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Konjunkturaussichten 2012: Regierung rechnet mit zwei Prozent Wachstum

Sinkender Ifo-Index hin, Börsenturbulenzen her: Die Bundesregierung rechnet auch für die Zukunft mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum. Der Aufschwung werde sich fortsetzen, heißt es in einer Analyse des Bundesfinanzministeriums. Im kommenden Jahr seien zwei Prozent Wachstum möglich.

Großbaustelle in Hamburg: Die Baukonjunktur lief zuletzt schlecht Zur Großansicht
DPA

Großbaustelle in Hamburg: Die Baukonjunktur lief zuletzt schlecht

Hamburg - Trotz zuletzt eingetrübter Konjunkturerwartungen rechnet die Bundesregierung damit, dass die deutsche Wirtschaft auch im kommenden Jahr kräftig wächst. "Im Jahr 2012 dürfte sich der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland fortsetzen", heißt es nach Informationen des SPIEGEL in einer Analyse des Bundesfinanzministeriums.

Wachstumsmotor werde dabei zunehmend die Inlandsnachfrage sein. "Insbesondere die privaten Konsumausgaben dürften spürbar zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen", heißt es in dem Papier.

In ihren noch internen Berechnungen gehen die Regierungsfachleute von einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund zwei Prozent im nächsten Jahr aus. Enttäuscht zeigen sich die Experten jedoch über die Entwicklung der vergangenen Monate. "Der Fortgang des Aufschwungs bleibt im Frühsommer dieses Jahres hinter den Erwartungen zurück", schreiben sie.

Die deutsche Wirtschaft war im zweiten Quartal nur noch um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr gewachsen. Vor allem die privaten Konsumausgaben und die Bauinvestitionen waren schwach. In der Analyse des Finanzministeriums heißt es, es sei überraschend, dass die Inlandsnachfrage im zweiten Quartal "zur Schwäche neigte". Angesichts der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf "sind deutlich über drei Prozent hinausgehende BIP-Zuwachsraten als unwahrscheinlich einzustufen".

Wichtige Konjunkturindizes wie der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts hatten zuletzt eine deutlich eingetrübte Stimmung in der deutschen Wirtschaft signalisiert.

stk

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1.
debreczen 28.08.2011
Zitat von sysopSinkender Ifo-Index hin, Börsenturbulenzen her: Die Bundesregierung rechnet auch für die Zukunft mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum. Der Aufschwung werde sich fortsetzen, heißt es in einer Analyse des Bundesfinanzministeriums. Im kommenden Jahr seien zwei Prozent Wachstum möglich. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,782961,00.html
Zwei Prozent "Nominalwachstum" gibt es nur dann, wenn die reale Teuerungsrate (ohne Statistiktricks wie core inflation oder hedonistische Wertentwicklung) bei über vier Prozent liegt. Wetten, daß?
2. Die Propagandamaschine
Gridiwu 28.08.2011
läuft schon wieder auf Hochtouren. Kaum zu glauben, was wann dann alles so liest: "Kosumenten im Kaufrausch", "kleine Wachstumsdelle", "nicht so stark, wie von den Experten erwartet", "die Anal-lysten haben umgehend ihre Prognosen angepasst", "die Binnennachfrage wächst" usw. Am schönsten finde ich die Inflation des Konjunktiv: "dürfte", "müsste", "sollte", "könnte". Die überwiegende Mehrheit der Medien, für mich immer ein Quell der Heiterkeit (wenn es nicht so traurig wäre).
3. Ja,,, Kaufrausch, ich komme...
Krolog 28.08.2011
"Insbesondere die privaten Konsumausgaben dürften spürbar zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen" Das ist ein Standardsatz, den man fast jedes Jahr in den Prognosen findet. Und jedes Mal ist man dann überrascht, dass es wieder nicht dazu gekommen ist. Wachsen tut allein die Anzahl der prekären Jobs. Die Reallöhne steigen jedenfalls nicht, seit 18 Jahren bereits Flaute. Wo kein Geld, da kein Konsum. Lustig sind dann immer die Erklärungen, warum der Binnenmarkt mal wieder nicht anspringen wollte: Unsicherheit Finanzmärkte, Lybienkrieg, schlechtes Wetter.... Ja, sowas hält mich auch immer vom Einkaufen ab.
4. Bei denen hat doch noch nie eine Prognose gestimmt,
willem.fart 28.08.2011
jedes Wort ist gelogen und geleimt.
5. Mietmaul incomming
Krolog 28.08.2011
Gerade im Focus gefunden: "Schwach war der private Konsum. Hier wirken sich die Finanzmarktveränderungen und die Schuldenkrise aus. Die Verunsicherung der Bürger steigt. Aber die Mechanik des Aufschwungs über Exporte und Investitionen läuft weiter." Aus einem Interview mit dem Arbeitgeber-Mietmaul Hüther (IW). Begründungen wie schwache Lohnentwicklung und Billig-Jobausweitung kommen diesem Esoteriker nicht über die Lippen. Hat ja überhaupt nichts damit zu tun... Nun, dann exportieren wir mal weiter. Der Gedanke an unseren starken Außenhandel hat ja auch was Wärmendes und Sattmachendes.
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