Ländervergleich Ostdeutschland hängt den Westen beim Ökostrom ab

In Sachen Ökostrom lassen die ostdeutschen Bundesländer die westdeutschen weit hinter sich. Laut einem Ländervergleich waren Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen schon 2009 Spitzenreiter bei der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen. Schlusslicht ist die Hauptstadt.

Sonnenblume vor einer Photovoltaik-Anlage in Brandenburg: Ostdeutsche Vorreiter
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Sonnenblume vor einer Photovoltaik-Anlage in Brandenburg: Ostdeutsche Vorreiter


Berlin - Die Bundesregierung hat die Energiewende ausgerufen - und die ostdeutschen Bundesländer haben dabei laut der Agentur für Erneuerbare Energien eine Vorreiterrolle. Den Spitzenplatz belegt demnach Mecklenburg-Vorpommern. Dort stammte bereits 2009 rund die Hälfte des dort erzeugten Stroms aus regenerativen Quellen. Der Strom stammte laut den Daten überwiegend aus Wind- und Bioenergieanlagen.

Auf Platz zwei landete der Solar-Standort Thüringen mit einem Anteil von 40 Prozent an der Nettostromerzeugung. Rang drei belegt Sachsen-Anhalt. Dort stammte 2009 ein Drittel des erzeugten Stroms aus regenerativen Quellen. Unter den westdeutschen Bundesländern hatte Rheinland-Pfalz mit 30 Prozent den höchsten Anteil Ökostrom.

Schlusslicht ist Berlin. Dort stammten den Angaben zufolge 2009 nur zwei Prozent des dort erzeugten Stroms aus regenerativen Quellen. Ähnlich schwach war mit Bremen ein weiterer Stadtstaat. Bayern als flächenmäßig größtes Bundesland erreichte 2009 einen Ökostromanteil von fast 22 Prozent.

Anteil der Erneuerbaren Energien an der Nettostromerzeugung (2009)

Bundesland
2009 (Angaben in Prozent)
Mecklenburg-Vorpommern 51,8
Thüringen 40,1
Sachsen-Anhalt 32,2
Rheinland-Pfalz 30,4
Schleswig-Holstein 27,3
Bayern 21,7
Niedersachsen 21,7
Brandenburg 18,8
Baden-Württemberg 14,4
Hessen 13,4
Hamburg 10,6
Sachsen 8,1
Nordrhein-Westfalen 5,3
Saarland 4,9
Bremen 2,4
Berlin 2

(Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien)

Das am Mittwoch freigeschaltete Portal der Agentur für Erneuerbare Energien gibt einen Überblick über die Entwicklung bei Ökostrom, über gesetzliche Rahmenbedingungen und auch Fördermaßnahmen in den jeweiligen Bundesländern. Hinter der Agentur stehen Unternehmen und Verbände der Branche der erneuerbaren Energien sowie das Bundesumweltministerium.

mmq/dapd



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insgesamt 76 Beiträge
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Braunschweiger77, 06.07.2011
1. Verschandelte Landschaften
Ja wie toll. Mit tausenden Windrädern verhunzte Landschaften in denen keiner mehr Urlaub machen will sind die Kehrseite der Medaille.
someone_one, 06.07.2011
2. Ein...
JA, ein..."trauriger" Rekord, wenn man an den stinkenden Biogasanlagen und an den die Natur verschandelnden Windparks vorbeifährt!!! ;-)))
physikuss 06.07.2011
3. So oder so ...
Zitat von Braunschweiger77Ja wie toll. Mit tausenden Windrädern verhunzte Landschaften in denen keiner mehr Urlaub machen will sind die Kehrseite der Medaille.
Wenn man die Landschaft nicht mit Windrädern verschandelt, wird eben der steigende Meeresspiegel die Urlaubsregionen an der Küste zerstören. So oder so keine Urlaubsregion mehr! ;) Ich finde solche Windparks eigentlich ganz reizvoll, geben sie doch dem platten Land meiner Heimat eine interessante dritte Dimension.
anders_denker 06.07.2011
4. nicht das das was mit dingen wie
vorhanden nutzbaren und nutzwerten flächen bevölkerungsdichte, besiedlungsform etc. art der landschaft wie bergig oder flach, waldreich oder flaches feld etc. was zu tun hätte. nein, die berlicner zum beispiel sind nur ökomuffel!
jens_B 06.07.2011
5. windräder sind schön
Zitat von Braunschweiger77Ja wie toll. Mit tausenden Windrädern verhunzte Landschaften in denen keiner mehr Urlaub machen will sind die Kehrseite der Medaille.
ich find die Windräder schön - freue mich jedesmal wenn ich welche sehe. Ist für mich ein Zeichen des Fortschritts und haben was grundsätzlich elegantes.
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