Konsumklima-Index: Verbraucher in prächtiger Kauflaune

Überraschende Wachstumsraten, stabiler Arbeitsmarkt, optimistische Prognosen - die deutsche Wirtschaft hat sich überraschend gut von dem Tiefschlag der Finanzkrise erholt. Das hebt auch die Stimmung der Verbraucher: Sie wollen ordentlich konsumieren.

Nürnberg - Das kräftige Wirtschaftswachstum und erfreuliche Zahlen vom Arbeitsmarkt haben die Stimmung der Verbraucher im August weiter aufgehellt. Die Menschen schätzen sowohl die Entwicklung ihres persönlichen Einkommens als auch die der Konjunktur erneut deutlich besser ein als im Vormonat, wie der Nürnberger Marktforscher GfK in seiner Konsumklima-Studie am Donnerstag mitteilte.

"Die Zeichen stehen derzeit gut, dass die Konsumstimmung in Deutschland einen nachhaltigen Aufwärtstrend erfährt", schreibt GfK-Autor Dirk Mörsdorf. Die Neigung zu größeren Anschaffungen nehme zwar nicht zu, bleibe aber nach dem Ende der Fußball-Weltmeisterschaft immerhin stabil.

Wie die Konsumforscher mitteilten, legte der Indikator Konsumklima im August um 0,3 Punkte auf 4,0 Punkte zu, leicht stärker als im Juli prognostiziert. Für September rechnet die GfK mit einem weiteren Anstieg auf 4,1 Punkte. Ökonomen hatten hingegen im Durchschnitt nur mit einem Wert von 4,0 Punkten gerechnet.

Die Stimmung wurde vor allem von den jüngsten Zahlen zur Konjunkturentwicklung befeuert: Die deutsche Wirtschaft war demnach im zweiten Quartal um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen, so schnell wie seit der Wiedervereinigung nicht. "Die Verbraucherstimmung steht ganz im Zeichen des starken Anstiegs des deutschen Bruttoinlandsprodukts", erklärte Mörsdorf. Sinkende Arbeitslosenzahlen und der Rückgang der Kurzarbeit hätten wohl zusätzlich zu einer positiven Tendenz beigetragen.

Die Zeichen stünden derzeit gut, dass die Konsumstimmung in Deutschland einen nachhaltigen Aufwärtstrend erfahre. Unsicherheitsfaktoren seien mögliche Sparmaßnahmen der Regierung sowie auslaufende Konjunkturprogramme.

mik/AFP/apn/dpa

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insgesamt 33 Beiträge
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1. ...
Newspeak 26.08.2010
"Für September rechnet die GfK mit einem weiteren Plus von 4,1 Punkten. Ökonomen hatten hingegen im Durchschnitt nur mit einem Wert von 4,0 Punkten gerechnet." Beeindruckend! Der statistische Fehler liegt bestimmt im 10,0 Punktbereich. Vielleicht könnten Ökonomen den auch mal mit angeben, damit man sieht, ob so ein 0,1-Punkt-Unterschied überhaupt irgendeine Relevanz hat. Vielleicht könnten Journalisten dies einmal kritisch hinterfragen, als irgendein Börsengewäsch einfach zu übernehmen.
2. SPIEGELonline selbst...
fleppmo 26.08.2010
...hat einmal einen Artikel darüber gebracht, dass der Konsumklima-Index Schwachsinn sei. Die Zahlen werden im übrigen irgendwie hingetürkt und im Nachhinein mit irgendwelchen Geschichten gerechtfertigt (z.B. WM). Befremdlich, dass der Index, der nur ein Marketing-Gag der GFK ist, jetzt wieder ganz oben erscheint.
3. Gut, dass uns die Medien stecken,
sedanon 26.08.2010
dass wir uns in einer prächtigen Kauflaune befinden. Ich befinde mich in dieser prächtigen Laune seit Jahren ... nur fehlt mir das Geld um diese Laune ausleben zu können. Ergo : Nachrichten die kein Mensch braucht.
4. Ich auch
idealist100 26.08.2010
Zitat von sedanondass wir uns in einer prächtigen Kauflaune befinden. Ich befinde mich in dieser prächtigen Laune seit Jahren ... nur fehlt mir das Geld um diese Laune ausleben zu können. Ergo : Nachrichten die kein Mensch braucht.
Habe mir gerade einen 4er Pack Joghurt bei Aldi für 0,73€ gekauft. Zählt das auch?
5. niedrige Zinsen
Crom 26.08.2010
Bei den niedrigen Zinsen ist es nicht verwunderlich, dass Konsum vorgezogen wird.
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