"Grundeinkommensjahr" Klingbeil will bezahlte Auszeit für Arbeitnehmer

Den Kopf freibekommen, Stress abbauen, Dinge erledigen, die man schon lange anpacken wollte: SPD-Generalsekretär Klingbeil will es für Beschäftige leichter machen, Auszeiten zu nehmen - mit einem Sabbatical-Sparplan.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil
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SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil


SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat vorgeschlagen, Beschäftigten eine Auszeit durch ein "Grundeinkommensjahr" zu ermöglichen. Dies würde Arbeitnehmern "Zeit zurückgeben für Dinge, die sie neben der Arbeit nicht schaffen", sagte Klingbeil "Zeit online". Er plädierte für ein Modell, bei dem jeder Angestellte mit jedem Arbeitsjahr Anspruch auf eine bezahlte Auszeit von einem Monat erwerben würde.

"Nach sechs Jahren könnte man ein halbes Jahr und nach zwölf Jahren ein ganzes Jahr aussetzen", sagte Klingbeil. "Die Beschäftigten würden in dieser Zeit jeden Monat tausend Euro netto bekommen. Auch die Krankenversicherung solle der Staat übernehmen, Steuern fielen keine an. 2017 lag der sogenannte Grundfreibetrag - der Betrag also, der auf jeden Fall steuerfrei ist, weil er das Existenzminimum sichert - bei 8820 Euro.

Ein generelles Grundeinkommen lehnte Klingbeil dagegen ab. "Ich bin davon überzeugt, dass Arbeit einen ganz zentralen Wert hat", zeigte sich der SPD-Generalsekretär überzeugt. Arbeit stifte Identität, Selbstwertgefühl und halte die Gesellschaft zusammen. Deshalb sei ein Grundeinkommensjahr daran gekoppelt, dass jemand arbeite.

Video: Geld für alle - Das bedingungslose Grundeinkommen

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mik/dpa



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