Gaddafi-Sturz: Libyens Wirtschaft wächst um 100 Prozent

Wachstum extrem: Libyens Wirtschaft ist 2012 um mehr als hundert Prozent gewachsen. Grund ist das Ende des Bürgerkriegs: Seit wieder Frieden herrscht, hat sich die Ölproduktion von ihrem massiven Einbruch erholt. Sie macht 97 Prozent der nationalen Exporteinkommen aus.

Hamburg - Die Schreckensherrschaft von Muammar al-Gaddafi ist vorbei, der Bürgerkrieg zu Ende - und Libyen erholt sich rapide: Die Wirtschaft des nordafrikanischen Landes ist im Jahr 2012 um mehr als hundert Prozent gewachsen. Das gab ein Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Donnerstag bekannt.

Libyen erwirtschaftet 80 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts mit seinen Erdölvorkommen, die 97 Prozent der Exporteinkommen des Landes generieren. Die Ölindustrie, die während des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 teilweise zum Erliegen gekommen war, wird ihre Produktion im laufenden Jahr demnach vollständig wiederherstellen.

Der IWF erwartet, dass auch die Wirtschaft außerhalb des Ölsektors weiter wächst, zwischen 2013 und 2018 durchschnittlich um 15 Prozent. Der Währungsfonds mahnte am Donnerstag Reformen an. Das Land müsse sicherer, die Behörden effektiver und die Wirtschaft breiter aufgestellt werden.

Nach dem Ende Gaddafis waren die internationalen Sanktionen gegen das Land aufgehoben worden, so dass unter anderem die libysche Zentralbank wieder ungehindert tätig werden konnte. Stieg die Inflation im Bürgerkriegsjahr noch auf beinahe 16 Prozent, waren es laut IWF im vergangenen Jahr nur noch sechs Prozent. 2013 dürfte die Inflation weiter sinken.

ssu/AFP

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insgesamt 13 Beiträge
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1. Statistik, Statistik ...
skandinavi 14.03.2013
Das macht doch Mut ;) Aber lag das nicht auf der Hand, daß nach Bürgerkrieg und Wegfall der Sanktionen "extreme" Zuwachsraten (bei der Ölförderung) zu verzeichnen sind? Ansonsten ist die IWF Anmerkung , die Wirtschaft "breiter aufzustellen" bestimmt zutreffend.
2.
carahyba 14.03.2013
Zitat von sysopWachstum extrem: Libyens Wirtschaft ist 2012 um mehr als 100 Prozent gewachsen. Grund ist das Ende des Bürgerkriegs: Seit wieder Frieden herrscht, hat sich die Ölproduktion von ihrem massiven Einbruch erholt. Sie macht 97 Prozent der nationalen Exporteinkommen aus. Libyens Wirtschaft wächst um 100 Prozent - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/libyens-wirtschaft-waechst-um-100-prozent-a-889001.html)
Dieser Artikel liest sich wie Propaganda der DDR-Zeit. Was im Augenblick in Lybien an Gewalt ablaeuft, hat es zu Gadaffis Zeiten nie gegeben. Menschen werden auf offener Strasse erschossen, in verschiedenen Staedten wie z.B in Misurata werden immer noch Menschen gefangen gehalten weil sie angeblich oder tatsaechlich Gadaffi unterstuetzt haben. Wenn die Verwandten diese Gefangenen mit Geld ausloesen kommen sie frei. Menschen werden auf offener Strasse gekidnapt und gegen Loesegeld freigelassen. Die gewaehlte Regierung zeigt sich machtlos und ist nicht in der Lage Sicherheit und Ordnung herzustellen. Erdoel zu exportieren dazu ist dieses politischen Gebildes, was sich Regierung nennt, gerade gut genug.
3.
rusigabedra 14.03.2013
kleiner Hinweis: die libysche Zentralbank in ihrer jetzigen Form (ähnlich FED) wurde per Dekret Nr. 1 von den Terroristen - ehm Rebellen - ehm Freiheitskämpfern Mitte Oktober 2011 gegründet... - war wohl Voraussetzung für die totale militärische Unterstützung der Terroristen - ehm Rebellen - ehm Freiheitskämpfern...
4. schlecht recherchiert oder Propaganda?
rusigabedra 14.03.2013
kleiner Hinweis: die libysche Zentralbank in ihrer jetzigen Form (ähnlich FED) wurde per Dekret Nr. 1 von den Terroristen - ehm Rebellen - ehm Freiheitskämpfern Mitte Oktober 2011 gegründet... - war wohl Voraussetzung für die totale militärische Unterstützung der Terroristen - ehm Rebellen - ehm Freiheitskämpfern...
5.
reuanmuc 14.03.2013
Zitat von carahybaDieser Artikel liest sich wie Propaganda der DDR-Zeit.
Ihnen wäre es am liebsten, wenn Libyen wieder in Chaos abgleiten würde, nur damit Sie posaunen können, Sie hätten recht behalten und alles vorher gewusst. Nun ist Libyen aber offenbar auf einem guten Weg. Dass es noch viele Dinge zu tun gibt und noch viel Zeit braucht, ist kein Geheimnis. Dass es noch manchen Konflikt und noch manchen Regierungswechsel geben kann, ist auch ganz normal. Wenn aber die Wirtschaft wächst, die Preise sich stabilisieren, die Jugend Arbeit und Bildung findet, dann bestehen gute Chancen für eine friedliche und freiheitliche Zukunft.
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