Hamburg - Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes in Berlin fehlen immer häufiger krankheitsbedingt bei der Arbeit. Das geht laut "Berliner Morgenpost" aus einem Bericht der Senatsinnenverwaltung hervor. 2011 lag der Krankenstand demnach bei 10,3 Prozent. Die Beschäftigten fehlten durchschnittlich zwei Tage länger als noch 2010. Mit anderen Worten: An einem normalen Arbeitstag fällt in den Senats- und Bezirksverwaltungen der Hauptstadt jeder zehnte Beamte oder Angestellte krankheitsbedingt aus.
Der Krankenstand in Berlin ist einer der höchsten Deutschlands. Im Öffentlichen Dienst liegt er zudem höher als in anderen Branchen der Hauptstadt. Der Krankenstand aller Berliner Beschäftigen lag laut BKK-Gesundheitsreport 2010 bei 18,3 Tagen - und somit deutlich niedriger als im Öffentlichen Dienst.
Der Gesundheitsreport 2012 der DAK ergab zudem, dass die Berliner am Stück länger krankheitsbedingt zu Hause bleiben als Arbeitnehmer in anderen Bundesländern - 12,7 Tage im Vergleich zu 11,5 Tagen.
Die "Berliner Morgenpost" berichtet, die Fehlzeiten kosteten jährlich Hunderte Millionen Euro. Die Zeitung zitiert den Vorsitzenden des Hauptpersonalrats, Klaus Schroeder, mit den Worten: "Das Ergebnis ist beunruhigend."
Innenstaatssekretär Andreas Statzkowski sieht eine Erklärung im Alter der Mitarbeiter der Berliner Behörden. Das liegt laut "Berliner Morgenpost" bei 49 Jahren - und somit rund zwei Jahre höher als im Rest Deutschlands. Ältere Menschen sind nicht häufiger krank - fallen aber länger aus, wenn sie krank sind.
han
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