Hoher Krankenstand: Berliner Beamte fehlen fast zwei Monate im Jahr

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Belastungen am Arbeitsplatz: Beamte in Berlin fehlen fast acht Wochen im Jahr

Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst in Berlin fallen immer häufiger aus. Laut Senat fehlen sie wegen Krankheit an durchschnittlich 37,6 Arbeitstagen im Jahr - zwei mehr als im Vorjahr. Dem Land entstehen Kosten von mehreren hundert Millionen Euro.

Hamburg - Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes in Berlin fehlen immer häufiger krankheitsbedingt bei der Arbeit. Das geht laut "Berliner Morgenpost" aus einem Bericht der Senatsinnenverwaltung hervor. 2011 lag der Krankenstand demnach bei 10,3 Prozent. Die Beschäftigten fehlten durchschnittlich zwei Tage länger als noch 2010. Mit anderen Worten: An einem normalen Arbeitstag fällt in den Senats- und Bezirksverwaltungen der Hauptstadt jeder zehnte Beamte oder Angestellte krankheitsbedingt aus.

Der Krankenstand in Berlin ist einer der höchsten Deutschlands. Im Öffentlichen Dienst liegt er zudem höher als in anderen Branchen der Hauptstadt. Der Krankenstand aller Berliner Beschäftigen lag laut BKK-Gesundheitsreport 2010 bei 18,3 Tagen - und somit deutlich niedriger als im Öffentlichen Dienst.

Der Gesundheitsreport 2012 der DAK ergab zudem, dass die Berliner am Stück länger krankheitsbedingt zu Hause bleiben als Arbeitnehmer in anderen Bundesländern - 12,7 Tage im Vergleich zu 11,5 Tagen.

Die "Berliner Morgenpost" berichtet, die Fehlzeiten kosteten jährlich Hunderte Millionen Euro. Die Zeitung zitiert den Vorsitzenden des Hauptpersonalrats, Klaus Schroeder, mit den Worten: "Das Ergebnis ist beunruhigend."

Innenstaatssekretär Andreas Statzkowski sieht eine Erklärung im Alter der Mitarbeiter der Berliner Behörden. Das liegt laut "Berliner Morgenpost" bei 49 Jahren - und somit rund zwei Jahre höher als im Rest Deutschlands. Ältere Menschen sind nicht häufiger krank - fallen aber länger aus, wenn sie krank sind.

han

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insgesamt 491 Beiträge
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1.
genlok 26.01.2013
In meinem Unternehmen von 14 Leuten, sind die Leute durschnittlich 2 Tage im Jahr krank. Aber ist halt ein Privatunternehmen, ist ja klar dass im öffentlichen Dienst keiner genau drauf aufpasst, sind ja nur die Gelder der Steuerzahler die verheizt werden.
2. Dort werden ja auch gebrechliche nicht aussortiert
Steep 26.01.2013
Sondern dürfen auch mit körperlichen Leiden weiter arbeiten ohne rausgemobbt zu werden. Und wenn meine 52 Jahre Alte Mutter dank Reuma in einigen jahren mehrere Monate ausfällt ist das nunmal zu aktzeptieren.
3. Unterschiede
Jemand03 26.01.2013
Zitat von sysopBeamte und Angestellte im öffentlichen Dienst in Berlin fallen immer häufiger aus. Laut Senat fehlen sie wegen Krankheit an durchschnittlich 37,6 Arbeitstagen im Jahr - zwei mehr als im Vorjahr. Dem Land entstehen Kosten von mehreren hundert Millionen Euro. Krankenstand: Berliner Beamte fehlen fast zwei Monate im Jahr - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/krankenstand-berliner-beamte-fehlen-fast-zwei-monate-im-jahr-a-879814.html)
Dies ist in anderen Bundesländern natürlich gänzlich anders, weswegen man auch nicht davon ausgehen muss, dass es sich hier wieder nur um eine billige Masche handelt, Berlin als 'Hauptstadt der Faulen und Inkompetenten' darzustellen.
4. Macht sie ganz einfach zu Angestellten!!!
haltetdendieb 26.01.2013
Merwkwürdig, dass solche Kapriolen nur bei Beamten vorkommen. Frühpensionierung so gut wie ohne jeglichen Abzug, ab zum Arzt und das Leben genießen. Die Arbeit können doch die doofen Angestellten machen! Der Beamtenstatus ist heute dermaßen obsolet! Als Beamter kann ich es mir einfach erlauben zwei Monate im Jahr "zu fehlen"! Das erlaubt sich, außer Beamten, niemand! Schafft das Berufsbeamtentum auf der ganzen Ebene ab. Keine verbeamteten Richter mehr, keine verbeamteten Lehrer oder sonstwas.
5.
mehanikää 26.01.2013
Was ist denn da los? Ich arbeite seit achtzehn Jahren im Dreischichtdienst und habe in dieser Zeit insgesamt etwa acht Wochen krankheitsbedingt gefehlt. Fünf davon wegen eines gebrochenen Beines. Aber ich finanziere den öffentlichen Dienst trotzdem gerne mit. Tag und Nacht! Vielleicht trägt ja die relative Arbeitsplatzsicherheit zum Absinken der Hemmschwelle bei.
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