Rücklagen-Rekord Reserven der Krankenkassen steigen auf 16,5 Milliarden Euro

Die gesetzliche Krankenversicherung hat im ersten Quartal 2017 laut einem Medienbericht mehr als 600 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet - und damit ihre Rücklagen erhöht.

Versichertenkarten
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Diese Zahlen könnten im Bundestagswahlkampf Thema werden: Die Krankenkassen haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen kräftigen Überschuss eingefahren. Das Plus der gesetzlichen Krankenkassen beläuft sich nach Informationen der "FAZ" auf 620 Millionen Euro. Damit seien ihre Rücklagen auf einen Rekordwert von 16,5 Milliarden Euro gestiegen, berichtet die Zeitung. Der Überschuss in den ersten drei Monaten 2017 liegt damit um gut 200 Millionen Euro über dem des Vorjahresquartals 2016.

2015 hatten die Krankenkassen noch ein Milliardendefizit verbucht. Daraufhin wurden die Zusatzbeiträge erhöht, die Versicherte zahlen müssen.

Die Finanzentwicklung der einzelnen Kassen verläuft dem Bericht zufolge unterschiedlich. So hätten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) im Jahresvergleich ihren Überschuss von 72 auf 361 Millionen Euro ausgebaut. Dagegen sei der Überschuss im ersten Quartal bei den Ersatzkassen im Jahresvergleich von 206 auf 155 Millionen Euro gesunken. Die Betriebskrankenkassen hätten ihr Plus von 38 auf etwa 30 Millionen Euro reduziert, die Innungskassen den Überschuss auf rund 17 Millionen halbiert.



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Bürger Icks 08.06.2017
1. Kein Wunder
Bezahlt der Versicherte doch heutzutage trotz Versicherung so gut wie alles aus eigener Tasche. Was ihn sich manchmal fragen lässt, wofür man denn noch versichert sei...
ditor 08.06.2017
2. Rserve für einen knappen Monat
16,5 Mrd entsprechen den Ausgaben eines knappen Monats. Nicht so viel dass man deswegen in Euphorie verfallen müsste.
GrinderFX 08.06.2017
3.
Zitat von ditor16,5 Mrd entsprechen den Ausgaben eines knappen Monats. Nicht so viel dass man deswegen in Euphorie verfallen müsste.
Zwar rechnet man bei Firmen wie lange man vollkommen ohne Aufträge überleben würde, bei der Krankenkasse macht das allerdings wenig Sinn. Denn wenn es einen 100%igen Ausfall geben würde, wäre das sowieso egal, weil dann würde in dem Fall sowieso unsere Gesamte Struktur zusammenbrechen.
GrinderFX 08.06.2017
4.
Das ist auch das letzte was in unserem Gesundheitssystem noch einigermaßen funktioniert, wobei es da auch schon nachweislich harte Vernachlässigungen gab und geben wird. Nämlich dann, wenn Fälle 2+ Wochen auf ihre lebenswichtige Op warten müssen und vorher sterben, obwohl sie schon längt hätten operiert werden müssen. Und wir sprechen hier absolut nicht von Einzelfällen! Bei normalen Dingen bekommt man doch keinen Termin mehr oder wird einfach nicht mal ansatzweise vernünftig behandelt und muss sich selbst behandeln. Deswegen fordere ich eine Versicherung, bei der nur die oben genannten Notfälle gedeckt sind und ich für den restlichen Teil nicht mehr versichert sein muss, da ich den eh nicht behandelt bekomme und selbst bezahle. Nur fällt das dann eben auf und unser marodes System würde zusammenbrechen.
!!!Fovea!!! 08.06.2017
5. Das ist doch mal eine gute Nachricht.
Dann kann der Krankenkassenbeitrag mal so richtig angehoben werden. Damit doch die Vorstände der Krankenkasse sich die Taschen vollmachen können. Und, liebe Krankenkassen, nicht vergessen: Jetzt müsst ihr gleich anfangen zu jammern, dass das Geld nicht ausreicht und die Versicherten einen höheren Eigenanteil zahlen sollen. Ist doch immer dasselbe mit diesen Konzernen, jammern auf hohem Niveau.
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