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Krisenfolgen: Mehr Amerikaner brauchen Lebensmittelkarten

Immer mehr Amerikaner können sich nur mit Hilfe staatlicher Lebensmittelkarten versorgen. Nach einem Bericht der "New York Times" nutzen bereits 36 Millionen Menschen die Unterstützung - so viele wie noch nie zuvor.

Supermarktkunden in den USA (Kalifornien, 2008): Jeder achte Amerikaner nutzt Hilfe Zur Großansicht
REUTERS

Supermarktkunden in den USA (Kalifornien, 2008): Jeder achte Amerikaner nutzt Hilfe

Washington - Die Werte liegen auf Rekordhöhe - und jeden Tag kommen 20.000 neue Empfänger hinzu: Wegen der schweren Wirtschaftskrise ist nach einem Bericht der "New York Times" jeder achte Amerikaner - und jedes vierte Kind - auf die staatliche Hilfe angewiesen. Derzeit hängen 36 Millionen Amerikaner von Lebensmittelkarten ab, ein Drittel mehr als vor Ausbruch der Krise vor zwei Jahren. "Rekordhöhe, und jeden Monat ein weiterer Anstieg", schreibt das Blatt am Sonntag auf der Titelseite.

Mit den Lebensmittelkarten können arme Menschen Nahrungsmittel wie Brot, Milch und Käse praktisch wie mit einer Kreditkarte bezahlen. Im Durchschnitt erhalte jedes Familienmitglied auf diese Weise rund 130 Dollar. 28 Prozent aller schwarzen und acht Prozent der weißen Amerikaner würden die Leistung erhalten.

Bereits kürzlich hatte das US-Landwirtschaftsministerium einen Anstieg von Hunger und Unterernährung festgestellt. Demnach hatten während der schweren Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr rund 50 Millionen Amerikaner nicht immer genügend zu essen. 14,6 Prozent der Haushalte hatten demnach zumindest zeitweise nicht genügend Geld, um alle Familienmitglieder angemessen zu ernähren. Noch 2007 seien dies lediglich elf Prozent der Haushalte gewesen.

chs/dpa

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