Konsumklima im Keller: Amerikaner verlieren die Kauflaune
Kurz vor Weihnachten bangen amerikanische Einzelhändler um ihr Geschäft: Das Konsumklima in den USA ist auf den niedrigsten Wert seit zweieinhalb Jahren abgestürzt - damals steckte das Land mitten in der Rezession.
Washington - Die schlechten Nachrichten zeigen Wirkung: Unter den Verbrauchern in den USA ist die Stimmung so düster wie zuletzt in der Rezession vor mehr als zwei Jahren. Der entsprechende Index stürzte laut dem Forschungsinstitut Conference Board im Oktober auf 39,8 Punkte ab. Das ist der niedrigste Stand seit März 2009. Volkswirte hatten mit einem wesentlich besseren Wert gerechnet. Noch im September hatte der Index 46,4 Zähler ausgewiesen.
Hauptgründe für die stark gesunkene Zuversicht bei den US-Verbrauchern sind Experten zufolge die seit langem andauernde Krise auf dem Arbeitsmarkt, die sinkenden Häuserpreise und die europäische Schuldenkrise. Hersteller von Konsumgütern und Einzelhändler bangen wegen der miesen Stimmung bereits um ihr Weihnachtsgeschäft. Vor Beginn der vergangenen Rezession im Dezember 2007 hatte der Zuversichtsindex noch durchschnittlich bei 98 Punkten gelegen.
Präsident Barack Obama versucht, die Konjunktur durch neue Maßnahmen anzukurbeln. Seine Regierung will nach eigenen Angaben per Erlass mehr Hausbesitzern als bisher ermöglichen, ihre Hypotheken auch dann zu niedrigeren Zinsen refinanzieren können, wenn ihre Schulden wesentlich höher sind als der Wert der belasteten Häuser. Das verschafft laut Obama bis zu einer Million Familien mehr Geld, mit dem sie den Konsum ankurbeln könnten.
fdi/dpa
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