Neue Richtlinie Krankenkassen-Chefs drohen Gehaltseinbußen

Prämien sollen gedeckelt, Dienstwagen bei der Vergütung stärker berücksichtigt werden: Das Bundesversicherungsamt will nach SPIEGEL-Informationen Krankenkassen einer neuen Richtlinie unterwerfen. Das dürfte sich auf die Gehälter der Chefs auswirken.

Chipkarten verschiedener Krankenkassen: Einige Chefs könnten sich wehren
DPA

Chipkarten verschiedener Krankenkassen: Einige Chefs könnten sich wehren


Berlin - Den Chefs mehrerer gesetzlicher Krankenkassen drohen empfindliche Gehaltseinbußen. Das Bundesversicherungsamt (BVA) verlangt, dass sich die Kassen einer neuen "Richtlinie für Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen" unterwerfen. Danach sollen Prämien und Altersvorsorge gedeckelt, Dienstwagen bei der Vergütung stärker berücksichtigt werden. Bestandsgarantien, die einige altgediente Krankenkassenchefs für ihre nächste Vertragsverlängerung bereits ausgehandelt haben, hält das Amt für unwirksam.

Der Vorstand der Bosch BKK hat einer geforderten Gehaltskürzung bereits zugestimmt. Andere Kassenchefs könnten sich wehren, etwa auch Ingo Kailuweit von der Ersatzkrankenkasse KKH, dessen Vertragsverlängerung demnächst ansteht.

So viel verdienen die Kassenchefs

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insgesamt 32 Beiträge
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Seite 1
cokemicha 17.08.2014
1. oh man!
mein Mitleid hält sich sehr in Grenzen!!!!
lukapp 17.08.2014
2. Stellt sie den Beamten gleich!
da gibt es keine Dienstwagen, keine Prämien. Unkündbar sind sie eh, und die Versorgung ist ganz sicher noch besser als bei den Beamten. Wenn sie Krankenversicherungsbeiträge leisten müssten, würde mich das sehr wundern. In diesem Punkt bin ich aber belehrbar.
naklar? 17.08.2014
3. Im Schnitt über 200.000€ im Jahr ist sowieso ein ...
Zitat von cokemichamein Mitleid hält sich sehr in Grenzen!!!!
... Witz, wo einem die Kunden vom Staat geliefert und vom Steuer- und Beitragszahler die Rechnungen bezahlt werden. Bei einer drastischen Verringerung der gesetzlichen Kassen insgesamt, kann man natürlich auch die 200.000€/Jahr stehen lassen; aber nur dann.
deglaboy 17.08.2014
4. Keep it simple
Eine Kasse, ein Chef, ein Tarifsystem, kein Dienstwagen. Was da gespart werden könnte über viele Jahre, würde denen zu Gute kommen, die es verdienen - den Zahlern und gleichzeitig Versicherten. Aber in Deutschland will man die Dinge ja nicht einfach und effizient verwalten. Mehr Beamte, mehr Steuerberater, mehr Anwälte usw.
hermannheester 17.08.2014
5. Krankenkassen Chefs am Hungertuch angekommen?
Zitat von sysopDPAPrämien sollen gedeckelt, Dienstwagen bei der Vergütung stärker berücksichtigt werden: Das Bundesversicherungsamt will nach SPIEGEL-Informationen Krankenkassen einer neuen Richtlinie unterwerfen. Das dürfte sich auf die Gehälter der Chefs auswirken. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/krankenkassen-chefs-drohen-gehaltseinbussen-a-986556.html
Es ist sicher für NIEMANDEN lebensbedrohlich, wenn die Institutionen, die über öffentliche Gelder treuhänderisch zu bestimmen haben, selbst mit diesen Mitteln verantwortungsbewußt und maßvoll umzugehen haben. Krankenkassen Bosse sind nichts als Treuhänder und deren Einkünfte sollten der allgemeinen Sparpolitik auf dem Gesundheitssektor in keiner Weise zuwider laufen.
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