von 1,2 Prozent in Deutschland. Für 2011 erwarten sie einen Anstieg in Höhe von 1,8 Prozent.


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