Steuerhinterziehung Manchester-United-Star Sánchez kommt mit Bewährung davon

Mithilfe einer Offshore-Firma auf Malta hat der Fußballprofi Alexis Sánchez in Spanien Steuern in Millionenhöhe hinterzogen. Dafür wurde er nun zu 16 Monaten Haft verurteilt. Ins Gefängnis muss er aber nicht.

Alexis Sánchez
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Wegen Steuerhinterziehung hat ein spanisches Gericht den chilenischen Fußballprofi Alexis Sánchez von Manchester United zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Weil das Strafmaß unter zwei Jahren liege und der Stürmer nicht vorbestraft sei, müsse er aber nicht in Haft, berichten die Nachrichtenagenturen Europa Press und AFP. Laut Europa Press habe Sánchez sich mit der spanischen Staatsanwaltschaft geeinigt, zudem eine Geldbuße von 590.000 Euro zu zahlen.

Sánchez, der im Januar vom FC Arsenal zu Manchester United gewechselt ist, war bei den Einnahmen aus der Vermarktung seiner Bildrechte Steuerhinterziehung von mehr als einer Million Euro aus den Jahren 2012 und 2013 vorgeworfen worden. Der 29-Jährige spielte zu dieser Zeit für den FC Barcelona.

Der chilenische Nationalspieler hatte Mitte Januar per Videoaussage vor Gericht zugegeben, dem spanischen Staat aus seiner Zeit beim FC Barcelona, wo er von 2011 bis 2014 gespielt hat, Steuern in Millionenhöhe zu schulden. Demnach habe er eine Offshore-Firma auf Malta genutzt, um die Gelder an der Steuer vorbeizuschleusen.

brt/sid/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
p-rich 07.02.2018
1. lächerlich...
er hat mehrere Millionen ? Steuern hinterzogen. Macht dann kurz eine Aussage via Video und muss eine Strafe in Höhe eines Monatlohns (wenn überhaupt) zahlen. Die Bewährung zähle ich nicht dazu, weil es eigentlich bedeutet: Lebe ganz normal wie die meisten anderen ehrlichen Menschen auch! Einfach lächerlich!
FX922 07.02.2018
2. Warum machen die das alle?
Bevor ich den Beitrag gelesen habe war klar, Ersttäter und Kooperation. Vielleicht sollte mal einer überlegen auch ersttäter zu verurteilen... dann wäre das Thema gegessen
aurichter 07.02.2018
3. Der Name macht's
und aus der spanisch sprechenden Region, da gibt es Boni obendrauf! Dies Vergehen eines Kleinunternehmers bzw eines Arbeitnehmers und du siehst dich im Gefängnis wieder. Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich - wenn du Kohle genug hast. Die ganze Justiz, ob Deutschland, Spanien, England oder sonstwo in Europa ist fixiert auf die gnadenlose Verurteilung der einfachen Habenichtse, also normale Malocher, und die Absahner aus Sport, Wirtschaft, Kultur etc geniesst Sonderrechte ohne Ende. Es stand schon an anderer Stelle, die Radikalen in der Politik finden permanent mehr Zulauf, welch ein Wunder, wenn man diese Possen aus der Justiz verfolgt.
svensationell 07.02.2018
4. Aber wehe
wenn ich bei meiner Steuererklärung mal um 100 Euro daneben liege...dann wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen und es drohen teils existenzbedrohende Strafen. Prommi müsste man sein. Wieso hacken eigentlich immer alle auf Konzernvorständen wie Ackermann herum, beten aber weiterhin völlig unkritisch steuerhinterziehende Stars wie heilige Kühe an?
spadoni 08.02.2018
5. Wieso
soll Sanchez ins Gefängnis wenn Ronaldo und Messi mit Millionenstrafzahlungen davon kommen?
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