Studie Firmen nutzen Leiharbeiter als Billigkräfte

Firmen nutzen Leiharbeiter laut einer Studie für Lohndumping: Zeitarbeiter bekommen in Unternehmen bei vergleichbaren Tätigkeiten teils nur die Hälfte des Lohns von Stammkräften, berichtet die "FAZ". Die Aushilfen seien aber keine Gefahr für die Festangestellten.

Protestschild bei einer Demo der IG Metall: Weniger Geld für gleiche Arbeit
dapd

Protestschild bei einer Demo der IG Metall: Weniger Geld für gleiche Arbeit


Frankfurt am Main - In vielen deutschen Firmen gibt es offenbar eine Zweiklassengesellschaft aus Leiharbeitern und Stammbelegschaft. Eine Studie stützt den Vorwurf von Gewerkschaftern, dass Zeitarbeiter auch bei gleicher Qualifikation deutlich weniger verdienen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Demnach geht aus einer Untersuchung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hervor, dass Leiharbeiter bis zu 50 Prozent weniger für vergleichbare Tätigkeiten als Stammkräfte von Unternehmen bekommen.

Laut der Studie verdient eine Leihkraft mit Berufsausbildung in Westdeutschland 47 Prozent und im Osten 36 Prozent weniger als ein Stammarbeiter mit gleichem Bildungsniveau. Als Grund nennen die Autoren laut dem Bericht neben den generell niedrigeren Zeitarbeitslöhnen vor allem individuelle Merkmale wie längere Phasen von Arbeitslosigkeit.

Zwar gilt seit Januar 2012 für alle Beschäftigten der Leiharbeitsbranche eine gemeinsame Lohnuntergrenze - sie liegt bei 7,01 Euro in den fünf ostdeutschen Bundesländern und Berlin sowie 7,89 Euro in den übrigen Bundesländern - dennoch ist diese Art der Beschäftigung nach wie vor höchst umstritten.

Zeitarbeiter verdrängen Stammbelegschaft nicht

Allerdings widerspricht die Untersuchung den Vorwürfen von Gewerkschaftern, wonach durch Zeitarbeit Festangestellte zurückgedrängt werden. Der Studie zufolge verdrängen Zeitarbeiter Stammbelegschaften nicht: "Vielmehr dienen sie vornehmlich als Arbeitskräftereserven und Antwort auf notwendige Flexibilisierung", zitiert die Zeitung aus der Studie. Ein Aufbau von Zeitarbeit bei gleichzeitigem Abbau der Stammbelegschaft sei "nur sehr selten zu beobachten".

Selbst während der Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 sei dies nur in drei Prozent der Kundenunternehmen der Fall gewesen. In jedem vierten Fall sei sogar ein positiver Job-Effekt eingetreten: Wurde Zeitarbeit abgebaut, wuchs die Zahl der Stammkräfte. Das könne auf die Übernahme von Leiharbeiter hindeuten.

Die Autoren der Studie schlagen laut "FAZ" vor, nach einer Einarbeitungszeit von drei Monaten Zeitarbeiter und Stammkräfte gleich zu bezahlen. Damit könnten Unternehmen weiterhin flexibel Arbeitskräfte einsetzen, die Beschäftigten müssten aber nicht dauerhaft die Kosten tragen. In Deutschland gibt es rund 900.000 Leih- oder Zeitarbeiter.

mmq/dpa



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insgesamt 185 Beiträge
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Seite 1
inci2 26.03.2012
1.
Zitat von sysopdapdFirmen nutzen Leiharbeiter laut einer Studie für Lohndumping: Zeitarbeiter bekommen in Unternehmen bei vergleichbaren Tätigkeiten teils nur die Hälfte des Lohns von Stammkräften, berichtet die "FAZ". Die Aushilfen seien aber keine Gefahr für die Festangestellten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,823662,00.html
also das sind ja bahnbrechende erkenntnisse. das hätte ich jetzt niemals gedacht.................. nein, auf gar keinen fall. bis zur nächsten studie, die nachweist, daß es eben doch eine gefahr für die festangestellen kommt, weil deren gehälter auch sinken......
ginnungagap 26.03.2012
2. Studie?!
Zitat von sysopdapdFirmen nutzen Leiharbeiter laut einer Studie für Lohndumping: Zeitarbeiter bekommen in Unternehmen bei vergleichbaren Tätigkeiten teils nur die Hälfte des Lohns von Stammkräften, berichtet die "FAZ". Die Aushilfen seien aber keine Gefahr für die Festangestellten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,823662,00.html
Um zu dieser Erkenntnis zu kommen bedarf es wirklich keiner Studie.^^
Augustusrex 26.03.2012
3. keine Gefaht für Festangestellte?
Zitat von sysopdapdFirmen nutzen Leiharbeiter laut einer Studie für Lohndumping: Zeitarbeiter bekommen in Unternehmen bei vergleichbaren Tätigkeiten teils nur die Hälfte des Lohns von Stammkräften, berichtet die "FAZ". Die Aushilfen seien aber keine Gefahr für die Festangestellten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,823662,00.html
Selbstverständlich sind Zeitarbeiter eine Gefahr für Festangestellte. In meiner letzten Firma wurden 80 Leute von ca. 400 ausgesondert, zwar mit Übergangsregelung und Abfindung, aber trotzdem. Fakt ist, dass nach kurzer Zeit praktisch alle Stellen wieder besetzt waren und zwar mit Zeitarbeitern und befristet Beschäftigten.
XRay23 26.03.2012
4.
Zitat von sysopdapdFirmen nutzen Leiharbeiter laut einer Studie für Lohndumping: Zeitarbeiter bekommen in Unternehmen bei vergleichbaren Tätigkeiten teils nur die Hälfte des Lohns von Stammkräften, berichtet die "FAZ". Die Aushilfen seien aber keine Gefahr für die Festangestellten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,823662,00.html
Ist ja eine tolle Neuigkeit. Würde man noch ein wenig weiter recherchieren, würde man leicht feststellen das diese ganze Leiharbeitssache einzig und allein dem Zweck der Ausbeutung dient. :-(
L.Werner 26.03.2012
5. Leiharbeiter sind Billigkräfte
Zitat von sysopdapdFirmen nutzen Leiharbeiter laut einer Studie für Lohndumping: Zeitarbeiter bekommen in Unternehmen bei vergleichbaren Tätigkeiten teils nur die Hälfte des Lohns von Stammkräften, berichtet die "FAZ". Die Aushilfen seien aber keine Gefahr für die Festangestellten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,823662,00.html
Die Billig-Lohnkräfte haben leider leidvoll dazu beitragen müssen um den Großkopperten, wie Winterkorn und Zetsche, ihren Riesenlohn noch zu vergolden. Vielen Dank sei den Schwarzen dafür, dass sie dazu beigetragen haben, dass eine riesen Umverteilung von unten nach oben erfolgte. Diese Regierung ist für das gemeine Volk das allerschlechteste was es je gegebe hat. Wir haben alle unseren eigenen Metzger gewählt. Oder ?????????
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